Olympus OM-D E-M1X

    • Olympus

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    • Ja, wobei man hier noch darauf verweisen könnte, dass das so oder ähnlich im Prinzip ja auch für Käufer einer 1D-X oder D5 gilt. Aber im Fazit zum AF wird es dann ziemlich unmissverständlich ausgesprochen:
      And if you're starting out fresh and looking for something to shoot fast-moving subjects, larger sensor cameras with more reliable autofocus can be had for less money.
      Autsch...
      Nikon D750 - AF-S Nikkor 24-120mm 1:4 G ED VR - Sigma 35mm F1,4 DG HSM Art - Walimex Pro 14 mm 1:2,8 - Walimex Pro 135mm 1:2,0 - Nikon SB-700
    • Wo ich dem Testurteil zustimme, ist die Konkurrenz durch die Nikon D500, die den besseren AF hat; keine Frage.

      Andererseits hat die E-M1X auch einige Schmankerln, mit denen die D500 nicht aufwarten kann: Der wesentlich bessere Stabi, die 80MP-Verrechnung, die deutlich leichteren Objektive, wenn wir die für so eine Kamera wichtigen langen Brennweiten berücksichtigen. Und die Gehäuse- (und Dichtungs-)Qualität ist der Hammer schlechthin.

      Aber sie ist schon sehr teuer, wenn sie auch nur die Hälfte der einer D5 oder 1D kostet.

      Und sie zeigt Flagge. Ein Zeichen, dass Olympus sich tatsächlich dem (µ)FT-System verpflichtet fühlt.
      Liebe Grüße
      Ernst
      weinzettl.info
    • Sehe ich sehr ähnlich, die D500 erreicht ausserdem nicht annähernd die Serienbildgeschwindigkeit.

      Der AF der Oly lässt sich sehr fein abstimmen. Da stellt sich durchaus die Frage ob das die Tester
      auf Anhieb ideal hinbekommen haben.

      Die Oly mag für eine MFT groß sein, im Vergleich zur D5 oder 1D-X ist sie jedoch sehr kompakt,
      liefert weit höhere Serienbildgeschwindigkeit, bessere Abdichtung... und kostet gerade mal
      die Hälfte.

      Für Bundesligafussball ist das Ding eine ziemliche Ansage.
      Visual Pursuit - 2 Mietstudios, Hensel Rentstation, Fotografie, Workshops - visualpursuit.de
    • VisualPursuit schrieb:

      Für Bundesligafussball ist das Ding eine ziemliche Ansage.
      Warum? Die hohen Framrates werden nur mit elektronischem Verschluss erreicht, wie siehts da mit dem AF aus, bis wann geht der noch mit? Freistellung wird dann also auch nicht mehr benötigt und wer von den Pressefotografen oder Agenturen hat nochmal eine Olympusausrüstung, damit er die E-MX1 anhängen kann?

      Das Ding ist ein Exot, der nicht durch Bildqualität glänzt. Zu einer D500 ist es eine Blende bei 3200, zur 1Dx MKII über 1,5 und zur D5 mal eben 2 Blenden. Ist jetzt nicht so super, wenn man auf kurze Verschlusszeiten muss.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ghooosty ()

    • ernst.w schrieb:

      die Konkurrenz durch die Nikon D500
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass Olympus mit der MX allen Ernstes hofft, Profis vom SoNiCa-Lager rüber zu holen. Ich denke eher, die zielen auf
      - MFT-Fotografen, die zwar grundsätzlich im System bleiben wollen, denen aber für bestimmte Einsatzbereiche die bisherigen Top-Modelle nicht reichen
      - Leute, denen ein Sack voll Vollformat oder APC Objektive einfach zu schwer wird, die bereit sind, für weniger Schlepperei die systembedingten Nachteile des kleineren Sensors zu akzeptieren, die aber ansonsten auf wenig Einsatzmöglichkeiten verzichten wollen (da gehöre ich dazu, bloß dass mir die M1 völlig ausreicht, für das, was ich so jage)
      - Freaks, die Spaß dran haben, eben was anderes zu benutzen als die Masse.

      Alle drei Segmente halte ich für ziemlich klein - ob das reicht, die Entwicklungskosten zu amortisieren, keine Ahnung. Vielleicht ist die MX auch nur eine Art Technologieträger, mit der man an die Grenzen des Machbaren geht und sieht, was davon sich nach unten durchsetzt. Sozusagen Forschungsergebnis, das man auch kaufen kann - wenn's denn Spaß macht.

      Aber wer ausschließlich auf maximale technische Qualität setzt und bereit ist, seine Ausrüstung mit einem Golf-Caddy zu transportieren, wer Stabi nicht braucht, weil er/sie sowieso nur Sport oder Tiere fotografiert - nun, der wird um ein VF nicht herum kommen und es auch bereitwillig schleppen.
    • Subjektiv schrieb:

      Ich kann mir nicht vorstellen, dass Olympus mit der MX allen Ernstes hofft, Profis vom SoNiCa-Lager rüber zu holen.
      Ich auch nicht. Trotzdem steht die M1X in Konkurrenz mit der D500. Für Nikon-Fotografen mit x Objektiven nicht. Für engangierte Neukäufer sicher. Bei Sport fällt auch der für derzeitigen Stand der Technik relativ geringere Dynamikumfang nicht so ins Gewicht, bei Wildlife auch nicht annähernd so wie bei Landschaft. Und für Landschaft ist sie nun wirklich nicht gedacht.

      Wäre ich noch so im FT-System verhaftet wie früher, stünde sie auf meinem Speisezettel. Garantiert, trotz des Preises. Sie liegt einfach traumhaft in der Hand. :)

      Subjektiv schrieb:

      der wird um ein VF nicht herum kommen und es auch bereitwillig schleppen.
      Das mit dem Herumkommen unterschreibe ich, das mit dem Schleppen schon weniger. Meine Arthrose hindert mich da schon ein wenig. Das war die Nikon Z gerade rechtzeitig auf dem Markt. Ein halbes Kilo weniger ein paar Stunden pro Tag an der Hand macht hier tatsächlich einen Riesenunterschied aus.
      Liebe Grüße
      Ernst
      weinzettl.info
    • ernst.w schrieb:

      Ein halbes Kilo weniger ein paar Stunden pro Tag an der Hand macht hier tatsächlich einen Riesenunterschied aus.
      Bei mir war es weniger der Body - der Body der MX ist ja auch nicht so viel leichter als der - sagen wir mal einer A7III. Mein Anwendungsfall sind Wanderungen und Skitouren in den Bergen. Da habe ich gern den UWW Bereich dabei (so um die 14mm KB, möglichst kein Fisheye), den gesamten Standard-Bereich von 24mm - 200mm und natürlich auch ein Tele so um die 400mm (KB äquivalent) mindestens, für die Murmeltiere und Adler. Das Ganze gern an zwei Gehäusen, weil man im Geröll oder am Seil nicht so gern Objektive wechselt. Tja, und das summiert sich bei einem größeren Sensor dann gern auf 8-10 kg hoch, die ich einfach nicht mehr 1.500 Höhenmeter hoch gestemmt bekomme. Das Downgrading auf mfT bringt mir ca.5 kg Einsparung, das merkt man schon, und den Bildern sieht man den Qualitätsunterschied eben nicht an.

      Bloß eine MX braucht man dazu eben nicht, denn die M1 und M5 haben mich auch im strömenden Regen, bei Schnee und -15 Grad nie im Stich gelassen. Pixelshift - geht mit der M1 wunderbar, mit einer Fleecejacke und dem nächsten besten Steinblock als Stativ. Makros - dank der etwas ausgedehnteren Tiefenschärfe des kleineren Sensors problemlos machbar. Fokus-Stacking - kameraintern. Aufnahmen im letzten Büchsenlicht: mit Stabi problemlos aus der Hand, obwohl man selbige schon kaum noch vor den Augen sieht.
      Und werfen oder Steine klopfen tu' ich mit meiner Kamera nicht ...

      ernst.w schrieb:

      Und für Landschaft ist sie nun wirklich nicht gedacht.
      Wieso nicht? Bei 99% der Landschaftsaufnahmen hast Du nicht viel mehr als 8-9 Dynamikstufen drin, das schafft auch die MX. Und wenn es mal im Gegenlicht 12-14 Stufen sind, lass ich entweder ein paar Schatten bewusst absaufen, oder die Sonne im Kern fröhlich überstrahlen. Oder mach halt eine Serie für ein DRI - aber sehr selten. Was ich mir von einem Spitzenmodell noch gewünscht hätte, wäre eine hochkomfortable, kamerainterne Panorama-Funktion. Die könnte man sogar per Firmware noch nachschieben.
    • @ Ernst, engagierte Neueinsteiger landen aber nicht mehr bei Olympus. Um solch eine Kamera zu kaufen, schaut man worein man investiert und da hat mFT ein monstermäßiges Problem, seitdem man noch zusätzlich das Gefühl hat, dass sich Panasonic vom Acker machen möchte.

      Leute die Bergsteigen wollen etc. nehmen dann einfach besser einer E-M1 II oder viel eher eine G9 mit, als diesen Trümmer einzupacken. Die anderen Olys sind ebenfalls gut abgedichtet, darf man immer nicht vergessen. Das Olympus Marketing tut hier geradezu, als wenn die Kamera diesbezüglich was besonderes wäre, aber das können andere auch in einem Rahmen, der wirklich Praxis relevant ist. Für die fünf Leute, die sich damit unter einen eisigen Wasserfall stellen wollen, ist sie natürlich die Erfüllung.

      Am Ende bleibt das ein alter Sensor in einem übergroßen Gehäuse einer Kameragattung, die am Aussterben ist. Als damals Canon die 5D MKIII brachte, haben sie sich ihren eigenen 1D Markt regelrecht kanibalisiert. Diese Gattung der Boliden, deckte mal einen Bereich ab, den man in normalen Kameras nicht bekommen hat. Super schneller Af, super schnelle fps etc etc. das gabs nirgends. Heute macht das jede zweite Kamera. Selbst meine A7RIII ist auf 500.000 Auslösungen ausgegeben und deren AF System steckt die Olys in die Tasche. Bessere ISOs, bessere Dynamik, Sucher ist bei der Oly auch nicht besser, und im 1,5er Crop hat das Ding so viele Pixel wie die Oly oder eine D500. Wer sagt, dass ich eine große Linse brauche im KB, wenn es sich so einfach croppen lässt? Die Oly cropped doch auch bloss. Bei einem kräftigen Regenguss zuckt das Ding nur mit den Achseln und auch Stöße nimmt sie klaglos hin. Ich denke das das ganz schön unterschätzt wird, was die Geräte heute alles aushalten. Es ist einfach Normalität geworden.

      Die Nische wird immer kleiner und kleiner.