Posts by Franz

    Bildecken auffüllen


    Praktisches Anwendungsbeispiel der Verformungs-Funktion:


    Das Originalbild, leider etwas verdreht:


    Drehen und Beschnitt liefert schwarze Ecken, weil die Baumkrone nicht wegfallen sollte:


    Nun werden die Ecken mit der Verformungs-Funktion gefüllt. Hierzu dienen drei Splines: die Splines links oben und links unten entlang den Bildkanten werden später aus dem Bild bewegt, um die Ecken aufzufüllen. Der mittlere gekrümmte Spline bleibt fest, er verhindert, dass die innen liegende Bildregion verzerrt wird:


    Durch Ziehen der Splines an den Bildkanten nach außen entsteht das Ergebnis:


    Alternativ kann man die Ecken auch auffüllen, bevor man das Bild beschneidet. Dann ist die Handhabung der Splines etwas einfacher, nur kann man das genaue Endergebnis in diesem Fall nicht während der Verformung, sondern erst nach dem letzten Beschnitt richtig beurteilen.

    Mit der Monitoreinstellung steh ich noch auf Kriegsfuß, die Farbschattierung ist fast weg im Graukeil, dafür zu blau, da brauch ich mal Muse zum einstellen.

    Ist auf deinem System ein Bildschirm-Profil hinterlegt? Falls ja, wie sieht der Verlauf aus, wenn du es deaktivierst (bei JPG-Illuminator im Optionen-Menü das Farbmanagement abschalten)? Ich habe schon gesehen, dass automatisch von Windows eingespielte Monitor-Profile sich manchmal eher negativ auf die Darstellung auswirken.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich dein Anliegen richtig verstehe. Auch ist mir unklar, worauf du hinaus willst.


    Was jetzt auffällt ist: Daß rechts und links ein Streifen entsteht, bevor die Überblendung einsetzt.

    Meine Frage dazu wäre: Ob sich das nicht gleichmäßig verteilen läßt.

    Meinst du den Grauverlauf? Der setzt sanft ein, wird dann steiler und läuft wieder sanft aus. Das muss man so machen, denn sonst nimmt man eine Stufe wahr, wenn der Verlauf nicht am Bildrand sondern innerhalb des Bilds beginnt oder endet.

    So das an den Ecken diagonal die gleichen Werte entstehen.

    Ich meine die Werte in den gegenüberliegen Ecken sind schon identisch, das sieht vielleicht anders aus, ist aber eine optische Täuschung.

    Bei meinem Monitor sind die entstandenen kleinenBänder nicht wirklich grau, obwohl sie in der RGB Anzeige wicklich gleich sind

    Das ist jetzt aber ein ganz anderes Problem oder? Schau mal, wie ein solches Graustufentestbild bei dir dargestellt wird: https://www.eizo.de/fileadmin/…d/monochrom_1920x1200.jpg

    mol : Das freut mich! :-)


    Funktioniert unter Linux/Wine auch das Farbmanagement? Im Gegensatz zu allen Algorithmen ist das nämlich nicht selbst implementiert, sondern stützt sich auf Windows-Funktionaliät.

    Version 5.1.6.0 ist online.


    Es gibt eine neue Funktion zur Verwaltung von Programmeinstellungen und eine Fehlerkorrektur:

    • Mit dem Dialogfeld "Programmeinstellungen zurücksetzen" steht nun eine Funktion zur Verfügung, um bei Problemen bestimmte Teile der Einstellungen von JPG-Illuminator zurückzusetzen. So lassen sich eine verstellte Bedienoberfläche oder merkwürdige Voreinstellungen etc. auf einen Schlag wieder in den Auslieferungszustand bringen. Bei dieser Aktion wird eine Sicherheitskopie der Programmeinstellungen erstellt, die bei Bedarf wiederhergestellt werden kann. Außerdem legt JPG-Illuminator bei Versionsänderungen jetzt automatisch Sicherheitskopien an, auf die zurückgegriffen werden kann. Das Dialogfeld lässt sich aus dem Optionen-Menü öffnen.

    • Fehlerbehebung: Unter Umständen konnte der Fall eintreten, dass der Arbeitsbereich mit den Bedienelementen die halbe Bildschirmfläche einnahm und nicht verkleinert werden konnte.

    Wenn nein, dann gehe ich von einem Windowsproblem mit meiner neuen SSD aus.

    Ich glaube nicht, dass so etwas die Ursache sein könnte.


    Wir hatten aber schon des öfteren Probleme mit Bildern, die besondere EXIF-Daten enthielten. Darum fragte ich, ob der Fehler nur bei bestimmten Bildern auftritt. Wenn ja, könntest du so ein Bild an Bertram oder mich schicken.

    schon mal RAW Therapee aus JPG-Illuminator aufgerufen?

    Das geht mit Strg+F5 oder dem Befehl "Datei / Original (RAW bzw. JPG) öffnen:


    JPG-Illuminator sucht dann nach RAW-Dateien in dem Bildverzeichnis und in den Unterverzeichnissen und falls er die zum Bild gehörende RAW-Datei findet, startet er den passenden RAW-Konverter und übergibt die RAW-Datei. Damit das klappt, muss man den RAW-Konverter bekannt machen. Das geschieht in dem Dialog "Konfiguration externer RAW-Konverter":


    Hier habe ich u.a. RAW-Therapee eingetragen. Die Liste ist zunächst leer. Du gehst auf "Hinzufügen" und wählst die Exe-Datei deines RAW-Konverters aus. Dann gibst du noch die RAW-Suffixe der Dateien an, die JPG-Illuminator an diesen RAW-Konverter übergeben kann. Man kann so unterschiedliche RAW-Dateitypen unterschiedlichen Konvertern zuordnen.


    Im Handbuch ist das im Kapitel "3.11.8 Externe RAW-Konverter" genauer beschrieben.


    Der Workflow funktioniert damit folgendermaßen: Zunächst entwickelst du die RAWs z.B. mit RAW-Therapee. Wenn du dann Feinschliff mit JPG-Illuminator machen willst, öffnest du das JPEG, das von RAW-Therapee erzeugt wurde und bearbeitest es ganz normal. Wenn du jetzt meinst, du musst doch nochmal in den RAW-Konverter, um z.B. die Rauschunterdückung zu justieren, dann drückst du Strg+F5 und das Bild öffnet sich in RAW-Therapee. Wenn RAW-Therapee dann das JPEG überschreibt, lädt ji es neu von der Platte, sobald du wieder auf JPG-Illuminator umschaltest.

    Soviele Threads bei denen es nicht nur ums reine Bilderzeigen geht haben wir hier ja nicht. Also wenn das hier ein bisschen vermischt ist, macht das doch nichts.



    Im Grunde werden hier zwei Fragen thematisiert:

    1. Wenn ich mit JPEGs arbeite, wie stelle ich die Kamera geeignet ein?
    2. Wenn ich doch mal zu RAW greife und dann am Ende Feinschliff mit einem anderen Programm machen möchte, wie gehe ich vor um die Programme effektiv zu kombinieren?

    Ich finde diese Fragen sind elementar. Klar, wenn man sich grundsätzlich für RAW-Entwicklung und für eines der großen kommerziellen Pakete entscheidet, sind diese Fragen beantwortet.


    Als Profi würde ich meinen primären Workflow wohl kaum auf eine Kette verschiedener Programme mit verschlungenen Übergabewegen und unterschiedlichen Konzepten aufbauen. Aber als Hobbyist muss ich mich ja nicht immer von Effizienzerwägungen leiten lassen, sondern kann auch mal ein bisschen irrational Werkzeuge kombinieren, weil es Spaß macht.



    romerike berge : Hast du schon mal RAW Therapee aus JPG-Illuminator aufgerufen?

    welche Cam-Einstellung empfiehlst du für JPG Bearbeitung mit JI?


    Leuchtend, natürlich, lebendig, Landschaft?

    Ich kenne mich mit den Pentax-Presets nicht aus, aber ich würde etwas relativ neutrales wählen. Landschaft z.B. hat oft angehobene Kontraste und verstärkte Blau/Grün-Töne. Vielleicht wäre "natürlich" hier das richtige? Die Kamera sollte die Schatten nicht zulaufen lassen, nichts überschärfen und auch die Farben nicht übersättigen. Wenn möglich würde ich auch die Rauschunterdückung runter regeln.


    Zu flau ist aber auch nicht so gut, dann kann man die Bilder überhaupt nicht mehr unbearbeitet verwenden und die Gefahr von Tonwertabrissen nimmt zu, wenn man bei den JPEGs immer nachträglich viel Konrast und Farbe hinzuregeln muss.

    Wenn ich in der Cam SW einstelle, ist das RAW (bei RAW+) trotzdem farbig. Ist dieses RAW neutraler, weil vom RAW-Konverter keine Voreinstellung übernommen werden?

    Das könnte sein. Aber ich vermute im RAW stecken trotz s/w-Einstellung alle sonstigen Informationen hinsichtlich Weißabgleich, Kontrast etc. und der Konverter macht am Ende genau das gleiche aus dem Bild wie wenn das JPEG auf Farbe steht. Müsste man aber mal ausprobieren.

    Das ursprüngliche Kamera-JPEG ist viel neutraler als das entwickelte RAW abgestimmt. Das sieht man z.B. an dem viel unruhigeren Bokeh der RAW-Entwicklung.

    Ich habe das Kamera-JPEG jetzt nochmal mit ji bearbeitet: Klarheit, Schärfen, Schatten, Kontrast, etwas dunkler:

    ich bin immer wieder verblüfft, wie viele von euch beim Entwickeln von Fotos mehrere Programme einsetzen

    Wir sind halt agil, nutzen Public-Domain- und freie Software ... :razz:


    Aber im Ernst, zum Teil sind bestimmt auch historische Gründe die Ursache, niemand würde seinen LR-Katalog und die zu den Bildern gehörenden Einstellungen einfach so wegschmeißen und so verhält es sich auch mit den JPG-Illuminator-Einstellungen.


    Ein anderer Grund sind die Ladezeiten der fetten Programmpakete. Ein Bekannter von mir schwört z.B. auf DxO. Das braucht bei ihm seit dem letzten Update fast zwei Minuten nur zum Starten. In der Zeit habe ich mit ji schon 5 Bilder bearbeitet.


    Zu guter letzt: sag denen bei Adobe mal, was für ein LR-Feature du noch brauchst. :lol:


    was kann der JI, was RT nicht kann

    Ich bin nicht auf dem neuesten Stand was RT angeht, aber soweit ich weiß kann es weder stempeln bzw. lokal bearbeiten, noch kann es Bilder scannen, dehnen, mischen, beschriften, Rahmen hinzufügen etc. Und auf dem Stick zu einem anderen Rechner mitnehmen kannst du es auch nicht.

    Das ist prima! Die Übergabe als PNG anstatt JPG kann sich wirklich lohnen, weil im PNG feinere Farbabstufungen möglich sind.


    Zwar unterstützt JPG im Prinzip genau wie PNG 8 Bit pro Farbkanal, das Bild wird aber bei der JPG-Kompression immer in den YCbCr Farbraum konvertiert und dann gespeichert und beim Laden wieder zurückkonvertiert, was bezüglich der Farbabstufungen zu sichtbaren Verlusten führt. Diese Verluste werden bei der Übergabe als PNG vermieden.