Das Schwarzweißquadratische

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    • Das Schwarzweißquadratische

      Neulich habe ich erfahren, dass nicht jeder das Quadratformat mag und, dass es hier sogar einen "bekennenden Quadrat-Hasser" gibt. Vielleicht liegt das an Instagram, Polaroid & Co. und daran, dass die Thumbnails meistens quadratisch sind und dadurch die Proportionen oft durcheinander gebracht werden. Und dass es vielleicht in keinem anderen Format so viel Trash präsentiert wird.

      Wie auch immer, mir gefällt es und ich habe gestern einen Ausflug in das Schwarzweißquadratische gemacht. Eine andere Denkweise. Bei mir hat es sich gezeigt, dass solche Bilder nur dann einigermaßen gelingen, wenn ich im Voraus entscheide, dass ich schwarzweiß oder dass ich im Quadratformat das Endergebnis haben will - oder beides.







      :smile:
    • daex schrieb:

      Bei mir hat es sich gezeigt, dass solche Bilder nur dann einigermaßen gelingen, wenn ich im Voraus entscheide, dass ich schwarzweiß oder dass ich im Quadratformat das Endergebnis haben will - oder beides.
      Interessant. Vielleicht sollte ich mir auch öfter mal solche Aufgaben stellen ...
      Mir gefallen alle drei Aufnahmen gut.

      Ich mache eigentlich nie quadratische Fotos und halte meine Fotos - wenn es nicht gerade Panoramen sind - strikt im 4:3-Format.
      Und SW-Fotos mache ich noch weniger ;-)

      Es gibt jedoch ein Foto, welches ich quadratisch beschnitten habe und in SW umgewandelt habe.
      Das Foto hängt bei mir als Abzug im Flur. Als das Thema "quadratische Fotos" dran war, habe ich es leider verpasst dieses Bild zu posten, daher einfach mal hier ... ich hoffe das ist in Ordnung, da das hier ja eigentlich kein Mitmach-Thread ist.

    • Ich verstehe den Bildbeitrag von @daex eher als Anregung, das quadratische Seitenformat nicht pauschal abzulehnen, sondern als ein Format zu betrachten, das genauso seine Berechtigung hat, wie jedes andere auch. Oft genug ist das quadratische Format genau richtig für so manches Motiv bzw. dessen "Machart", für andere Motive ist es vielleicht das 3:2 oder 4:3 oder 16:9 oder was auch immer. Einen Mitmach-Thread kann man zwar ins Leben rufen, aber braucht es das wirklich, um Überzeugungsarbeit zu leisten? Es steht doch jedem Fotografen frei, es einfach mal auszuprobieren, es ist Teil der Freiheit, die wir alle jeden Tag in unserem Hobby ausleben können. Und ich wette, das so manches Aha Erlebnis dabei entstehen könnte, wenn der eine oder andere feststellt, dass manche Motive erst durch dieses spezielle Format so richtig zur Geltung kommen. Geht mir jedenfalls so, da ich viele Panoramen anfertige, wo nicht selten ein quadratischer Schnitt die beste Wirkung erzielt. Also vielleicht einfach mal machen ... :smile:

      Zu den Bildern:
      Immer wieder schön zu sehen, wie bekannte Motive, die bereits zig Millionen Mal fotografiert wurden, sich immer wieder neu, anders und interessant präsentieren lassen. :daumenhoch:



      Mit liebem Gruß
      Frank
      Der Augenblick ist jenes Zweideutige, darin Zeit und Ewigkeit einander berühren. Kierkegaard
    • :danke: an alle für die netten Kommentare!


      @kleiner_Hobbit: Echt schönes Foto, wäre auf jeden Fall ein Favorit gewesen ;-)



      @Ponti:

      kleiner_Hobbit schrieb:

      da das hier ja eigentlich kein Mitmach-Thread ist

      Ponti schrieb:

      Könnte man ja ändern
      Meinetwegen, ich habe keine Probleme damit, wenn, statt nur Worte, auch Fotos als Antwort oder Illustration der Antwort in einem Nicht-Mitmach-Thread gepostet werden. Allerdings scheint mir das Thema Quadrat eine doch zu kleine Nische zu sein. Ein Sammelthread zu diesem Thema könnte wenig benutzt werden. Aber versuch mal, ich beteilige mich dann gerne mit dem einem oder anderen Beitrag.


      @Picturehunter:

      Picturehunter schrieb:

      braucht es das wirklich, um Überzeugungsarbeit zu leisten?
      Eigentlich wollte ich nicht unbedingt eine Überzeugungsarbeit leisten. Wie Du richtig meinst,

      Picturehunter schrieb:

      Es steht doch jedem Fotografen frei, es einfach mal auszuprobieren
      Für mich persönlich ist das mit dem Quadrat – unter anderem – eine Art "Therapie", um mich ein bisschen davon zu befreien, alles in 16:9 zu sehen. Und es scheint mir, dass das noch in der Kombination mit Schwarzweiß einem minimalistischen oder kontemplativen Stil gut entspricht.

      Picturehunter schrieb:

      Oft genug ist das quadratische Format genau richtig für so manches Motiv bzw. dessen "Machart", für andere Motive ist es vielleicht das 3:2 oder 4:3 oder 16:9 oder was auch immer.
      Ja, wobei es meiner Meinung nach für die meisten Motive kein "richtig" oder "nicht richtig" gibt, sondern sie lassen sich unterschiedlich darstellen. Die gezeigten Motive hast Du auch fotografiert und Deine Art, die Fotos zu machen, ist für mich total überzeugend, nur halt anders.


      @romerike berge:

      romerike berge schrieb:

      Ich habe mit einer Rollei-Cord (Rollfilm 6x6) angefangen ernsthaft zu fotografieren.

      In der Dunkelkammer haben daraus Hoch- und Querformate gemacht um sie auf Papier zu bringen
      Ach Du Armer! Die haben Deine Quadrate einfach auf 3:2 beschnitten? Und wie haben sie sich entschieden, ob das Hoch- oder Querformat sein soll und was weggeschnitten werden soll?

      Bei mir war es umgekehrt: eine Mittelformatkamera konnte ich mir nicht leisten, die Bilder habe ich aber, wo es passte, auf Quadrat beschnitten, oder was immer für Proportionen ich gut fand. (Übrigens, das Papier war auch immer 3:2, oder?)

      @aeirich: :smile:
    • Sehr gut und sehr passend @daex :)

      Nach meinem Verständnis ist das Quadrat wie auch die monochrome Darstellung ein sehr willkommenes Gestaltungsmittel.
      Gemeinsam wie hier oder auch einzeln.

      Es hat wohl eine Zeit gebraucht bis sich die teilweise sehr emotionalen Streitgespräche über "das beste Format" und
      Schwarzweiß "gegen" Farbe legten und sich heute mehr mehr eine allgemeine Akzeptanz jeder individuellen Gestaltung
      in der Fotografie etabliert.
      Dank der modernen Technik ist das ja an jeder Stelle im Bildentstehungsprozess definierbar.

      Persönlich wurde ich fotografisch mit 3:2 im Dia und quadratisch mit 6x6 im Mittelformat, Rapidfilm sowie Polaroid sozialisiert.
      Zu Beginn der Digitalfotografie hatte ich eher Schwierigkeiten mit dem 4:3-Format. Das ist mir bis heute nicht so recht Fisch
      oder Fleisch um es selbst zu verwenden. Bei Bildern anderer spielt das für mich gar keine Rolle.

      Vielleicht machen wir mal einen Formatthread?
    • daex schrieb:

      Und es scheint mir, dass das noch in der Kombination mit Schwarzweiß einem minimalistischen oder kontemplativen Stil gut entspricht.
      Ja, diesen Eindruck habe ich ebenfalls. Wäre interessant, dies mal zu "entschlüsseln ... :smile:


      daex schrieb:

      wobei es meiner Meinung nach für die meisten Motive kein "richtig" oder "nicht richtig" gibt, sondern sie lassen sich unterschiedlich darstellen.
      Absolut!


      Hier noch ein Beispiel eines bekannten Hamburger Gebäudes, das an sich gar nicht mal so besonders interessant ist. Aber aus einem bestimmten Blickwinkel betrachtet, in SW dargestellt und im quadratischen Format präsentiert, wirkt es fast wie eine moderne Skulptur. Im Panoramaformat und in Farbe funktioniert das so nicht ...





      Mit liebem Gruß
      Frank
      Der Augenblick ist jenes Zweideutige, darin Zeit und Ewigkeit einander berühren. Kierkegaard
    • daex schrieb:

      Ausflug in das Schwarzweißquadratische
      Wie machst Du die Aufnahmen?

      Erst normal und dann beschneiden oder fotografierst Du gleich in 1zu1? Bei meinen Kameras kann ich als Aufnahmeformat ja gleich 1zu1 auswählen. Es geht um den Bildausschnitt. Wenn ich wie meist in 4:3 fotografiere würde es mir schwer fallen, von vorn herein dass was ich später im Quadrat haben möchte, passend zu platzieren.
      Gruß aus Berlin
      Thomas

      Seligenstadt / Flughafen
    • @Axel:

      Axel schrieb:

      Zu Beginn der Digitalfotografie hatte ich eher Schwierigkeiten mit dem 4:3-Format. Das ist mir bis heute nicht so recht Fisch
      oder Fleisch um es selbst zu verwenden. Bei Bildern anderer spielt das für mich gar keine Rolle.
      So geht es mir auch. Wenn ich mal eins von tausend Fotos zu 4:3 beschneide, dann eher aus Not, weil etwas weg und etwas bleiben muss. Glücklich macht mich das irgendwie nicht.

      Axel schrieb:

      Vielleicht machen wir mal einen Formatthread?
      Was meinst Du genau?


      @Picturehunter:

      Picturehunter schrieb:

      wirkt es fast wie eine moderne Skulptur
      Genau. Auf den ersten Blick dachte ich, Mensch, schon wieder fehlt mir ein wenig Platz dort oben. Aber wenn man das besser betrachtet, sind die Dreiecke nur so richtig. (Trotzdem würde ich oben noch ein paar Pixel frei lassen, das ist aber Geschmackssache.) Fantastisch, was man alles aus Dreiecken machen kann. :daumenhoch: Hier meine kleine „Analyse“, so auf die Schnelle:



      @Bonobo:

      Bonobo schrieb:

      Erst normal und dann beschneiden oder fotografierst Du gleich in 1zu1? Bei meinen Kameras kann ich als Aufnahmeformat ja gleich 1zu1 auswählen. Es geht um den Bildausschnitt. Wenn ich wie meist in 4:3 fotografiere würde es mir schwer fallen, von vorn herein dass was ich später im Quadrat haben möchte, passend zu platzieren.
      Unterschiedlich:

      • Die einfachste Methode (so habe ich die hier oben gezeigten drei Fotos gemacht): Einstellung 1:1, raw+jpg, s/w. So kriege ich eine jpg-Datei eher als Vorschau von was ich wollte und eine raw-Datei, um zu bearbeiten. Für die raw-Datei gelten die Einstellungen nicht, so dass ich später ein bisschen links/rechts oder unten/oben versetzen kann (je nach dem, wie ich den Fotoapparat gehalten habe).

      • Wenn Deine Kamera eine Einstellung für Gitterlinien im Sucher hat, wäre das auch gut – statt 1:1 oder in Kombination damit.
      • Mit DSLR ist es anders, da sehe ich durch den Sucher nur 3:2. Bei mir sind keine Gitterlinien im Sucher, nur ein Paar „Hilfslinien“. Mit ein bisschen Übung/Vordenken kann man das trotzdem gut schaffen.
      • DSLR-Live View benutze ich nicht. Einige meinen, dies helfe beim Fotografieren auf dem Stativ oder aus irgendwelchen ungewöhnlichen Perspektiven. Mir ist das aber irgendwie fummelig und ich habe nicht den Eindruck, dass mir das wirklich was bringen würde. Aber vielleicht würde Dir das helfen, weil man da auch die Gitterlinien sieht - und die sind das Beste dafür.


      Wenn ich unsicher bin, wie ich es später beschneide, mache ich noch einen Schritt nach hinten, um ein bisschen mehr Freiheit beim Beschneiden zu haben. (Oder auszoomen, wenn Du ein Zoom-Objektiv benutzt.) Dies finde ich besonders wichtig, wenn ich vorhabe, später noch die Perspektive zu bearbeiten (fallende Linien usw.).

      Nur für slow photography: Damals, sehr damals, hatte ich in meiner Tasche, abgesehen von einem Diarahmen, noch ein Stück Karton der gleichen Größe mit einem quadratischen Loch. Wenn man dadurch sein Motiv betrachtet, weiß man genau, wo das Bild oben und unten enden soll. Was links und rechts noch dazu kommt, ist egal, wird sowieso abgeschnitten. (Btw: Neulich habe ich einen Touristen gesehen, der sich einen kleinen, offensichtlich selbstgebastelten, Karton-Sucher auf den Fotoapparat aufgeklebt hat. Da es sich um eine spiegellose Systemkamera handelte, glaube ich nicht, dass er das wegen der Format-Kontrolle hatte, sondern vielleicht wegen Panning, wenn er mit seinem elektronischen Sucher Schwierigkeiten hat.)
    • daex schrieb:

      Genau. Auf den ersten Blick dachte ich, Mensch, schon wieder fehlt mir ein wenig Platz dort oben. Aber wenn man das besser betrachtet, sind die Dreiecke nur so richtig. (Trotzdem würde ich oben noch ein paar Pixel frei lassen, das ist aber Geschmackssache.) Fantastisch, was man alles aus Dreiecken machen kann. Hier meine kleine „Analyse“, so auf die Schnelle:
      Sehr gut und anschaulich dargestellt, klasse! :daumenhoch:

      Und genau so kann es auch gehen, ein Motiv und ein passendes Bildformat zusammenzubringen. In vielen Lehrbüchern finden sich z.B. vergleichbare Bildbeispiele, wo ein beliebiges Motiv auf bestimmte Kompositionselemente reduziert dargestellt wird. Das macht es deutlich einfacher, sich einen passenden Bildaufbau und ein dazu geeignetes Seitenformat auszuwählen. Vielleicht liegt genau darin auch der Reiz von minimalistischer SW Darstellung, da diese Kompositionselemente einfach klarer erkennbar sind ...



      Mit liebem Gruß
      Frank
      Der Augenblick ist jenes Zweideutige, darin Zeit und Ewigkeit einander berühren. Kierkegaard