Yongnuo entwickelt eigene Systemkamera

  • Wir hatten vor ein paar Tagen ja schon das Thema, dass die Hersteller keine Kameras bauen, die Nutzer ansprechen, welche nur noch die Bedienstruktur ihrer Smartphones etc. kennen.
    Yongnuo hat angekündigt, dass sie genau solch ein Gerät nun entwickeln:
    Yongnuo announces the development of a new mirrorless system camera! - mirrorlessrumors


    Ob sowas von Erfolg gekrönt ist, wer weiss, aber gut das es jemand tut.

  • Ja, hab's gerade gesehen, danke für's teilen!


    Mal davon ausgehend, dass das schon ein halbwegs authentisches Bild ist, erkennt man hier die absolute Reduktion. Samsung hatte noch einen tiefen Griff, einen EVF, einen wechselbar Akku und ein Daumenrad mit zusätzlicher Klickfunktion. All diese Fototypischen Accessoires lässt YN offenbar weg. Das ist vielleicht auch gar nicht so blöd, weil die Kamera dann potentiell auch mit allen Kameraapps zusammenarbeitet. Die Samsung war diesbezüglich etwas zickig. Aber ein Werkzeug wird sie so vielleicht nicht. Wobei das YN vermutlich egal ist.


    Spannend. Bei YN darf man ja mit einem sehr moderaten Preis rechnen.

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    Ich moderiere in grün, der Rest ist nur meine Meinung ;-)
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  • Ob sowas von Erfolg gekrönt ist, wer weiss, aber gut das es jemand tut.

    Die Kamera auf dem Foto sieht nicht gerade wie eine ergonomische Offenbarung aus. So schmal, mit einem flachen Griff und mit einem Brocken von einem Objektiv? Ne, das würde ich mir nicht antun wollen. Trotzdem teile ich deine Meinung. Es ist gut, das es jemand versucht. Denn immer das gleiche zu bringen ist nicht die Lösung, wie man am stetig schrumpfenden Kameramarkt sieht.

  • Running on Android... Bin gespannt, wann der erste Familienhund, der erste Mensch auf Android läuft und sämtliche Vitalfunktionen direkt in die Cloud dieser Krake schaufelt.


    Ständig lese ich, die Sensoren meiner Kameras seien veraltet. Nur merke ich selbst nichts davon...

  • direkt in die Cloud dieser Krake schaufelt.

    Kleine Anmerkung: in alle möglichen Clouds. Denn alle Cloudanbieter mieten und vermieten sich untereinander Speicherplatz für Clouds. Daten von Applekunden liegen nicht nur bei Apple auf den Servern, sie werden verteilt auf Server von Amazon/Google/MS usw usf. Und auch umgekhert.

  • Cloud Dienste sind abschaltbar. Der Charme von Android liegt in den verfügbaren Apps. Viele davon sind auf einer Kamera durchaus sinnvoll, zumindest, wenn man seine Fotos auch online zeigen möchte.


    Ich habe mittlerweile auch ein Bild der Kamera von vorn gesehen und mich beschleicht der Verdacht, der 'Adapter' könnte fest an der Kamera sein. Hoffe nicht.

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  • Ich kann beide Seiten gut verstehen. Einerseits ist bei Android der Anwender bzw. seine Daten das Produkt. Andererseits lebt es sich heutzutage so schnell, dass man ohne Internet gleich dazu übergehen könnte, in einer Höhle zu leben. Da ergibt es einfach Sinn, auch die Kamera zu vernetzen. Außerdem forscht Google fleißig an der Computational Photography. Lest euch diesen Artikel durch und stellt euch vor was erst mit einer Kamera möglich wäre, die einen größeren Sensor und schnelleren Burst bietet.


    @Stefan


    Wärst du so nett das Foto zu verlinken? Ich weiß nicht welchen "Adapter" du genau meinst.

  • Ich kann beide Seiten gut verstehen. Einerseits ist bei Android der Anwender bzw. seine Daten das Produkt.

    Ähm nein, Android ist ein linuxbasiertes Open Source Betriebssystem, welches erst durch die installierten Apps zur Datenschleuder werden kann, aber nicht muss. Das eigentliche Android System ist genauso harmlos, wie jedes andere Betriebssystem auch, dass auf einer Kamera läuft.


    Android kann auch ohne die ganzen Google Apps betrieben werden. Von daher sehe ich da keinen Nachteil, zumindest keinen grundsätzlichen.
    Andererseits ist Android als Betriebssystem zwar für mobile Einsätze optimiert, aber eigentlich für immer eingeschaltete Geräte geschrieben worden.
    Das unterscheidet die Bedienung nachher fast zwangsläufig im Vergleich zu einer normalen Kamera, die man ein- und ausschaltet, wie man es möchte.

  • Andererseits ist Android als Betriebssystem zwar für mobile Einsätze optimiert, aber eigentlich für immer eingeschaltete Geräte geschrieben worden.
    Das unterscheidet die Bedienung nachher fast zwangsläufig im Vergleich zu einer normalen Kamera, die man ein- und ausschaltet, wie man es möchte.

    Das ist ein sehr gewichtiger Punkt, den ich aus der Erfahrung mit der Galaxy NX nur bestätigen kann. Einerseits ist die Kamera sofort da, wenn man sie aufweckt, tendenziell womöglich sogar schneller als eine konventionelle Kamera. Andererseits verabschiedete sich zumindest die Samsung gerne mal in den Tiefschlaf (sprich: sie schaltete sich komplett ab) wenn man das möglicherweise gar nicht erwartet. In jedem Fall war es so, dass ein Start aus den Tiefschlaf nervtötend war. Da reicht kein Dreh am 'On-Off-Schalter', da war Einsatz gefragt: Einschließlich Kennwort fürs Android und Pin für die Sim.


    Es ist halt doch nicht so wie beim Handy, dass man das Gerät im Grunde immer betriebsbereit hält. Kameras liegen halt auch mal Tage oder Wochen in der Schublade. Deswegen hatte die Samsung eine Voreinstellung, die sie vor sinnlosem Akkuverbrauch schützen sollte und sie relativ häufig einfach herunterfuhr. Das kann dann schon mal nach 1-2 Stunden der Fall sein und dann nervte das erheblich. Falls ihr Euch fragt: Nein, ich habe die Stelle nie endeckt, an der man das dauerhaft hätte unterbinden können. Heute bin ich fitter in Android, damals war ich es nicht.

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  • Erschütternderweise lag ich nicht falsch. YN übernimmt für diese Kamera den EF-Mount.


    Das Ding bekommt also ein schlankes Gehäuse mit einem leeren, fest montierten Adapter-'Rohr' dran. Darauf muss man erst mal kommen... ... Aber es kommt noch besser: hinter dem Adapter werkelt ein Four-Thirds- Sensor mit 16 MP. Also ein 2er Crop. Viel sinnloser geht es nicht mehr. Warum schließt sich YN nicht einfach mFT an und packt einen aktiven Adapter dazu, wenn sie schon meinen, mit so einer Kamera einen Markt für ihre "nachempfunden" Objektive zu generieren?

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  • Ich gehe davon aus, dass sie dort schon startet. Das ist ein 0815 China Smartphone mit aufgedoppeltem Gehäuse für den großen Sensor und die Stabilität mit Objektiv. Daran darf nichts teuer sein.

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  • Was für ein Scheißding.
    Das taktile "Erlebnis" beim betouchen dieses Teil stelle ich mir lieber nicht vor. :roll:
    Das ich da zwar (wahrscheinlich) eine Mini-SIM und eine Micro-SD hineinfummeln muss, aber (wahrscheinlich) nichtmal den Akku wechseln kann, erst recht nicht.
    *würg*


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