Bye, bye Lightroom...

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    • Bye, bye Lightroom...

      ...werden sich nun wohl nicht wenige Nutzer der Kauf-Version sagen:

      Adobe unveils all-new cloud-based Lightroom CC, rebrands old application 'Lightroom Classic': Digital Photography Review
      Adobe erfindet Lightroom neu | heise online

      Kurz zusammengefasst:
      • Die Mobile- und Desktop-Version wird durch Lightroom CC quasi zusammengeführt. Wesentliches Merkmal ist, neben der Angleichung der Desktop-Version an die Mobile App in Sachen Optik und Funktionsumfang, vor allem die Verlagerung der kompletten Bibliothek in die Cloud.
      • Das klassische Desktop-Lightroom mit erweitertem Funktionsumfang wird es weiter geben und heißt nun Lightroom Classic, hier soll es erhebliche Performance-Verbesserungen geben. Ob die Bibliothek auch bei Lightroom-Classic vollständig in die Cloud hochgeladen werden muss, geht für mich bislang noch nicht eindeutig hervor.
      Der für mich wesentliche Punkt ist aber, dass es weder für Lightroom CC noch für Lightroom Classic CC eine Kauf-Option geben wird, sondern ausschließlich Miet-Modelle angeboten werden. Für mich persönlich bedeutet das, dass ich mich ab heute als langfristige Perspektive nach einem neuen Raw-Konverter umsehen werde...
      Nikon D750 - Sigma 35mm F1,4 DG HSM Art - AF-S Nikkor 20mm 1:1,8 G ED - AF-S Nikkor 70-200mm 1:2,8G IF-ED VR - Nikon SB-700
    • Die Richtung von Adobe ist doch schon seit langem klar, das war also zu erwarten. Im Grunde genommen geht Adobe da nur mit der Zeit, die jüngere Generation wird die Vorteile der immer weiter voranschreitenden Vernetzung gerne annehmen, Desktop PCs sind eh schon lange nicht mehr so angesagt, wie das früher einmal war und mit der Cloudanbindung steht auch der immer beliebter werdenden Mobilität kaum noch etwas im Wege. Alles mit jedem (mit)teilen, überall und jederzeit, das scheint doch der Zeitgeist zu sein. Und wenn man die Zahlen mal betrachtet, scheint Adobe da durchaus erfolgreich zu sein, wider allen Protesten, die es seit der Einführung des Abo Modells gab und gibt. Warum sollte es im Bereich EBV (und Adobe ist ja nicht "nur" Lightroom und Photoshop) anders laufen als im Bereich Film und Musik? CDs und DVDs werden auch langsam aber sicher durch reine Abo Modelle ersetzt, auch wenn der Vergleich leicht hinken mag. Da könnte man auch den Bereich Carsharing mal angucken, wir werden es vielleicht alle noch erleben, dass eigene Fahrzeuge zum Auslaufmodell werden ...

      Ich sage damit nicht, dass ich das gut finde, ich bin mit Desktop Rechnern quasi aufgewachsen und würde mir wünschen, dass ich auch in Zukunft weiterhin so arbeiten kann. Ich würde mir wünschen, dass es den potentiellen Usern frei zu entscheiden bliebe, ob man mit der Zeit gehen (bzw. gegangen werden) will oder beim für einen selbst altbewährten bleiben möchte. Aber solche technologischen Veränderungen setzen sich am Ende meistens durch, die Alternativen, die sich in den Übergangsphasen anbieten, können diesen Prozeß am Ende auch nicht aufhalten, es ist also nur eine Frage der Zeit, bis auch sie sich dem Zeitgeist anpassen müssen und werden.

      Für mich ein Grund mehr, die Dinge, die ich habe, wenn auch in die Jahre gekommen, zu hegen und pflegen und solange wie möglich zu nutzen. Wer immer auf das Neueste schaut, der wird jedoch nicht drumherum kommen, sich anzupassen (und ob man da wirklich schlechter mit fährt, tja, wer weiß?!).


      "Früher war alles besser", das sagt man wohl gerne, wenn einem die Gewohnheiten lieb geworden sind. Und wir verteidigen diese Gewohnheiten mit allen nur erdenklichen Argumenten. Dabei lehrt uns das Leben doch tagtäglich, dass alles nur geliehen ist, auch wir sind nur ein Abo Modell auf Zeit, das steter Veränderung unterworfen ist, ob uns das nun gefällt oder nicht ...


      just my 2 cents ...

      Frank
      Der Augenblick ist jenes Zweideutige, darin Zeit und Ewigkeit einander berühren. Kierkegaard
    • Wenn's nur um Raw-Konvertierung, weniger um Organisation der Dateien geht, dürfte es auch RawTherapee tun. Falls neuere Kameras noch nicht unterstützt werden, dann eben zuerst mit dem Adobe DNG Converter umwandeln. Ist dann ein zusätzlicher Arbeitsschritt mehr.

      Ich mag RawTherapee, auch, weil es den für Linux gibt. :daumenhoch:

      Ich muss aber auch sagen, dass ich nur wenige Funktionen nutze und mich selbst mal schlau über die genaueren Bearbeitungsfunktionen machen müsste. :ugly:

      EDIT: Photoscape X scheint auch ein mächtiges Programm zu sein. Gibt's für Windows 10 und Mac: PhotoScape X - Free Photo Editor for Mac and Windows 10

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von digiknipser ()

    • Picturehunter schrieb:

      Die Richtung von Adobe ist doch schon seit langem klar, das war also zu erwarten. Im Grunde genommen geht Adobe da nur mit der Zeit, die jüngere Generation wird die Vorteile der immer weiter voranschreitenden Vernetzung gerne annehmen
      Im Grunde kann man auch mit Mietmodellen leben, was mich daran stört, ist dreierlei:

      a) Die Mietmodelle sind deutlich teurer als gekaufte Software, die man i.d.R. ja nicht jedes Jahr wechselt. Und die Mehreinnahmen für den Hersteller sind ja auch der einzige Grund, warum die Branche das so vehement vorantreibt. Machen die ja nicht, um mehr Kundennutzen zu erzeugen ...

      b) Nicht nur der eigentliche Bearbeitungsprozess läuft auf dem Cloud-Server ab, nein- man muss auch seine komplette Bibliothek dort betreiben. Jetzt fehlt nur noch die berühmte I-tunes-Klausel, mit der man dem Cloud-Anbieter die Verwertungsrechte an dem gesamten Content einräumt, der über die Cloud läuft.

      c) Man macht sich für immer und alle Zeit komplett abhängig von diesem Anbieter - ein Wechsel ist z.B. nicht mehr möglich, wenn alle Bearbeitungs-Info in der Cloud-Bibliothek liegt. Wenn Du dann versuchst zu kündigen - bye bye, Arbeit der letzten paar Jahre. Und dieses Erpressungspotential weiß Adobe seit Jahren wohl zu nutzen, um die Preise drastisch hochzuziehen.

      Von Datenschutz und Vertraulichkeit fang' ich jetzt gar nicht erst an ...
    • Picturehunter schrieb:

      Für mich ein Grund mehr, die Dinge, die ich habe, wenn auch in die Jahre gekommen, zu hegen und pflegen und solange wie möglich zu nutzen. Wer immer auf das Neueste schaut, der wird jedoch nicht drumherum kommen, sich anzupassen (und ob man da wirklich schlechter mit fährt, tja, wer weiß?!).

      "Früher war alles besser", das sagt man wohl gerne, wenn einem die Gewohnheiten lieb geworden sind. Und wir verteidigen diese Gewohnheiten mit allen nur erdenklichen Argumenten. Dabei lehrt uns das Leben doch tagtäglich, dass alles nur geliehen ist, auch wir sind nur ein Abo Modell auf Zeit, das steter Veränderung unterworfen ist, ob uns das nun gefällt oder nicht ...
      Sehr schön formuliert. Aber im Software-Bereich würde ich mal ganz kühn behaupten, dass früher tatsächlich einiges besser war.

      Ähnlich wie im Musik-Bereich zeichnet sich hier ja schon seit längerem die traurige Entwicklung ab, dass es scheinbar nur noch darum geht, den Kunden so viel Geld wie möglich aus der Tasche zu ziehen. Im Gaming-Bereich ist das ja noch viel extremer. Hat man da früher für gutes Geld ein PC-Spiel gekauft, wurde installiert und gespielt, so lange man wollte, ob allein oder im Netz. Fortschritt wurde freigespielt, nicht erkauft. Und wenn man keine Lust mehr hatte, verkaufte man das Spiel bei ebay noch für ein paar Euros. Das hat sich ja komplett gedreht, man ist auf die Gnade der Spiele-Hersteller und ihrer Aktivierungs-/Multiplayer-Server angewiesen, ohne ständige Internet-Verbindung geht sowieso schon mal gar nichts mehr, usw. usf.

      Aber man muss auch ganz klar sagen, dass im Gaming-Bereich wie auch hier die Nutzer ein Stück weit selbst Schuld sind. Mit illegalen Downloads/Cracks/Raubkopien zu hantieren gehörte ja lange zum guten Ton, gefühlt hatte jeder zweite Bekannte, der ein bisschen Urlaubsfotos aufhübschen wollte, auf seinem Rechner erstaunlicherweise die komplette Adobe Suite, usw. Dass die Hersteller da nicht ewig tatenlos zuschauen würden, war irgendwo auch klar. Nun kehrt sich das gerade genau ins Gegenteil um...

      Subjektiv schrieb:

      Man macht sich für immer und alle Zeit komplett abhängig von diesem Anbieter - ein Wechsel ist z.B. nicht mehr möglich, wenn alle Bearbeitungs-Info in der Cloud-Bibliothek liegt. Wenn Du dann versuchst zu kündigen - bye bye, Arbeit der letzten paar Jahre.

      Das zumindest kann man wohl etwas entschärfen. Laut dem Artikel auf dpreview kann man das Programm nach Abo-Kündigung als "Archiv-System" weiter nutzen und jederzeit Exporte der bearbeiteten Bilder tätigen. Aber die Reiter Entwickeln, Karte, Buch, etc. werden ab der Kündigung ausgeblendet, sodass keine weiteren Bearbeitungen mehr möglich sind.

      Ansonsten gebe ich dir aber in allen Punkten völlig recht...
      Nikon D750 - Sigma 35mm F1,4 DG HSM Art - AF-S Nikkor 20mm 1:1,8 G ED - AF-S Nikkor 70-200mm 1:2,8G IF-ED VR - Nikon SB-700
    • Ich oute mich dann mal als (in diesem Fall) early adaptor:
      Ich habe nutze LR seit LR 4, 5 habe ich übersprungen und 6 dann wieder mitgenommen. Parallel dazu habe ich Gimp in wechselnden Versionen als PS Ersatz genutzt, allerdings eher selten, eigentlich nur wenn ich mal 'ne Einladung oder einen Gutschein gestalten wollte.

      Ich mag an LR einfach die Art, wie ich meine Bilder organisieren kann, Stichwortsuche (wenn ich nicht zu faul zum verschlagworten war), Suchen nach Kamera oder Objektiv, Datum, finde ich fein, nutze ich.

      Dann die virtuellen Kopien, mal eben verschiedene Abzüge vom gleichen Negativ machen, schneller Export in verschiedenen Größen (für mich also "WhatsApp", "DFT", "Groß und Gut", "Hintergrund" und noch ein paar mehr).

      Die Entwicklungsmöglichkeiten sind für mich im wesentlichen alle schnell erlernt gewesen (ein paar verstehe ich bis heute nicht: was bedeutet "Rand entfernen" beim Korrekturpinsel...) und effektiv.

      Dann gibt es allerdings seit LR 6 (und auch jetzt in LR classic CC [im weiteren LR cCC]) die nervende Sache mit dem Tastaturbuffer (mal einfach Pfeil rechts oder links ein paar Sekunden gedrückt halten und hoffen, dass das Blättern bald aufhört).

      Jetzt dann also nur noch als Mietmodell... So ein Mist, denn eigentlich stehe ich auch auf "kaufen und haben". Und dann noch Cloudzwang, geht ja mal gar nicht!
      Dann habe ich mir dann noch ein paar Sachen durchgelesen und festgestellt, dass bei der Verwendung von LR cCC im Gegensatz zu LR CC in Sachen Cloud alles so bleibt wie bisher. Puh!

      Ich hab also dann einfach mal den Sprung gemacht Als Hobbyknipser brauche ich zwar gerade von PS vieles nicht aber ich freue mich dann doch wenn ich es habe und mich mal meditativ für ein paar Stunden mit irgendeinem Projekt beschäftige. Gimp hat funktioniert, keine Frage - aber ich finde jetzt schon PS deutlich einfacher für mich zu verstehen. PS hat früher mal viele hundert Euro gekostet, da hätte ich es mir sicherlich nicht geleistet. So ist es halt bei LR dabei, dafür finde ich jetzt 12€ im Monat nicht zu teuer. Dafür könnte man analog im Monat dann einen Film mit 36 Bildern auf 10x15 entwickeln lassen ;)

      Und ist LR Ccc jetzt schneller als LR 6 bzw. schnell genug?
      Ja, es ist fühlt sich etwas schneller an! Was ich allerdings immer noch nicht verstehe: Warum macht die Benutzung des Grafikprozessors das System DEUTLICH langsamer? Der Rechner auf dem ich LR nutze ist jetzt kein schwachbrüstiger - Ein Dell XPS 15 mit i7, SSD, Nvidia 960m und 16GB Ram sollte für alles schnell genug sein.

      Unterm Strich sehe ich bei LR viel Licht aber auch Schatten, vielleicht schafft es Adobe ja mal, "die Tiefen anzuheben"...
      Ich bleib jedenfalls dabei.

      Schöne Grüße
      Stefan
    • Subjektiv schrieb:


      b) Nicht nur der eigentliche Bearbeitungsprozess läuft auf dem Cloud-Server ab, nein- man muss auch seine komplette Bibliothek dort betreiben. Jetzt fehlt nur noch die berühmte I-tunes-Klausel, mit der man dem Cloud-Anbieter die Verwertungsrechte an dem gesamten Content einräumt, der über die Cloud läuft.
      So ists wenn Du Lightroom CC nutzt. Wenn Du Lightroom Classic CC nutzt bleibt alles beim alten, wie früher die CC Version auch.

      Das neue Lightroom CC (non Classic) ist momentan scheinbar eher für den nicht ganz so professionellen Anwender gedacht.
      Es fehlen so viele Funktionen....
      Wer in JPG fotografiert hat die Kontrolle über seine Kamera verloren.
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    • Blumi schrieb:


      Ja, es ist fühlt sich etwas schneller an! Was ich allerdings immer noch nicht verstehe: Warum macht die Benutzung des Grafikprozessors das System DEUTLICH langsamer? Der Rechner auf dem ich LR nutze ist jetzt kein schwachbrüstiger - Ein Dell XPS 15 mit i7, SSD, Nvidia 960m und 16GB Ram sollte für alles schnell genug sein.
      Das scheint bei jedem auch anders zu sein. Ich habe einen Mac Mini mit Intel Iris Graphics GPU.
      Bis zuletzt war es bei mir auch besser die Grafikbeschleunigung eher abzustellen. Aber vorhin hab ich nun mit Lightroom Classic mal neue Tests gemacht.
      Es scheint bei mir nun eine Tendenz zu geben dass die Grafikbeschleunigung nun was bringt. Manchmal gibts keinen Unterschied ob nun mit oder ohne, aber beim Korrekturpinsel z.B. gehts mit Grafikbeschleunigung nun flüssiger.
      Ich hab mal vor einiger Zeit in einem Youtube Video gezeigt wie es bis vor kurzem war.
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    • Schluss, aus. Momentan läuft ja erst mal meine vorhandene Lizenz weiter aber über kurz oder Lang werde ich mal wieder den Kopf aus dem Salat strecken müssen und etwas neues finden. Abo? Seh' ich nicht ein.
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    • Da passt natürlich das DxO-Angebot wie Faust auf Auge. Wird jetzt mal als erstes getestet. Aber ich bin auch sicher, dass man da in den nächsten Wochen manchen interessanten Artikel in den Computer- und Fotofachblättern finden wird...
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    • Nur noch das eine zur Klarstellung. Ich mag mein LR. Mir war es nicht zu langsam und ich bin halbwegs geschickt damit. Mir gefällt, was ich damit aus meinen Bildern mache.

      Aber ich nutze die vorletzte Version und irgendwann ist ein Update fällig. Selbst die Version 6 erhält aber nur noch Updates und Bugfixes bis Ende 2017. Man MUSS praktisch ins Abo. Oder eben die Pferde wechseln. Ich finde das ärgerlich. Ich wäre gerne geblieben. Aber nicht für 145 Euro pro Jahr. So was widerstrebt mir zutiefst.
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    • le spationaute schrieb:

      Aber ich nutze die vorletzte Version und irgendwann ist ein Update fällig. Selbst die Version 6 erhält aber nur noch Updates und Bugfixes bis Ende 2017.
      Ich nutze aktuell auch die Version 5.7 und habe nach diesen Neuigkeiten kurz mit dem Gedanken gespielt, zumindest noch die 6er-Version mitzunehmen. Aber da meine nächste Kamera wohl erst in einigen Jahren gekauft werden wird, kann ich mir das Geld vermutlich sparen, bis dahin wird auch die 6er-Version veraltet sein, was Kamera- und Objektiv-Profile betreffen wird.

      Außerdem waren die neuen Funktionen in Version 6 (nicht CC!) gegenüber Version 5 ja recht überschaubar, einige interessante Dinge kamen ja erst nach und nach und waren ohnehin schon nur den CC-Kunden vorbehalten...

      Hier noch ein Artikel, der es meiner Meinung nach auf den Punkt bringt:
      RIP Lightroom 6: Death by subscription model: Digital Photography Review
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    • PhilippV3 schrieb:

      Außerdem waren die neuen Funktionen in Version 6 (nicht CC!) gegenüber Version 5 ja recht überschaubar, einige interessante Dinge kamen ja erst nach und nach und waren ohnehin schon nur den CC-Kunden vorbehalten...
      Und viele Anwender haben bei der 6er Version ja zudem über schlechte Performance geklagt. Mit der Geschwindigkeit der 5er bin ich recht zufrieden.

      Aber davon ab, meine persönliche Einschätzung bzgl. der Lizenzformen: was Lightroom anbelangt, hat sich Adobe damit das eigene Grab geschaufelt. Die Foren sind voll mit jetzigen und zukünftigen Abtrünnigen - und wie will Adobe Neukunden gewinnen ? Welcher Fotointeressierte, der jetzt ins "Geschäft" einsteigt und alle Sinne beisammen hat, würde sich für Lightroom entscheiden ?
      Falls es demnächst sogar RAW-Interpreter geben sollte, die bestehende LR-Entwicklungen verstehen, könnte es ganz schnell gehen ...
    • ...Schluss aus, Basta, schlalalala. Abo doof, alles zu teuer. Wirklich? Lightroom gibts im Abo kostenlos zu Photoshop dazu, ziemlich billig oder?!

      Ich weiss, dass es für die Hobby-Knipser nicht so schön ist, aber ansich ist die Nummer spottbillig. Für Capture One soll man das Geld alleine schon für Capture bezahlen. Überlegt mal was früher eine Vollversion von Photoshop gekostet hat. Infolge dessen waren die meisten PS Installationen illegal. Diese Zeiten sind inzwischen vorbei, man bekommt das Programm zu einem Spottpreis inkl. LR.


      Weil hier immer wieder von Abwanderung geredet wird, dass ist nicht der Fall, Adobe rennt von Rekord zu Rekord, dass war ihnen in Zeiten von Klau-Software nicht mehr möglich. Jetzt kommt die etwas harte Nummer, der kleine Endkunde ist einfach nicht relevant genug und ein Kunde, der für eine Software nicht bereit ist, im Jahr 140€ zu zahlen, kann ihnen erst recht egal sein. Was will man mit Kunden, die sich ein drei Jahre altes Lightroom für 80€ inkl Steuer irgendwo vom Grabbeltisch abzweigen und alle paar Jahre für 60€ ein Update kaufen?

      Ich hab das absichtlich mal etwas überspitzt geschrieben, aber das Unternehmen muss wirtschaften.




      Also um nochmal zur Überschrift des Threads zu kommen, Bye Bye kacklangsames Lightroom, willkommen Workflow. Der 2012er Prozess ist endlich Geschichte. Diese Ausgeburt der Langsamkeit, wurde endlich durch einen neuen Prozess ersetzt und jetzt laufen auch die Slider wieder schön flüssig, egal auf welchem Gerät man sich befindet. Das war in den letzten Versionen kaum noch zum Aushalten, was dieses Programm bisweilen rumgekrampft hat. ich habe bei dem Programm zum Schluss mehr Zeit mit Warten, als mit Arbeiten verbracht, wenn ich Events durchgearbeitet habe. Einfach nur deprimierend. Das gibt mir einfach mehr Lebenszeit zurück.

      Die Nimbus Variante, also das neue CC ist für mich uninteressant, auf Klicki-Bunti steh ich einfach nicht und ich frage mich, was man für einen Datentarif haben sollte, um das entsprechend nutzen zu können. Gibt hier in De ja kaum einen DSL Tarif mehr ohne Datenbegrenzung. Zumal mir nicht ganz klar ist, wie man mal eben 100GB uploaden soll, da bin ich mit dem Projekt fertig am classic, bevor die Bilder in CC überhaupt hochgeladen sind. Zumal ich deren Aussagen nicht nachvollziehen kann, 1TB die Cloudlösung für alle ihre RAW Files. Ähhhhhhhhhhhhm, ja für die von dieser Woche, danke abtreten. Die sind der Meinung, dass das für die Archivierung genutzt werden soll, als Datensicherung. Das ist doch lächerlich. Unter 25-50TB braucht man bei einem Fotografen heute doch nicht mehr zu reden.

      Naja, dafür gibts ja weiterhin Classic, dass bekommt heute seine erste Prüfung und dann werden wir mal sehen, ob es auch konstant shnell ist. Das war nämlich auch so eine Eigenart des letzten CCs, dass man besser mal jede Stunde kurz das Programm neustartet....
    • So ist das eben. Der Professionelle freut sich, zumal er die Abogebühren sofort in voller Höhe steuerlich geltend machen kann und der Liebhaber ärgert sich weil er vielleicht Photoshop gar nicht will und braucht und weil er keine Lust hat, sich in ein Angebotsmodell zu fügen, das ihn kontinuierlich Geld kostet auch wenn er das Programm nur ab und zu benutzt.

      Da geht es nicht um Richtig oder Falsch, da geht es einfach um 'passt' oder 'passt nicht'. Und dass man den Leuten, für die ein solches Modell nicht passt, kein anderes Modell anbieten will, wird eben nicht folgenlos bleiben. So macht man den Wettbewerb groß.
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    • ghooosty schrieb:

      Also um nochmal zur Überschrift des Threads zu kommen, Bye Bye kacklangsames Lightroom, willkommen Workflow.
      Ja, das ist sicher erfreulich. Aber außer diesem seit Jahren überfälligen Performance-Schub gibt es irgendwie wenig Neuigkeiten zu vermelden, oder habe ich da was überlesen? Die Bezeichnung "Classic" lässt ja auch irgendwie aufhorchen. Dass die klassische Desktop-Version als solches irgendwann auch ein Auslauf-Modell wird, kann man wohl auch nicht mit Sicherheit ausschließen...

      ghooosty schrieb:

      Adobe rennt von Rekord zu Rekord, dass war ihnen in Zeiten von Klau-Software nicht mehr möglich. Jetzt kommt die etwas harte Nummer, der kleine Endkunde ist einfach nicht relevant genug und ein Kunde, der für eine Software nicht bereit ist, im Jahr 140€ zu zahlen, kann ihnen erst recht egal sein.
      Wenn ich mir den aktuellen Aufschrei im Netz so anschaue, würde ich mal sagen, die Adobe-Kundschaft besteht wohl nicht nur aus Berufs-Fotografen. Und Kleinvieh macht auch Mist, sagt man. Aber ja, wie schon weiter oben geschrieben, das hat sich tatsächlich von einem Extrem (Schröpfen der Software-Riesen) ins andere Extrem (Schröpfen der "normalen" Endkunden) gewandelt. Ich will gar nicht wissen, wie viele derjenigen, die jetzt am lautesten in den heise/dpreview-Foren schreien, früher völlig ohne schlechtes Gewissen mit illegalen PS-Lizenzen gearbeitet haben oder wie viele derjenigen, die sich lauthals über das Aufkommen von Streaming-Diensten im Film/Musik-Bereich beschweren, sich früher ohne mit der Wimper zu zucken riesige Musik/Film-Sammlungen zusammenkopiert haben...

      le spationaute schrieb:

      Und dass man den Leuten, für die ein solches Modell nicht passt, kein anderes Modell anbieten will, wird eben nicht folgenlos bleiben. So macht man den Wettbewerb groß.
      Ja, das ist sicher eine positive Seite daran. ON1 bietet ja meines Wissens bereits den Import der LR-Bibliothek samt Verschlagwortung an. Ich bin mir sicher, dass in absehbarer Zeit solche Angebote zunehmen werden, für solche Lösungen ist ja plötzlich ein ganz neuer Markt entstanden.
      Schade ist es trotzdem, zumal ich sicher nicht der einzige gewesen wäre, der auch eine kräftige Preiserhöhung für ein Update auf ein aktuelles LR als Standalone-Version akzeptiert hätte...
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    • ...Philipp, den Aufschrei gab es doch schon bei der Einführung von Lightroom CC und das war damals riiiiiiichtig teuer. Schreien tun immer alle. 40€ Für nen Handyvertrag, kein Problem, 35€ fürs DSL, kein Problem, 7,10€ für ein Mc Menu, auch alles kein Problem, aber 11,89 fürs Hobby, unbezahlbar. Es sind 11,89€. Adobe hatte damals auf den Aufschrei gehört und ist dann deutlich runtergegangen, woraufhin sie einen riesen Erfolg mit dem Abo-System verbuchen konnten.

      Der Vorteil von CC war und ist, die Updates flattern alle paar Wochen ein, nicht diese ewigen Wartezeiten, bis zum nächsten Upgrade. Deshalb bin ich da auch ein Verfechter geworden, obwohl ich selber damals sehr kritisch war.

      Die Teiliung von LRCC und LRCCclassic wurde auch genauer erklärt. Die Produkte richten sich an zwei unterschiedliche Gruppen von Fotografen. LR classic ist eben für Fotografen die in abgeschlossenen Systemen arbeiten. Es geht um das netzunabhängige arbeiten. Der Name ist einfach nur etwas irreführend...