Über die Melancholie und das digitale Fotoarchiv

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    • Über die Melancholie und das digitale Fotoarchiv

      Ich hätte diesen hervorragenden Artikel jetzt auch im Weltmarktthread posten können aber ich finde, der verdient einen eigenen Thread:

      Digitalfotografie: Melancholie der Bilddatenbank | ZEIT ONLINE

      Lesen! Lohnt!
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      Ich moderiere in grün, der Rest ist nur meine Meinung ;-)
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    • :danke: für den Link!

      Es stimmt schon und stimmt nachdenklich, wenn man beobachtet, welchen Wandel die Fotografie gerade erlebt. Was das Erzeugen von Bildern angeht, erleben wir ja geradezu eine Hyperinflation. Aber ich denke, es wird trotzdem immer einen gewissen Personenkreis geben, der Fotografie als eigenständiges, reizvolles Hobby wahrnimmt, in dem es auf Kreativität und Beherrschung gewisser Grundregeln und der Technik ankommt. Und eben nicht nur als "Alltags-Memo", auch wenn sich die breite Masse wohl weiter in diese Richtung bewegen wird. Abgesehen davon gibt es ja auch zahlreiche professionelle (Berufs-)Fotografen, die in dem Artikel eher ausgeklammert werden. Von daher wird es auch immer einen Markt für "klassische" Kameras geben, auch wenn die Schrumpfung dieses Marktes aktuell vielleicht noch immer nicht abgeschlossen ist.

      Und was die Archivierungs-Problematik angeht: Verschlagwortung, Cloud-Lösungen, usw. mögen sicher gut und sinnvoll sein. Aber wenn es um Bilder geht, die wirklich Bestand haben sollen, geht mir nach wie vor nichts über Papier. Entweder ganz klassisch als 10x15-Ausbelichtung (landen bei mir jedes Jahr zu Hunderten in Foto-Kartons) oder auch als Fotobuch, wenn es sich anbietet.

      Und da muss mich dann mal widersprechen:
      Die Stagnation kann dann überwunden werden, wenn die Fotografie die Wucht des technologischen Trends mitnimmt und ihre Eigenschaften als frei transformierbares und rekombinierbares Kommunikationsobjekt mit Metadaten im Netz produktiv macht. Das dümmste Katzen-Meme auf Facebook ist in dieser Situation besser als das perfekte Kunstobjekt im Tresor.
      Mir ist das "Kunstobjekt" im Tresor (in meinen vier Wänden) allemal lieber als eine gläserne Persönlichkeit im Netz...