Posts by VisualPursuit

    Olympus hat Video komplett verpennt und das obwohl so

    viele Filmer auf Systeme mit MFT-Bajonett setzen


    Und sie haben es in all den Jahren nicht geschafft ihr Menü

    aufzuräumen. Da kam eins zum anderen.

    Dass da gleich mal Richtung Pentax getreten wird, ärgert mich.

    Keiner weiss wie es denen finanziell geht, und sie haben selbst

    im Vergleich zu Olympus einen sehr kleinen Marktanteil.

    Daß man sich da fragt, wie sie die Entwicklung neuer Kameras

    und Objektive stemmen wollen empfinde ich jetzt nicht sooo

    ungewöhnlich. Dazu muss man nicht treten.

    Canon M hat nur ein einziges Problem - es gibt keinen Migrationsweg zu Canon R.

    Ansonsten ist es profitabel, vergleichsweise preiswert, leistungsstark und verkauft

    sich recht gut. Da sehe ich auch auf die absehbare Zukunft noch Potential.


    Bei Fuji habe ich aktuell keinen Überblick wie die Geschäftszahlen aussehen.

    Gefühlt halte ich die für überlebensfähig. In meinem Umfeld haben vor allem

    Leute mit Nikons eine Fuji dazugenommen oder sind ganz gewechselt.

    Einige von denen sind zu Nikon Z zurück.


    Canon, Sony, Nikon (in genau der Reihenfolge) haben die besten Überlebenschancen.


    Olympus hat zwar eine lange Tradition- aber sie haben auch schon mal

    das Kamerageschäft fast aufgegeben gehabt. Dito für Pentax.


    MFT war in meinen Augen ein Übergangsssystem, der Versuch alles kleiner

    zu machen. Das kommt jetzt zum einen an seine physikalischen Grenzen, zum

    anderen zeigen die aktuellen Canon M Modelle, daß auch größere Sensoren in

    kleine Gehäuse passen.


    Das größte Problem für Olympus bleibt die Bedienoberfläche.

    Dazu haben sie schon bei der Einführung der OM-D EM-5 nicht nur

    von mir sehr detailliert Kritik bekommen, aber das führte zu

    keinerlei substantiellen Änderungen. Parallel werden alle anderen

    besser und leistungsfähiger. Da verbietet sich das Ausruhem auf

    dem Ruhm der frühen Jahre. Aber leider passiert genau das.

    Ich hoffe, die EU und unser gesamtes System übersteht das irgendwie.

    Ich weiss gar nicht ob das so wünschenswert ist.


    Wir haben auch die Option auf einen gesellschaftlichen Reset,

    ein Überdenken des Gesundheitssystems als profitgetriebener

    Industrie, das bedingungslose Grundeinkommen, Schleifung

    des Psychoterrors durch Hartz IV, und, und, und....


    Der Wert des Einzelnen rückt wieder in den Vordergrund.


    Macron (ja, ausgerechnet das Goldmännchen) macht es uns allen

    gerade vor - zumindest in seinen Reden.


    Schauen wir mal, was davon nach Corona übrig bleibt.

    Ich denke, man kann verhalten optimistisch sein.


    Und eins ist jetzt schon passiert: Das dröhnende Schweigen

    der Rechten macht sie bedeutungslos. Jetzt sieht auch der

    Dümmste, daß sie nichts anzubieten haben.

    Ich behaupte daß es bei Canon nicht ganz so schlimm ist,

    weil die bislang bekannten Rahmendaten der kommenden

    R5 sensationell sind. Es werden definitiv weniger Kameras

    gekauft weil alle darauf (und auf die R6) warten.


    Das betrifft ausdrücklich auch Leute mit aktuell anderen Systemen.


    Sowie die beiden raus sind, werden auch wieder Kameras verkauft.

    Allerdings könnte Corona ein Wörtchen mitreden.


    Hier bei uns sind alle Jobs weg. Der Terminkalender ist seit

    heute für die nächsten zwei Monate leer. Weitere Absagen

    sind nicht unwahrscheinlich.


    Wir leben in spannenden Zeiten.

    Canon hat diesbezüglich keinerlei angaben gemacht, und bei 45Mpix bekommst du es nicht mal eben hin, entsprechende Bildraten im Sucher zu generieren.

    Bei 20 fps muss sich das mit den Blackouts in sehr engen Grenzen halten.

    Schon rein physikalisch.

    Canon liefert genau so Werkzeug,

    Aber jetzt eben eins, das bei gleichem Muskelgedächtnis deutlich mehr liefert.


    Das ist für Nikon vor allem ein dramatisches PR-Problem,

    weil der Abstand so plözlich so groß wird.

    Und nur einen Tag danach von der EOS R5 deklassiert, die

    vermutlich nur knapp über die Hälfte davon kosten wird.


    Die D5 und die 1D-X MkII waren sehr viel näher beieinander

    als jetzt die D6 und 1D-X MkIII.


    AF-Variationen sehen gut aus - aber weit enger verteilt als die

    Spiegellosen das mittlerweile können.


    Die Konnektivität ist deutlich verbessert, aber allein dafür

    und den Netzwerkanschluss fast das Doppelte ausgeben?


    Wer mengenweise Nikonglas hat, der wird die sicher kaufen

    um eine ausgelutschte D4, D4s oder D5 zu ersetzen.

    Umsteigen wird dafür aber keiner.


    Und Neueinsteiger finden bei Canon oder Sony was Besseres.

    8K macht Sinn bei sehr großen Flächen aber liegt die Zukunft wirklich in noch größeren TV und Monitoren?

    Nee, das verwendet man anders:

    https://www.datavideo.com/eu/product/KMU-100

    https://www.datavideo.com/eu/product/RMC-185


    Guck mal auf den Monitor, da macht man aus dem Bild einer Kamera vier virtuelle Kameras,

    deren Ausschnitt man zoomen und schwenken kann.


    Ausgegeben wird dann wieder ganz poplig (aber ausreichend) Full HD 1080p.

    Feinkorrektur bitte: "Allheilmittel" habe ich nie gesagt - egal was sie tun, es wird immer schwierig.


    Pentax ist halt Nische pur, und sich innerhalb dieser Nische neu auszurichten

    ist ein Job für Breakdancer.


    Ich halte das jedoch für eine gangbare Option. Es gibt jedoch sicher auch

    andere Optionen. Mir fällt nur gerade keine andere ein, die ich für ähnlich

    gangbar halte, aber das entscheidet am Ende die Kundschaft mit dem

    Portemonnaie.


    Abdichtung, 100%-Sucher, Magnesiumgehäuse et al, die als Pentaxspezifische

    Features genannt werden, kann man auch in der L-Alliance anbieten.

    Das wäre in meinen Augen kein Widerspruch.

    Ich finden den Link nicht mehr.....


    Ein Interview zur Paris Photo mit Vertretern von Pentax Frankreich

    (auf Neu-Gallisch) mit einer Bombe in einem Nebensatz, die darauf

    hinausläuft daß Pentax darüber nachdenkt sich einer Gruppe

    anzuschliessen.


    Das kann dann kaum was anderes als die L-Mount Alliance sein,

    ein Stzenario das ich ja auch schon als möglich und sinnvoll

    angeführt habe.

    Ich traue auf Dauer eher Leica eine Zukunft zu, als Olympus oder Pentax.

    Das denke ich auch. Gestern abend war auf Bloomberg ein Bericht zu lesen,

    daß die Dementi von Olympus verfrüht gewesen sein könnten.


    Dem Autor zufolge haben "institutionelle Anteilseigner" (read: Heuschrecken)

    zwei Sitze im Aufsichtsrat erhalten, und die fokussieren anscheinend ausschliesslich

    auf "shareholder value". Die Information, daß Olympus Imaging nicht zum

    Verkauf stehen würde, sei nicht mehr aktuell.


    Das interpretiere ich als Todesurteil für Olympus als Kamerabauer.


    https://petapixel.com/2019/11/…s-may-be-for-sale-report/

    Kurzer Zwischenruf: Mitsubushi hat mit zwei Konzerntöchtern

    gerade mal knapp über 5% an Nikon.


    2005 waren folgende Besitzanteile aktuell:


    Japan Master Trust 7.2%

    Yasuda Life Insurance 5.5%

    Japan Trusty Trust 4%

    Chase, London 4%

    Bank of Tokyo, Mitsubishi 3.3%

    State Street Bank and Trust 2.8%

    Tokyo Marine and Life 2.7%

    Mitsubishi Trust 2.4%

    Nissei Insurance 2.3%

    Joyo Bank 1.8%


    Nikon gehört Banken und Versicherungen,

    kurzsichtigen Erbsenzählern also.

    Computational Imaging funktioniert nur für Websansichten auf mobilen Geräten wirklich gut,

    darüber hinweg und bei allem was nicht Feld-, Wald- und Wiesenmotive sind, versagt das noch

    allzu oft. Dazu kommt daß die meisten Ergebnisse in Computational Imaging auf mehrere

    Kameras angewiesen sind. Das halte ich also keineswegs für den heiligen Gral.


    Letzte Woche hat mir noch eine Influencerin die auch Fotokurse gibt erzählt wie

    beruhigt sie war daß die Bildergebnisse aus dem neuesten iPhone so schlecht waren.


    Das was die Olys mit Standardobjektiven und Kitzooms erreichen, geht mittlerweile

    weitgehend mit Smartphones, und nach oben wird qualitativ gerade derart ausgebaut

    daß die Attraktivität von MFT steil abwärts geht.


    Dabei zu bleiben halte ich für Selbstmord, dann können sie auch jetzt sofort zumachen.


    Connectivity könnte ein USP sein, mit dem man die Kurve kriegen kann.

    Von der klaren Kritik am User Interface die nicht nur ich zur Einführung

    der OM-D EM-5 geäussert habe, wurde nichts umgesetzt - nur Sony macht

    noch schlimmere Interfaces. Das lässt mich dann nicht auf Connectivity

    hoffen.


    Canon hat dagegen mit der G7X II bereits eine Kamera, die direkt auf

    Youtube streamen kann. Auch da käme Olympus also reichlich spät.


    Größe (bzw. Miniaturisierung) allein bringt es nicht mehr. Vergleicht man

    G5/G7 in den aktuellen Versionen, M6MkII, oder sogar die EOS RP mit den

    Olys, ist der Größenunterschied zumindest im Bereich Kitzooms/Standardobjektive

    mit dem Blick auf die Einschränkungen beim Sensor nur noch ein fauler Kompromiss.


    Natürlich ist ein Systembruch alles andere als eine rosige Perspektive.

    Ich sehe aber nichts anderes, von dem ich mir etwas versprechen würde.


    Fazit: Auf Olympus würde ich momentan nicht wetten wollen.

    Schuster bleib bei deinen Leisten.

    Funktioniert nur so lange wie man dem Schuster auch Schuhe abkauft.

    Mit der aktuellen Sensortechnik und dem aktuellen Sensorformat ist

    das Ende der Fahnenstange erreicht.


    Nicht umsonst hat sich Panasonic mit auf die Reise zum L-Mount begeben.

    Olympus könnte Kameras so klein wie Sigma bauen, dabei aber Retro.

    Sie könnten Pancake-Linsen bauen, und dann langsam das Objektivportfolio

    ausbauen.


    Wenn sie bei dem bleiben was sie haben, dauert es nicht lange und sie

    geben Samsung 2.0. Bei denen fing es auch mit Dementis zu Schliessungsgerüchten

    an, und die älteren unter uns erinnern sich vielleicht daß Olympus die

    Bude schon mal mehr oder weniger abgeschlossen hatte.


    Sie müssen also was tun, wenn sie weiter Kameras und Objektive bauen wollen.

    Ein komplett neues System ist ausgeschlossen, das stemmen sie nicht.

    Ein oder zwei "endgeile" L-Mount Bodies mit knackigen Reportagepancakes

    könnten einen Grundstock liefern, und die bereits existierende Zahl von

    Objektiven böte dem Neueinsteiger zumindest eine Perspektive.


    Die müsste dann natürlich auf lange Sicht auch mit Olympus-Objektiven

    gefüllt werden, aber schlechter als momentan kann es ja kaum kommen.

    Ich warte eigentlich nur darauf daß Pentax und Olympus sich der L-Mount Alliance anschliessen

    und die eigenen bisherigen Programme stark eindampfen oder auslaufen lassen.