Posts by Axel

    Wer braucht oder kauft heute noch Blitzgeräte?

    Und wenn - warum dann von "Metz"?


    Fragen die sich die Metznachfolger offenbar zu wenig überlegt haben. Das erinnert mich etwas an Rollei. Eine starke Marke mit starken Kernprodukten die aber allesamt aus der Zeit gefallen sind.

    Nikon hat jahrzehntelang so viele Altlasten mitgeschleppt daß ihnen das nun auf die Füße fällt.

    Canon und Minolta/Sony haben den Schritt zum zukunftsfähig(er)en Anschluß vor über 30 Jahren gemacht.


    In diesem Zusammenhang hat m.E. übrigens Pentax die glücklichste Hand gehabt. Das Auflagemaß hat lange Zeit alle möglichen Varianten an Objektiven und Adaptionen mitgemacht.

    Und das ohne die Anwender zu knebeln ;)

    Ich habe auch vor Digitalzeiten schon Objektive adaptiert. Einschränkungen gab es hier und da aber das betraf eben "nur" bestimmte Automatikfunktionen.

    Bei zu langem Auflagemaß des Gehäuses (Nikon) ging allerdings optisch nahezu nichts. Das hat Nikon bis in die jüngste Zeit beibehalten. Ich halte das marktpolitisch für falsch.

    So war es gemeint.

    ein Bärendienst am eigenen System, weil die Objektive eines Fremdsystems auch bei den meisten Fotografen geblieben sind und daher jederzeit wieder am angestammten System verwendet werden können - sobald nur ein attraktiver Body da ist

    Das ist aber schon länger Gang und Gäbe. Außer bei Nikon.

    Sony, Pentax, Canon und Fuji sind bei mir u.a. prima Adaptionsgehäuse. Mit MFT geht das doch auch.


    Andersrum - also mit der Denke Kunden per Anschlussdiktatur ans eigene System zu binden - ist retro. Das finde ich genauso überkommen wie diese leidige Ladeanschlußarie bei Telefonen.

    - Fuji: Ein sowieso schon minimaler und aktuell noch weiter schrumpfender Marktanteil und das in einem in sich zusammenfallenden Markt. Die Imaging-Sparte ist ein winziger Teil des Gesamt-Konzerns, siehe Sony, der hier aber lange Zeit rote Zahlen geschrieben hat. Fuji selbst ließ vor einiger Zeit verlauten, dass die kleinen Gewinne, die sie dann zeitweise erwirtschaften konnten, im Grunde nur dem Erfolg der Instax geschuldet waren. Der interne Druck dürfte enorm sein.

    Ja und nein. Ja, Fujis Marktanteil ist vergleichsweise gering und über die Zeit auch instabil. Nein insofern als daß Fuji sich permanent neu erfindet und so die Film- als auch die Digitalfotoprodukte immer wieder so innovativ zu gestalten weiß daß rentable Umsätze fliessen.


    Die Märkte von heute und morgen sind und werden immer dynamischer. Dort rentable Produkte zu etablieren ist eine Sache. Das langfristige Kapital sehe ich aber in der Fähigkeit Entwicklungen richtig einzuschätzen und zügig sein Produkt zu präsentieren. Davon hat Fuji eine ganze Menge.

    ... und zwischenzeitlich zu lesen ist, dass es ab 2021 keine neuen M-Cams mehr geben und das M-Bajonett eingestampft werden soll.


    Da freut sich der Kunde ...

    Das habe ich von Anfang an kommen sehen. Ich sehe es als Erfahrung, Canon wird es verschmerzen und schliesslich ist ja im zweiten Anlauf mit dem R-Bajonett was gutes rausgekommen.


    Für mich sind Canon, Sony und (mit Abstand) Fuji zur Zeit die Kandidaten um die ich mir die wenigsten Sorgen mache im Kameraweltmarkt.

    Und gerade die "tollen, lichtstarken KB-Objektive", sind mittlerweile derart gut ab Offenblende, dass es definitiv keine qualitativen Gründe mehr gibt, abzublenden, das macht man mittlerweile eigentlich nur noch aus gestalterischen Gründen...

    Erstens das und zweitens muß ein MFT-Objektiv genauso gut gebaut sein um die gleiche Leistung auf den Sensor zu bringen.

    Pauschalaussagen gibt es so dazu so nicht.

    Dann beträgt der Gewichts- und Volumenvorteil bei MFT um die 30 Prozent gegenüber dem Kleinbildobjektiv.

    Das kann einen Vorteil im Markt bedeuten, ist aber m.E. kein Killerfeature. Und die Marktanteile in den letzten Jahren zeigen das ja auch.

    Für mich geht es hier einzig um die Frage was es für einen Platzerhalt im Kameraweltmarkt an objektivierbaren Argumenten geben kann.


    Unter den bekannten angespannten und schnellebigen Bedingungen.


    Qualität fällt mir gerade ein. Was immer ich von Olympus bisher in der Hand hatte fühlte sich stabil und ordentlich verarbeitet an.

    Ein Kriterium was lange Zeit herausragend war in einem Markt der seine Kunden schon öfter mal mit billigen Plastiklösungen genervt hat.

    Inzwischen habe ich allerdings einige chinesische Produkte kennengelernt in denen eben das, solide und präzise Bauweise, nahezu perfekt umgesetzt wurde.

    Also ist auch das inzischen keine heilige Kuh mehr.

    Ich habe von MFT 4 völlig unterschiedliche Bodies von 2 Herstellern und 8 Objektive von 3 Herstellern, die ich verschiedenst kombinieren kann.

    Ich habe ebenfalls völlig unterschiedliche APSC- und Kleinbildgehäuse von Sony, Canon und Fuji die ich mit meinen "unzähligen" Objektiven kombinieren kann :lol:

    Ja Ernst ich gebe Dir da vollkommen Recht.


    Nur: für wieviele Anwender mit genau Deinen Anforderungen ist ausgerechnet ein MFT-System die Lösung?


    Viel Telebrennweite bei geringstem Gewicht und gleichzeitig hoher Schärfentiefe gibt es in diversen Kompakten.

    Ohne Objektivwechsel und mit signifikanter Einsparung an Gewicht und Volumen.


    Im Unterschied zur Anfangszeit von Fourthirds musst Du heute schon richtig suchen um die Vorteile des etwas größeren Sensors bei MFT gegenüber solchen Kompaktkameras herauszustellen.


    Ich bin auch deutlich in der zweiten Lebenshälfte und immer leichter und schlanker unterwegs. Wenn mir meine Systemkameras. ob Kleinbild oder APSC, zu beschwerlich sind bleiben sie schlicht zuhause. Ich mache da keine Wiegeaktionen vorher. Und ich schätze eben daß mehr potentielle Käufer das heute so oder ähnlich lösen .

    Manchmal ist die geringe Schärfentiefe von Kleinbild sogar sehr störend

    Korrekt. Manchmal brauchst Du aber auch Weitwinkel mit geringer Schärfentiefe :winke:

    Es kommt eben immer darauf von wo aus man guckt.

    Sicher ist die Gewichts- und Volumenersparnis von APS-C gegenüber Kleinbild nicht so groß.

    Gleiches gilt aber äquivalent beim Vergleich MFT-APSC.


    Und MFT-KB? Da ist ein Unterschied aber ernsthaft wird niemand 213g Mehrgewicht eines Vollformatgehäuses als no-go sehen. Abmessungen schon gar nicht.

    ProCapture, ND Filter, FokusStacking

    Ich bin zwar kein Maßstab aber mir sagen diese Begriffe rein garnichts. Und alles was man erklären muß ist eben ... schwierig als Verkaufsargument.


    Und der allgemeine trend weg von den Systemkameras hin zu Multifunktionsfon oder Individualgerät hilft MFT auch nicht gerade. Da haben sie nichts.

    Bestimmt ein Drittel der Hobbyfotografen die ich persönlich kenne, könnten ihre Bilder genausogut mit MFT machen.

    Selbstverständlich. Aber auch mit vielen anderen aktuellen Gerätschaften. Da sehe ich den Punkt. Kompakte sind inzwischen grandios gut und APS-C preiswert und klein zu haben.


    Wer heute wechselt der wechselt ganz gezielt. Das Angebot ist vergleichsweise riesig und die Chance für MFT dort zu bestehen ungewiss. MFT hat zwar ein komplettes Programm aber nichts was man heute so schön werbetechnisch "Alleinstellungsmerkmal" nennt. Womit man werben könnte.