Thomas Leuthard schmeißt hin!

  • Ich bin sehr zwiegespalten bezüglich seiner Fotos und seines "Marketing-Verhaltens"


    Sein tolles Flickr-Script, das er eine zeitlang verkauft hat, welches einem neue Follower beschert hat er selber ausgiebig genutzt.
    Mehrfach habe ich bei Flickr die Nachricht erhalten, dass Thomas Leuthard mir "folgt".


    Tatsächlich sind ihm die Fotos anderer Fotografen scheinbar gänzlich egal.
    Er hat bei Flickr über 90.000 Follower und folgt selber NIEMANDEN (Null)


    Mal sehen wie es weitergeht.
    Vielleicht will er ja einfach nur etwas Aufmerksamkeit erregen.

  • Er folgt niemandem mehr. Das war bislang anders. Aber ja, es war offen kommuniziert einfach seine Strategie.


    Ich fand ihn zuletzt besser als anfangs, hatte aber immer auch Vorbehalte wegen der Rechte der Abgebildeten. Was ich nicht mag, ist der Zug, selbst auszusteigen und dann sicherheitshalber gleich das ganze Genre tot zu sagen. Warum sollte das so sein.

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    Ich moderiere in grün, der Rest ist nur meine Meinung ;-)
    Ricoh Theta V | Pentax KP, 10-17, 18-300, 15, 21, 35, 55, 70 und Lensbaby | Samsung NX1000 und NX300 mit 16, 16-50, 20-50 und Altglas

  • Die Art und Weise seines "Ausstiegs" bestätigt weiterhin meine Meinung über Leuthardt: ein selbstgefälliges, geltungsbedürftiges Großmaul. Und Tschüß.


    Ständig lese ich, die Sensoren meiner Kameras seien veraltet. Nur merke ich selbst nichts davon...

  • Absolut. Dass man beim Niederlegen des eigenen Hobbies (bei ihm war es eher mehr als ein Hobby) gleich das ganze Genre für tot erklären muss, zeugt tatsächlich von einer möglicherweise leicht verzerrten Selbstwahrnehmung..

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  • Ja sein Gebaren kam mir auch stets sehr arrogant und hochnäsig vor. Er hält sich für unfehlbar.
    Allerdings ist das ein oder andere seiner Bilder zugegebenermaßen echt gut und hat durchaus das Potential, sich vom "Street" Einheitsmist, der in großen Mengen von selbsternannten Cartier-Bressons hingeschissen wird, abzuheben.


    Insgesamt kann ich das Thema "Streeeeeet Photograpy" nicht mehr hören. Zu viele Deppen meinen, mit einer Sucherkamera und 35mm Objektiv auf Menschenjagt gehen zu müssen, um nichtssagende Alltagsschnappschüsse als die große Kunst deklarieren zu können (...sowas wie die Eric Kim Anhänger :ugly::x ).

    Sony A7R - Novoflex ASTAT - viel Minolta MC/MD, Canon nFD und Tamron-Glas
    Olympus OM-D E-M5 - viel Panasonic- und Olympus-Glas ...wieder häufiger mit dabei

  • Ihr "hackt" ja alle ganz schön auf ihm rum. Zugegebenermaßen sagte der Name mir überhaupt nichts. Ein kurzes Statement von meiner Seite nach einem ersten, kurzen Durchklicken seiner Fotos: als sich ständig outender Pan Tau Fan kann er eigentlich kein ganz schlechter Mensch sein ...

  • W14xaZ


    Ups. Da wüsste ich schon gern, was dahinter steckt...

    Vielleicht ist ihm aufgefallen daß "Silhouette gegen helleren Hintergrund"
    allein doch ein sehr eintöniges Gestaltunsmittel ist.


    Ich hatte keine Ahnung wer das ist, kannte seinen Namen nicht.


    Flickr-Script? Beschyss. Unehrlich, braucht man nicht.


    Die Bilder? Nach einer Seite auf flickr habe ich den Eindruck ich hab sein
    gesamtes Lebenswerk gesehen.


    Wenn der jetzt hinwirft, ist das für mich kein Verlust.
    Your mileage may vary.

  • Mit dem Flickr-Script ist ein ebook gemeint, das er kostenlos angeboten hatte. Kein Beschiss sondern eine Anleitung zur Selbstvermarktung bei Flickr.


    Ich stand und stehe der Arbeit von Leuthard immer kritisch gegenüber und gleichzeitig scheint mir ein Urteil, das auf wenigen Sekunden scrollen beruht, ein wenig oberflächlich. Aber zum Ausgleich ist es ja mit genügend Selbstvertrauen formuliert...

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  • "Mit dem Flickr-Script ist ein ebook gemeint, das er kostenlos angeboten hatte."


    Nein, es war tatsächlich ein Script (Computerprogramm, das über die API-Schnittstelle auf Flickr zugreift), welches verkauft wurde. Ich habe mich vor einiger Zeit mit der Thematik befasst und war dabei auf sein Angebot gestoßen.

  • Ah, OK, das wusste ich nicht. Ich kannte nur das E-book. Hab jetzt nachgelesen, dass er das mal mit dem Patrick Ludolph (Neunzehn72) unter dessen Namen (Account) ausgetestet und innerhalb einer Woche 10.000 Follower generiert hat. Interessant. Entlarvend. Aber eben nicht nur bezogen auf ihn sondern vor allem auch auf das ganze Social-Media-Ding. Ambivalente Sache.


    Leuthard hat ja übrigens vor einem Jahr schon mal seinen Rückzug bekanntgegeben und sich dann doch noch mal berappelt. Diesmal glaube ich da weniger dran. Also an eine Rückkehr.


    Was die Bewertung seines Tuns angeht, so mögen andere, berufenere darüber urteilen. In meinen Augen hatte er sich intensiv auf die Straßenfotografie eingelassen. Wenn ich es richtig weiß, hat er seinen bürgerlichen Job (teilweise?) dafür an den Nagel gehängt. Technisch war er sicher gut, am Auge hat es auch nicht gefehlt. In wie weit das Ergebnis von Bedeutung oder von künstlerischem Rang ist, scheint mir heute schwer zu beurteilen zu sein. Er ist ganz bestimmt eine geradezu ideale Figur bei der Betrachtung des globalen Phänomens der 'Street-Fotografie' der Gegenwart der 2010er Jahre. Und damit per Definition eigentlich auch jemand, der von den großen Namen der Fotogeschichte getrieben war und teilweise eher epigonenhaft als eigenständig produziert hat. Das ganz 'eigene' bei ihm bezieht sich vielleicht am ehesten noch auf die Art, wie er sein Tun öffentlich gemacht hat. Aber wie gesagt, vielleicht sehe ich das auch falsch.


    Vielleicht braucht es einen zeitlichen Abstand und eine unglaubliche Geschichte wie bei Vivian Meyer, um aus einer geriebenen Fotografie ein Oevre zu machen, über dessen Wert sich der Kunstmarkt zumindest zu streiten bereit ist...

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  • Insgesamt kann ich das Thema "Streeeeeet Photograpy" nicht mehr hören. Zu viele Deppen meinen, mit einer Sucherkamera und 35mm Objektiv auf Menschenjagt gehen zu müssen, um nichtssagende Alltagsschnappschüsse als die große Kunst deklarieren zu können (...sowas wie die Eric Kim Anhänger :ugly::x ).


    :daumenhoch: auf Reisen so wie es der zum Beispiel der "Stilpirat" macht, seh ich das gern aber diese sinnlose rumgeknipse und wenn es ni so geil aussieht machen wir es einfach schwarz/weiß naja... :x

  • Das ist lustig. Ich hätte nicht gedacht dass ich am Ende noch mal in die Verlegenheit gerate, ausgerechnet für Herrn Leuthard Partei zu ergreifen aber ehrlich gesagt wundere ich mich schon über Eure Kommentare.


    'Gewese' hin und 'ni so geil' her. Über das, womit jemand seit Jahren offenbar fast jede freie Minute zubringt, in einer abfälligen Bemerkung zu urteilen, find ich schon hart. Echt. Hätte ich nicht gedacht, hier.


    Ich schau mir das/ den Thomas Leuthard schon lange an und ich möchte dem was ich oben geschrieben habe deshalb noch hinzufügen, dass ich sein Selbstverständnis - insbesondere mit Blick auf die fotografierten Personen - oft nicht mochte. Ich glaube, das Thema hat ihn gegen Ende selbst auch beschäftigt. Die Zahl der Silhouetten stieg dadurch. Aber ich habe und hatte immer Respekt vor der Intensität und der Treffsicherheit, mir der er zu Gange war.

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  • ähm ganz ehrlich warum sollte mir das jetzt Sorgen bereiten das jemand aus freien Stücken sagt ich "will nicht mehr..?!" er ist ja nicht tot :razz:


    Ich kannte den bis gestern überhaupt nicht da ich mir aus Namen eh noch nie was gemacht habe... Ich verstehe die Glorifizierung einiger Fotografen eh nicht... Ich kauf mir ja manchmal die "Photographie" als Zeitschrift und wundere mich ganz ehrlich manchmal was da für Bilder gefeiert werden... :mrgreen:


    Und zum Thema Street hab ich eh ne ganz eigene Meinung..... :roll:

  • 'Gewese' hin und 'ni so geil' her. Über das, womit jemand seit Jahren offenbar fast jede freie Minute zubringt...

    Das in allen Ehren!


    Allerdings bestätigt dieser Fall einmal mehr meine Meinung, dass Klicks, Likes und Follower eklatant überbewertet sind! Ich kannte den Typ bisher auch nicht - wäre ich etwas mehr "Social Media" wäre das vielleicht anders. Ob das gut oder schlecht ist, lasse ich mal offen - auf jeden Fall hätte ich aber etwas meiner Lebenszeit einem Thema gewidmet, das mich offline gar nicht juckt :duck:

    Yakumo Mega-Image 34 - Konica Minolta Dimage A200 - Konica Minolta Dynax 5D - Canon PowerShot G3 X

  • Das in allen Ehren!
    Allerdings bestätigt dieser Fall einmal mehr meine Meinung, dass Klicks, Likes und Follower eklatant überbewertet sind! Ich kannte den Typ bisher auch nicht - wäre ich etwas mehr "Social Media" wäre das vielleicht anders. Ob das gut oder schlecht ist, lasse ich mal offen - auf jeden Fall hätte ich aber etwas meiner Lebenszeit einem Thema gewidmet, das mich offline gar nicht juckt :duck:

    Ich hab den Namen auch nur mal über Paddy gehört. Kann sein dass Paddy ihn mal interviewt hat.
    Und er hat glaub ich mal einen Kamerariemen aus ner einfachen Schnur gemacht, wo viele voll geil drauf waren. Das versucht Paddy ja nun in Leder nachzumachen.
    Naja, den Leuthard wird man sicher kennen wenn man sich für Street interessiert.
    Da ich ja nun ganz andere Interessen habe lauf ich ihm eher nicht über den Weg und bin jetzt auch nicht sonderlich berührt dass er nun die Flinte ins Korn wirft.

  • Ich stand und stehe der Arbeit von Leuthard immer kritisch gegenüber und gleichzeitig scheint mir ein Urteil,
    das auf wenigen Sekunden scrollen beruht, ein wenig oberflächlich. Aber zum Ausgleich ist es ja mit genügend
    Selbstvertrauen formuliert...

    Grins... ja, das kann verwirren.


    Ich bin professionell mehr oder weniger täglich mit der Aufgabe konfrontiert Bilder zu analysieren.
    Aus dreitausend Bildern die zwei besten raussuchen, aus den Moodboards des Kunden raussuchen was
    er eigentlich im Bild will (das kann er nämlich noch lange nicht immer verbalisieren), aus den Bildern
    eines Magazins ableiten was man denen am Besten zur Auswahl schickt um deren Zielgruppe zu treffen,
    die Bildsprache in der Unternehmenskommunikation eines Konzerns analysieren wenn man von denen
    gebucht wird damit man weiss was sie erwarten könnten.


    Man lernt in kürzester Zeit das Wesentliche aus einer großen Menge Bildern zu extrahieren,
    ein Schema, eine Masche zu erkennen.


    Da guckt man dann eine Seite auf Flickr durch, klickt die zweite, dritte, siebte, dreizehnte (...) kurz
    an... und wenn sich dann eine rote Linie durch alle diese Seiten zieht, dann kann man sich eine
    Meinung bilden.


    Beschyss bei Followern und die merkwürdige Vorstellung Streetfotografie wäre tot nur weil er selbst
    nichts mehr machen will - oh, bitte! Der hat mit Fotografie weit weniger zu tun als mit seinem Ego.

  • Allerdings bestätigt dieser Fall einmal mehr meine Meinung, dass Klicks, Likes und Follower eklatant überbewertet sind!

    exakt.
    ...man sehe sich mal Bilder von ebenfalls sehr beliebten Youtubern wie den "angry photographer", mat granger oder ted forbes an.... (wobei der youtube-Kanal von forbes für mich selbst trotzdem sehr sehenswert ist).
    ....oder eben Eric Kim (bei dem ich mich ehrlich frage, wie der so bekannt werden konnte - seine Bilder finde ich belanglos).
    Das Urteil gönne ich mir jetzt einfach mal (ich hab auch täglich damit zu tun, Bilder (allerdings oft Zeichnungen und Gemälde) zu analysieren - Werkanalysen müssen meine 11.Klässler standardmäßig zu Beginn der Kursstufe bis zum Erbrechen üben :mrgreen: .


    John Free hat durchaus mal das ein oder andere gute Foto veröffentlicht. Ebenso - wie ich bereits sagte - Thomas Leuthard. Das mit den Silhouetten mag stimmen, finde ich aber grundsätzlich nicht schlimm. Eintönig würde ich sein Portfolio deshalb nicht bezeichnen. Seine Person selbst mag ich nicht - muss ich ja aber auch nicht.

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