Canon CP+: Neuigkeiten im unteren Preisbereich.

  • Plastikbajonett gabs schon zu Filmzeiten (EOS500 z.B.).
    Wenns auch nicht hübsch ist ist daran noch keine gestorben bis jetzt.

    Also ich hatte nie eine Kamera mit einem ebensolchen und werde auch nie eine kaufen oder benutzen. Es gibt Dinge, die einfach gruselig sind.

    Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass man so halbweg junge Leute an sich binden kann.

    Naja, die mit wenig Einstiegs-Geld und ausgeprägter Gebrauchtkauf-Phobie vielleicht.


    Aber grundsätzlich - ich glaube, dass es mehr spontane "das Schnäppchen da im Grabbeltisch nehm' mich mal mit, kann man nicht viel falsch machen"-Charaktäre gibt als man manchmal denkt. Wir hier wissen was wir wollen - und was nicht. Da draußen im Leben 1.0 laufen aber viele rum, die sich im MediaMarkt eine Fitnessuhr oder eine Smarthouse-Klospülung kaufen wollen und auf dem Weg zur Kasse mal eben eine "geil, 'ne Spiegelreflex von Kännen für 299..." unter die Achsel schieben.


    Darüber hinaus vermute ich diese Kamera eher in den ost- und südosteuropäischen Grabbelkisten.


    Ständig lese ich, die Sensoren meiner Kameras seien veraltet. Nur merke ich selbst nichts davon...

  • Wobei das natürlich Ansichtssache ist, was man unter viel Kamera versteht. Viel Kamera für wenig Geld war damals die Samsung NX2000 für 179€ im Kit, aber irgendwo 300 bis 400€ für solch eine DSLR Knipse zu bezahlen, ist aus meiner Sicht nicht der Bringer.

    Bei den 179€ Abverkauf und 300-400€ Straßenpreis direkt nach Markteinführung wirfst du aber zwei Sachen etwas durcheinander. UVP der Samsung NX2000 mit unstabilisiertem Kit waren seinerzeit 650€, also ein deutliches Stück oberhalb der 4000D (400€).


    Dass ein Auslaufmodell oft ein besseres Preisleistungsverhältnis haben kann als eien Neuvorstellung sehe ich aber genauso - und als Auslaufmodell war die NX2000 wirklich konkurenzlos günstig.

  • Zu Plastikbajonett kann ich berichten, dass ich seinerzeit als Azubi in einer Foto-Fachabteilung (die von einem Fotografen Meister geleitet wurde) kistenweise Canon EOS 500N über die Ladentheke bugsiert habe. Verkaufspreis war glaube ich inkl. billigem Plastik-Objektiv (28-70 f irgendwas) r. 600,- DM. Das Ding hatte ein Plastik-Bajonett, ein absolutes Billiggehäuse, nur ein Einstellrad für alle Funktionen - und ging wie blöd. Wobei ich die Mängel oft benutzen konnte, um die große, richtig gute Schwester EOS 50E zu verkaufen (Magnesiumgehäuse, Augengesteuerter AF, etc.pp.).


    Unterm Strich sehe ich es wie Visualpursuit, weil es seinerzeit genau so funktioniert hat. Entweder es wurde die "Plastikkamera", ode die große, gut ausgestattete Schwester. Ein fähiger Verkäufer bekommt das auch heute noch im Mediamarkt hin.

  • @Flash
    Es ging um viel Kamera für das Geld. In dem Markt, wo das alte, ähm, neue Schätzchen wildern soll, konkurrieren nun mal auch viele Auslaufmodelle. ;)


    Mal davon abgesehen, der Sensor ist steinalt, der eingesetzte Digic 4 Prozessor hat auch 10 Jahre auf dem Buckel, das Display sowieso....


    Bei dem technischen Stand ist die Kamera ein Aulaufmodell von ca 2010 mit neuer Bezeichnung. Und selbst damals wäre sie im unteren Preissegment zu finden gewesen.