Sinn und Grenzen von thematischen Threads

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    • Sinn und Grenzen von thematischen Threads

      Aus gegebenem Anlass werfe ich hier mal die Frage nach Sinn und Grenzen von thematischen Threads auf (Blumen, Wetter, Loks, Jahreszeiten, ...). Zum einen, weil sich in Bertrams Reisebericht zu den Loire-Schlössern eine kleine Diskussion ergeben hat, zum anderen weil ich selbst lange überlegt habe, ob ich in der Bilderkiste einen "Wolken" Thread ausrufe. Grund dafür ist, dass mich die verschiedenen Wolkenformationen immer schon fasziniert haben, ich eine Menge Wolkenfotos gesammelt habe und an Kuriositäten und Schönheiten aus Eurem Fundus interessiert wäre. Aber eine besondere fotografische Herausforderung sind Wolken nur im Einzelfall.

      Und so überlege ich hin und her, ob und wieweit solche Thementhreads hier wirklich her gehören. Ja, man kann zu jedem beliebigen Thema einen eigenen Draht aufmachen und dort Kitsch und Kunst der aktiven User aus den letzten 10 Jahren versammeln. Wir könnten hier einen Insekten-Thread aufmachen, einen Lippenblütler-Thread, einen für Oldtimer, für Armbanduhren, für Kleingärten, Katzen, Hunde (oder Hunderassen), für Sammeltassen, Lampenschirme, Whiskeyflaschen, Kakteen oder Porzellanpüppchen.

      Aber gehört das wirklich auf ein Foto-Forum? Im Rahmen eines 2-tägigen Kurzthreads (Wünsch-Dir-Was) finde ich das sehr reizvoll, weil ich den Beiträgen dort auch viele gute Anregungen entnehme. Aber als Dauerthema? Nehmen wir den Lok-Thread (den ich als Eisenbahner-Kind durchaus interessant finde): dort versammeln sich neben reifen fotografischen Leistungen auch viele Bilder, die rein dokumentarischen Charakter haben, deren fotografischer Aspekt sich aber darauf beschränkt, dass zur Erstellung eine Kamera benutzt wurde. Es gibt im Netz Foren für Eisenbahnfans aller Art, wo man sich auch bildermäßig austoben kann, wo man den Seltenheitswert oder den Einsatzzweck von Loks diskutieren kann etc.. Aber hier ...?!?

      Ein gutes Beispiel für eine wirklich fotografische Ausrichtung ist m.E. der kürzlich eröffnete "Schlüssel"-Thread. Dort geht wohl kaum um ein unzähmbares Interesse an Schließinstrumenten, sondern darum, wie man sowas Banales wie einen Schlüssel pfiffig fotografieren kann. Man hätte auch Scheren nehmen können, oder Staubsauger.

      Wo zieht man nun eine sinnvolle Grenze? Bzw. wie richtet man solche Threads auf das Fotografische aus, weniger auf die abgebildeten Objekte? Diese Frage war übrigens mein Hintergrund in Bertrams Reisebericht - geht es hier um die Loireschlösser als Objekt, oder um die fotografische Auseinandersetzung damit?

      Was meint Ihr dazu?

      Und: soll ich nun einen Wolken-Thread aufmachen, oder nicht?
    • Thementhreads neigen zur Anhäufung von Knipsbildern (aka. Aufnahmen, bei denen das 'Einsammeln' eines Motivs im Vordergrund steht, nicht die fotografische Technik oder gar ein übergeordnetes journalistisches, politisches oder künstlerisches Interesse). Das ist hier so und bei flickr nicht anders. Ich knipse selbst phasenweise mehr, als 'bewusst' zu fotografieren. Ich gebe frei zu, dass ich aktuell z.B. absolut in einer Knipsphase bin. Was dazu führt, dass ich meine 'Werke' eher bei facebook meinen Freunden zeige als sie hier oder bei flickr und Co. zu 'veröffentlichen'. Weil ich das so sehe, wie ich es zwischen Deinen Zeilen lese: Für mich sind das keine Bilder für ein Fotografie-Forum.

      Aber. Wer will sich schon zur Geschmackspolizei machen? Streng nach den Buchstaben ist ein Foto erst mal ein Foto. Ob's jetzt ein beliebig hingehustetes Ab(zieh)bild ist oder ein durchdachtes, durchgestaltetes und durchgearbeitetes Werk: In der Satzung von dft steht nix von Bildkunst und Kuratierung.

      Mach Deinen Wolkenthread, wenn Du einen Wolkenthread haben willst. Das wieso, das weshalb und das warum kannst Du im ersten Posting gleich klären. Wenn ich immer nur Kaviar fressen müsste, würde es mir auch nicht gut gehen. In diesem Sinne: :cheers:
      www.stefansenf.de
      Ich moderiere in grün, der Rest ist nur meine Meinung ;-)
      Ricoh Theta V | Pentax KP, 10-17, 18-300, 15, 21, 35, 55, 70 und Lensbaby | Samsung NX1000 und NX300 mit 16, 16-50, 20-50 und Altglas
    • Das, was ihr beide schreibt, ist bestimmt alles richtig. Aber trotzdem fehlt mir da ein wichtiger Aspekt: der gesellschaftliche/persönliche. Warum halte ich mich denn in einem Fotoforum auf? Ich möchte sehen, was andere Fotografiebegeisterte machen, und ich möchte zeigen, was ich selber mache. Und ich möchte mich darüber austauschen. Und das Nivau ist halt dann, wie es eben gerade bei mir ist. Und weil die Threads, die 4 Wochen alt sind, kaum einer mehr ansieht, finde ich das auch gar nicht tragisch. Hauptsache, es gibt welche, die mich gelegentlich loben. Und vielleicht auch welche, die mich mit konstrukiver Kritik ein bißchen weiter bringen. (Und einen Lehrer freut es immer, wenn er einem anderen was erklären kann. :smile: )
    • wie @bertram:

      Da ich Threads wie 'Zeig Dein Herbstbild' ins Leben rief, habe ich da auch eigene Erfahrungen mit dem Thema.
      Einerseits nutzt mancher die Sammelthreads seine lieblos geknipsten Werke unterzubringen, andererseits zeigt sich gerade in diesen Threads manche Perle, die uns sonst verborgen geblieben wäre.
      In der Summe finde ich diese Threads eher einen Gewinn und schließlich bleibt es jedem selbst überlassen, welchen Anspruch er an sich und seine Werke stellt.

      Einen Wolkenthread würde ich von daher begrüßen :daumenhoch: .
      Von mir eingestellte Bilder dürfen bearbeitet und bei dft gezeigt werden.
    • Denke auch dass gegen Wolken nichts spricht, stimme aber zu, dass die Zahl der Bildersammelthreads nicht zu groß werden sollte - sonst gehen die Fototechnikthemen und die vereinzelten Fotografiethemen auf der Startseite zwischen "Zeig her deine Whiskey-Flasche" und "Zeig her deinen Gartenzwerg" unter.

      Subjektiv schrieb:

      (...) viele Bilder, die rein dokumentarischen Charakter haben, deren fotografischer Aspekt sich aber darauf beschränkt, dass zur Erstellung eine Kamera benutzt wurde.
      Hier muss man auch einfach sehen, dass das Forum verschiedene Nutzer hat und darunter ist die Gruppe, die sich vor allem für das Abgebildete interessiert und sich ein Bild nicht großartig erarbeiten mag, nicht gerade klein. Und manch einer mag einfach gern ratschen, etwa mitteilen wo er/sie im Urlaub war.

      Wenn's für den einen, der Arbeit investieren möchte, um bessere Bilder zu machen, die Bildkritik gibt, und der andere das Gesehene in einem Sammelthread ausdrücken kann oder alle gefundenen LIbellen sammeln kann, finde ich das okay.
      Wenn so ein Sammelthread, in dem es wohl mehr um die Interaktion geht, dann irgendwann alt wird, spräche irgendwann auch wenig dagegen ihn zu löschen und so das Internet den alten Fotosmalltalk wieder vergesse zu lassen und Patricks Serverkapazität zu schonen (oder schaut sich im Nachhinein wirklich noch jemand an, welche Hundebilder November 2013 im Wünsch-dir-was-Thread gepostet wurden?).

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Flash ()

    • Um das vorweg zu schicken: ich stimme allen bisherigen Wortmeldungen im Wesentlichen zu, sehe da einen breiten Konsens im Sinne eines offenen Umgangs.

      Trotzdem möchte ich die Steilvorlage dieses Threads nutzen, um die Sinnfragen noch ein bisschen zu vertiefen. Warum fotografiere ich? Und warum zeige ich meine Bilder / ein Bild im Netz / hier im Forum?

      Die zweite Frage ist vielleicht schneller zu beantworten. Uns Menschen ist nun mal das Bedürfnis zu eigen, uns mitzuteilen. Ich sitze gerade in der U-Bahn und gut die Hälfte aller Mitfahrer tippt irgendwas in ein Smartphone. Ich eingeschlossen. Jedes veröffentlichte Bild ist eine solche Mitteilung: Seht mal, ich existiere! Ich bin Teil dieser Gruppe! Ich war dort, ich habe diese oder jene Ausrüstung. Ich kann damit umgehen. Ich habe ein Anliegen. Eine Botschaft. Etwas beobachtet. Einen Anspruch an mich. Und so weiter, je nach Veranlagung. Dazu kommt sicher noch der Wunsch nach Bestätigung. Undmanchmal vielleicht sogar nach Kritik, auch wenn ich diesen Wunsch oft für eine Schutzbehauptung halte.

      Schwieriger ist die Frage, warum wir etwas fotografieren. Klar, das Spektrum des Konservierens von Erinnerungen ist zunächst mal ein, vermutlich sogar das Antriebsmoment schlechthin. Aber ich behaupte mal, das ist nicht das zentrale Ding, wenn man jemand ist, der sich in einem Fotoforum rumtreibt.

      Fotografie ist unser Hobby, unsere Leidenschaft! Warum ist das so?
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    • le spationaute schrieb:

      ...
      Fotografie ist unser Hobby, unsere Leidenschaft! Warum ist das so?


      Weil Fotografie ganz erstaunliche Dinge kann. Vor allem die Zeit anhalten. Einen Moment einfangen.
      Daran macht sich für mich die Faszination fest.
      Die persönliche Mitteilung des Fotografen, die man aus dem Bild entnehmen kann (oder manchmal auch nicht :pink: ),
      ist bereits eine Auseinandersetzung mit dem Bild. Ein Prozess, eine Dynamik.

      Daß das manchmal auch auf tote Gleise führt, indem Fotograf oder Betrachter in manchen threads ein ganz eigenes Ding
      unterbringen und damit das eigentliche Thema verlassen ist doch auch wie im richtigen Leben.
      Ab und zu entwickeln sich daraus aber auch interessante Nebendiskussionen und davon lebt dann wieder das Forum :cheers:
    • Um nochmal auf deinen Startpunkt im anderen Thread zurückzukommen.

      Subjektiv schrieb:

      Wo zieht man nun eine sinnvolle Grenze? Bzw. wie richtet man solche Threads auf das Fotografische aus, weniger auf die abgebildeten Objekte?
      Denke genau das will ein guter Teil der Teilnehmer an den Mitmach Threads garnicht...

      Subjektiv schrieb:

      Diese Frage war übrigens mein Hintergrund in Bertrams Reisebericht - geht es hier um die Loireschlösser als Objekt, oder um die fotografische Auseinandersetzung damit?
      ...da sich viele Betrachter eher für die Loireschlösser und Reiseerfahrungen interessieren als dass sie sich tiefgreifend mit Licht, Perspektive, Bildgestaltung, Bildbearbeitung,... beschäftigen wollen.

      Letztlich bis du mit deiner Ansicht

      Subjektiv schrieb:

      Doch ich meine, der Fokus von Beiträgen hier auf dem Forum sollte eindeutig beim Fotografischen liegen, weniger darum sich gegenseitig hübsche Landschaften vorzustellen (wobei letzteres als netter Nebeneffekt sehr willkommen ist). Und ich wünsche mir, dass sich die Auseinandersetzung mit den Beiträgen auf den fotografischen Aspekt bezieht. Ob eine Landschaft, eine Stadt oder ein Insekt als Objekt als hübsch oder hässlich empfunden wird, finde ich in DIESEM Zusammenhang hier zweitrangig. Ist aber nur meine Meinung - ich werde aber zu einem ähnlichen Thema mal einen kleinen Thread starten, wenn's recht ist.
      vermutlich auch eher in der Minderheit (auch wenn ich sie persönlich teile).

      Wobei ich auch sagen muss, dass man gerade eine ganze Fotoserie jetzt auch nicht im Sinne einer Bildkritik zerplücken oder zu sehr auf der verwendeten Technik herumreiten muss.
      Da wäre mir jetzt wichtiger, dass sie auch für einen Fremden sehenswert ist (rein persönliche Bilder interesieren mich da jetzt eher weniger) und allgemein dass die Bilder für die Serie mit Bedacht ausgewählt werden und man auch eher knapp und abwechslungsreich die besten/interessantesten Bilder zeigt als flickr- oder facebooktypisch (fast) alle. (Betrams Loire-Thread habe ich z.b. zu großen Teilen gern angesehen :))

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Flash ()

    • Es gibt eigentlich nur einen solchen Thread im Stalinforum den ich
      ab und an frequentiere - den Strobistenthread.

      Und auch der besteht fast ausschliesslich aus "Minisoftbox rechts"
      oder "Minisoftbox links".

      Zu eher aktiven Zeiten im Usenet gab es in de.rec.fotografie immer
      wieder Themenvorgaben, an denen man sich beteiligen konnte.

      Die meisten ähnlich vorhersehbar wie die hier bereits genannten.

      Ich hab mehrfach das Thema "Papier" vorgeschlagen und bin jedesmal
      am erbosten Widerstand derer gescheitert die fanden das wäre kein
      Motiv. :)

      Am Ende hab ich aufgegeben.

      Mich stören die Sammelthreads nicht. Leben und leben lassen.
      Ich muss ja nicht gucken, und wie andere vor mir schon sagten:
      Wenn es niemanden interessieren würde, schliefen sie von selbst ein.
      Visual Pursuit - 2 Mietstudios, Hensel Rentstation, Fotografie, Workshops - visualpursuit.de
    • aeirich schrieb:

      Ein thread, der niemanden interessiert, schlaeft doch eh schnell ein. Damit regiliert sich mmn diefragestellung von alleine
      Trifft es m.E. nicht ganz. Ein Thread über Umweltpolitik oder die Erhöhung von Abgeordneten-Diäten interessiert vielleicht einige, ist aber kaum relevant für ein Foto-Forum. Interesse kann somit nicht das einzige Selektionskriterium sein.

      Es geht mir auch nicht darum, hier eine Zensur einzuführen, und natürlich ist niemand gezwungen, alles mit zu lesen. Ich suche nur etwas Orientierung, was noch hier auf's Forum gehört (Wolken?), und was nicht (mein Hamster?).

      Nix für ungut, danke für Eure Meinungen - wir können das Thema dann auch wieder begraben.

      Apropos: die Idee, alte Threads, die seit Monaten nicht mehr zucken, einfach zu löschen, fänd ich gar nicht schlecht. Sowas hält jung ...

      Axel schrieb:

      Ab und zu entwickeln sich daraus aber auch interessante Nebendiskussionen und davon lebt dann wieder das Forum
      Haste auch wieder recht.
    • @Subjektiv
      Natuerlich bezog ich mich nur auf fotografische themen.

      Mach den wolkenthread. Du kannst ja versuchen, ihn in deine thematische ausrichtung zu lenken. Du wirst dann sehen, wie und wohin er sich entwickelt.

      Bertram hat mit seiner anmerkung recht, die anders formuliert ja eigentlich nur bedeutet, dass wir hier in einem "sozialen fotoforum" sind. Ergaenzen moechte ich hier deshalb, dass auch fotodokumentation und knipsen fotografieren ist. Ueber die ausrichtung und wertigkeit des fotografierens und die tech und ggf auch kuenstlerischen aspekte entscheidet dann die soziale funktion des forums. Ich zeige naemlich meine bluemchenbilder nicht im bluemchenfachforum xyz, sondern hier in dft den dft-usern.

      Aeltere threads, die ueber eine gewisse zeit hinaus keine beitraege erhalten haben, koennen natuerlich geloescht werden.
      lg, Achim

      (Von mir eingestellte Bilder dürfen grundsätzlich bearbeitet und bei DFT gezeigt werden.)
    • Löschen würde ich nicht, es sei denn, die Kosten zwingen uns dazu. außerdem glaube ich, dass man dann die Attachmwnts einzeln löschen müsste, was ohnehin Irre ist. Aber vielleicht liege ich damit auch falsch.
      www.stefansenf.de
      Ich moderiere in grün, der Rest ist nur meine Meinung ;-)
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    • Fotografie hat viele Facetten. Da ist zum einen der dokumentarische Ansatz, der künstlerische Akzente wenig oder gar nicht berücksichtigt. Dann gibt es den technischen Ansatz, bei dem die Möglichkeiten gerade des digitalen Zeitalters insbesondere der EBV voll ausreizt und bei dem es oftmals weniger auf das eigentliche Motiv ankommt. Und dann ist da der künstlerische Ansatz, der eine möglichst gelungene Darstellung selbst von Banalitäten zum Inhalt hat. Und es mag auch noch andere Richtungen geben.

      Jede Art von Fotografie hat ihre Berechtigung und für jede Art gibt es Interessenten. Das ist das spannende an einem Fotoforum, dass man hier alle Spielarten sehen kann. Bei nicht vorhandenem Interesse kann man selber entscheiden, ob man wegklickt. Man kann aber ebensogut auch mal den Blick über den Tellerrand wagen und dabei sogar Anregungen für sein eigenes Werk bekommen.

      Die gleiche Diskussion gab und gibt es auch bei den anderen großen Richtungen der bildenden Kunst. Die Impressionisten waren zu ihrer Zeit mit ihrer Malerei höchst umstritten und zählen heute zu den am meisten bewunderten Malern. Expressionismus oder Abstrakte werden selbst heute noch diskutiert. Wer hat da eigentlich recht, ein Vermeer, der jedes Detail vom VG bis zum HG exakt wiedergegeben hat, als ob er mit Blende 128 arbeitet oder ein Renoir oder ein Picasso? Und dazu kann man noch die Maler des Mittelalters betrachten, deren Werke oft genug eher als Bilderbuch für eine Bevölkerung diente, die des Lesens (z.B. von Bibeltexten) zum überwiegenden Teil nicht mächtig war.

      Ich finde Thementhreads schon deswegen gut, weil hier verschiedene Sichtweisen zu gleichen Themen gezeigt werden. Der eine zeigt eine Lok dokumentarisch von der Seite, der nächste wählt eine besondere Perspektive (z.B. aus Schienenhöhe) und der Dritte zeigt nur eine Detail, einen Schornstein, ein Rad oder ein Schild. Und der nächste zeigt eine Palette von Loks unterschiedlicher Bauart und aus unterschiedlichen Epochen vor einem Lokschuppen, um die Entwicklung des Eisenbahnbaus zu dokumentieren. Und wer möchte schon den Wünsch-dir-was-Thread vermissen, wo sogar auf der unterschiedlichen Auseinandersetzung mit einem Thema der Hauptaugenmerk liegt.
      Gruß
      Peter


      []ô] PENTAX K-3 - Objektive siehe Profil
    • ice-dragon schrieb:

      Da ist zum einen der dokumentarische Ansatz, der künstlerische Akzente wenig oder gar nicht berücksichtigt.
      Hallo Peter,

      so gut wie ich deinen Beitrag finde, kann ich diesen Satz nicht akzeptieren.
      Da ich mich selbst zu dem Lager derer zähle, die Fotografie als das Festhalten des vergänglichen Augenblicks betrachten, berücksichtige ich immer "künstlerisch Akzente".

      Gruß Uli
    • romerike berge schrieb:

      ice-dragon schrieb:

      Da ist zum einen der dokumentarische Ansatz, der künstlerische Akzente wenig oder gar nicht berücksichtigt.
      Hallo Peter,
      so gut wie ich deinen Beitrag finde, kann ich diesen Satz nicht akzeptieren.
      Da ich mich selbst zu dem Lager derer zähle, die Fotografie als das Festhalten des vergänglichen Augenblicks betrachten, berücksichtige ich immer "künstlerisch Akzente".

      Gruß Uli
      Ich verstehe, was du meinst und ich meinte auch nicht, dass sich Doku und künstlerisch ausschließen. Wenn du aber in einer engen Altstadt nicht den Platz hast, um eine schöne Fassade frontal aufzunehmen oder dir Touris in Scharen oder der Autoverkehr die Sicht versperren, wirst du überlegen müssen, ob du dir das Foto verkneifst oder eine suboptimale Aufnahme machst. Als ich vor zwei Jahren über Machu Picchu blickte, habe ich auch den Eindruck eingefangen, obwohl da Touris in zum Teil grell bunter Kleidung mit ins Bild geraten sind und hässlich leuchtende Farbtupfen bilden. Und das "Glück", Stonehenge - wie es mir passierte - bei strömenden Regen zu besuchen und dadurch Touri freie Aufnahmen zu bekommen, hat auch nicht jeder. Wenn ich erwarte, von solchen Orten künstlerisch wertvolle Bilder zu bekommen, dann wird es knifflig. Und dazu kommt, dass man den eigentlichen Steinkreis von Stonehenge heute nicht mehr betreten darf, der Blick aus dem Inneren des Kreises bietet eine Menge wundervolle gerade auch künstlerisch anspruchsvolle Motive - ich durfte bei meinem ersten Besuch vor über 30 Jahren noch rein, ich weiß was ich da heute versäume.

      Grundsätzlich stimme ich dir aber zu, dass eine gute Doku durchaus auch einen künstlerischen Akzent haben muss.
      Gruß
      Peter


      []ô] PENTAX K-3 - Objektive siehe Profil
    • le spationaute schrieb:

      Löschen würde ich nicht, es sei denn, die Kosten zwingen uns dazu.
      Derzeit sind wir bei rund 55.000 Dateien (alles auch die der Forensoftware), erlaubt sind 263.000. Also noch etwas Platz.


      le spationaute schrieb:

      außerdem glaube ich, dass man dann die Attachmwnts einzeln löschen müsste, was ohnehin Irre ist. Aber vielleicht liege ich damit auch falsch.

      So weit ich weiß werden die Dateianhänge gelöscht, wenn man einen Beitrag / Thread löscht. Müsste man mal testen.
      Moderative Beiträge sind in grün geschrieben.

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