Posts by VisualPursuit

    Über den Anschwall, ja. Ähnlich wie bei der Erstbeschaffungswelle bei DSLRs.

    Allerdings liegt der Peak bei Blitzen später, weil die Leute sich mit Licht immer

    erst zuletzt befassen.

    Natürlich wird insgesamt sehr viel weniger geblitzt als früher.

    Fällt mir jetzt erst auf - das kann man so eigentlich nicht stehen lassen.

    Gerade die Strobistenszene, die durch david Hobby begründet und befeuert

    wurde hat dafür gesorgt daß der Blitzmarkt geradezu explodiert ist.


    Funktechnik tat ihr übriges.

    Ach, da wird es schon Kundschaft für geben.

    Früher haben Leute Mittelformat-Makinas mit fest eingebautem Objektiv gekauft,

    und wer ein Nikon Noct oder ein Zeiss Otus kauft, für den ist das Ding auch in Reichweite.


    Das ist dann eben kein Werkzeug, sondern eher ein Statussymbol, und damit

    das auch jeder mitbekommt, kann man direkt daraus ins Internet teilen.


    Das Konzept an sich ist schon schlüssig, aber die Zielgruppe

    ist durch den Preis stark begrenzt.

    Ich hab Metz vor vielen Jahren den Vorschlag für einen Strobistenblitz gemacht, habe damals

    auch ein Funksystem beschrieben das heute fast genau so von Godox implementiert ist.


    Man bedankte sich sehr höflich für den sehr ausführlichen Vorschlag,

    man bedaure aber da keinen Markt zu sehen.


    Zu dem Zeitpunkt hatte der Strobist Blog von David Hobby monatliche Klicks in Millionenhöhe.


    Später meldeten sie daß sie einen Ringblitz entwickeln würden.

    Ich hab denen mitgeteilt, daß sowas auch für nahezu unsichtbare

    aber wirksame Aufhellung im Nahbereich verwendet werden könne,

    das aber erfordern würde an die damaligen Weitwinkelzooms der

    holy trinities der Hersteller zu passen - mithin bei allen 77mm Filtergewinde.


    Erneut bedankte man sich - und ein paar Monate später war das Ding

    auf dem Markt. Für maximal 72mm.


    Der Rest ist Geschichte.

    Den Mount Converter bemerke ich gar nicht mehr.

    Im Gegenteil, ich muss mich beim Packen konzentrieren damit alle EF-Objektive einen drauf haben.


    Ich würde freiwillig 500 Euro drauflegen, wenn es die R5 auch in einer Version ohne Stabi gäbe.


    Der RF-Mount hat einen größeren Durchmesser und mehr Kontakte,

    um den dramatisch höheren Datendurchsatz zu gewährleisten.


    Ja, das Patent gab es, aber das wäre mechanisch weniger stabil und in der

    Fertigung viel teurer als der Mount Converter.

    Die erste R von Canon war eine echte Kücke, nicht Fisch und nicht Fleisch. (...) Wo sind die ersten Rs?

    Die erste R vereint den bewährten Sensor der 5D MkIV mit einem weniger

    aggressiven Tiefpassfilter - rein von den technischen Ergebnissen ist das

    nach wie vor eine hervorragende Kamera, und nach dem Firmware-Upgrade

    muss sie sich auch mit dem AF nicht mehr verstecken.


    Sie hat zwei Pferdefüße, Begrenzungen in den Videofähigkeiten und eine

    Ergonomie, die ich persönlich als Fehlversuch ansehe.


    Ansonsten ist sie satt 500 Euro billiger als die 5D MkIV und hat weit höhere

    Verbreitung gefunden als im Netz so geunkt wird.


    Wenn die auf 1500 Euro fällt, kaufe ich eine - trotz der Ergonomie.

    Beim R-Bajonett ist auch (ebenso wie bei Nikon Z) klar, daß man nicht den Fehler von Sony wiederholen wollte.

    Da das EF Bajonett eh schon vollelektr(on)isch war, konnte man darauf aufbauen. Mechanisch größer ausgelegt, Anschlüsse und Protokoll zwar nicht direkt zu EF kompatibel aber zumindest so konzipiert, daß mit überschaubarem Aufwand eine problemlose Adaption ermöglicht wird.

    Das ist so nicht richtig. Das EF-Protokoll ist eine Untermenge des RF-Protokolls.

    Der EF auf RF Mount Converter reicht daher lediglich die Kontakte durch, alle

    Kameras der R-Serie sprechen das EF-Protokoll als Muttersprache.

    Sie können nur noch ein paar Sätze RF zusätzlich, und sie können die

    schneller sprechen.

    ... und zwischenzeitlich zu lesen ist, dass es ab 2021 keine neuen M-Cams mehr geben und das M-Bajonett eingestampft werden soll.


    Da freut sich der Kunde ...

    Naja, das ist bislang nichts als ein Gerücht. Angesichts der Verkaufszahlen der M50

    halte ich das für wenig stichhaltig.


    Erfolg kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Ich hab drei M-Serie Kameras und fünf der

    acht Objektive. Eigentlich muss man sechs von acht zählen - ich verwende das hervorragende

    EF-S 55-250mm IS STM am Adapter statt dem EFM 55-200mm, hab davon sogar zwei Stück.

    Das 18-150mm reizt mich nicht, das 1,4/32mm steht auf dem Einkaufszettel, nur nicht mit Priorität.

    Nichtraucher : Du hast vergessen die vielen Ex-Canon-User einzuflechten, die aufgrund Canons Behäbigkeit inzwischen auf Sony umgestiegen sind ... ;-)

    Sooo viele sind das nicht, und weil die Sony-Objektive entweder schlecht oder

    teuer, aber niemals gut *und* billig sind, haben viele ihre EF-Objektive behalten

    und verwenden sie an Sigma MC-11 Adaptern oder Metabones Speedboostern.


    Für die ist der Weg zurück genau einen Body entfernt. Und das scheint momentan

    mit der R5 oder R6 zu passieren.

    Ob MFT Bestand haben wird, hat jeder von uns mit seiner Brieftasche in der Hand.

    Ich sehe auf absehbare Zeit keine dramatischen Neuentwicklungen in Sensortechnik

    für MFT, das schliesst also eine wesentliche Weiterentwicklung aus.


    Warum sonst sollte man jetzt eine kaufen, wenn man schon eine hat?


    Und welchen Anreiz hat man in ein nicht gerade billiges System einzusteigen, das

    allem Anschein nach technisch in einer Sackgasse steckt, dessen größter Anbieter

    gerade durch Verkauf das Geschäft aufgegeben hat?


    Bei Panasonic steht man jetzt auf zwei Beinen, und die Käufer werden mit ihren

    Geldbeuteln entscheiden welches der beiden Beine amputiert werden wird.


    Wer nicht versteht warum es keinen Markt dafür geben soll, der muss sich selbst

    die Frage beantworten, wann er die letzte MFT gekauft hat.

    Das sind aber zwei komplett unterschiedliche, getrennte Geschäftsbereiche.

    Sony Imaging kauft seine Sensoren auch bei Sony Semiconductors - und sie

    kaufen die da nicht billiger ein als Nikon.


    Fuji hat mit -0,4% gar nicht so viel verloren, das kann auch ein statistischer

    Ausreisser sein. Zu Canon habe ich ja eh prophezeit, daß die zum Jahresende

    die 50%-Marke überschritten haben werden.


    Man darf die R5/R6 eben nur als Fotoapparat ansehen - wer Video braucht

    ist da nicht gut aufgehoben. Als Fotoapparate sind sie allerdings ziemliche

    Granaten.

    Bei Nikon macht mir Sorgen, daß die anscheinend den Kontakt zu den

    Anwendern verloren haben, und daß sie alle Fehler wiederholen.

    Die haben sich mit ihrem Isolationismus so oft und so reproduzierbar

    auf die Schnauze gelegt.... Bei den Halbleitersteppern hat sie das einen

    kompletten Geschäftsbereich gekostet, in dem sie vorher mit mehr als

    90% Marktanteil nahezu ein Monopol hatten. Und sie lernen nichts daraus.


    Das Blöde ist daß sie sich zwar von ihren Altlasten befreit haben, und

    das auch ziemlich gut hinbekommen haben, aber jetzt schon wieder neue

    Altlasten aufbauen. Und sie kriegen es im Marketing nicht auf die Kette.


    Der ständige Kostendruck und der Versuch alles ein bißchen billiger zu

    machen ist im marketing desaströs. Nikon handelt fast nur taktisch, selten

    bis nie strategisch. Was die tun macht immer ein bißchen den Eindruck

    von Verzweiflungstaten. Dabei müsste das nicht sein. Was sie bauen ist

    besser als sie es verkaufen. Bei Sony ist das umgekehrt.

    Da es anscheinend noch nicht erwähnt wurde:


    In Rommerskirchen-Oekoven zwischen Grevenbroich und Köln gibt

    es das Feldbahnmuseum Oekoven.


    http://www.gillbachbahn.de/


    Die Website ist ein Trauerspiel, aber das was vor Ort zu sehen ist

    lohnt die Anfahrt an Betriebstagen.


    Der Feldbahnburger im Bistro ist allerdings nur für die ganz Harten.

    Angeröstete Brühwurst mit Senf und Puderzucker zwischen zwei

    belgischen Waffeln. Seine Verfechter schwören darauf.


    Die Auswahl an hausgemachten Kuchen lohnt allerdings,

    die Fritten und Bratwürste sind amtlich geschmiedet, die

    Currysauce ist selbstgemacht und nicht aus dem Eimer.

    Olympus hat Video komplett verpennt und das obwohl so

    viele Filmer auf Systeme mit MFT-Bajonett setzen


    Und sie haben es in all den Jahren nicht geschafft ihr Menü

    aufzuräumen. Da kam eins zum anderen.

    Dass da gleich mal Richtung Pentax getreten wird, ärgert mich.

    Keiner weiss wie es denen finanziell geht, und sie haben selbst

    im Vergleich zu Olympus einen sehr kleinen Marktanteil.

    Daß man sich da fragt, wie sie die Entwicklung neuer Kameras

    und Objektive stemmen wollen empfinde ich jetzt nicht sooo

    ungewöhnlich. Dazu muss man nicht treten.

    Canon M hat nur ein einziges Problem - es gibt keinen Migrationsweg zu Canon R.

    Ansonsten ist es profitabel, vergleichsweise preiswert, leistungsstark und verkauft

    sich recht gut. Da sehe ich auch auf die absehbare Zukunft noch Potential.


    Bei Fuji habe ich aktuell keinen Überblick wie die Geschäftszahlen aussehen.

    Gefühlt halte ich die für überlebensfähig. In meinem Umfeld haben vor allem

    Leute mit Nikons eine Fuji dazugenommen oder sind ganz gewechselt.

    Einige von denen sind zu Nikon Z zurück.


    Canon, Sony, Nikon (in genau der Reihenfolge) haben die besten Überlebenschancen.


    Olympus hat zwar eine lange Tradition- aber sie haben auch schon mal

    das Kamerageschäft fast aufgegeben gehabt. Dito für Pentax.


    MFT war in meinen Augen ein Übergangsssystem, der Versuch alles kleiner

    zu machen. Das kommt jetzt zum einen an seine physikalischen Grenzen, zum

    anderen zeigen die aktuellen Canon M Modelle, daß auch größere Sensoren in

    kleine Gehäuse passen.


    Das größte Problem für Olympus bleibt die Bedienoberfläche.

    Dazu haben sie schon bei der Einführung der OM-D EM-5 nicht nur

    von mir sehr detailliert Kritik bekommen, aber das führte zu

    keinerlei substantiellen Änderungen. Parallel werden alle anderen

    besser und leistungsfähiger. Da verbietet sich das Ausruhem auf

    dem Ruhm der frühen Jahre. Aber leider passiert genau das.

    Ich hoffe, die EU und unser gesamtes System übersteht das irgendwie.

    Ich weiss gar nicht ob das so wünschenswert ist.


    Wir haben auch die Option auf einen gesellschaftlichen Reset,

    ein Überdenken des Gesundheitssystems als profitgetriebener

    Industrie, das bedingungslose Grundeinkommen, Schleifung

    des Psychoterrors durch Hartz IV, und, und, und....


    Der Wert des Einzelnen rückt wieder in den Vordergrund.


    Macron (ja, ausgerechnet das Goldmännchen) macht es uns allen

    gerade vor - zumindest in seinen Reden.


    Schauen wir mal, was davon nach Corona übrig bleibt.

    Ich denke, man kann verhalten optimistisch sein.


    Und eins ist jetzt schon passiert: Das dröhnende Schweigen

    der Rechten macht sie bedeutungslos. Jetzt sieht auch der

    Dümmste, daß sie nichts anzubieten haben.

    Ich behaupte daß es bei Canon nicht ganz so schlimm ist,

    weil die bislang bekannten Rahmendaten der kommenden

    R5 sensationell sind. Es werden definitiv weniger Kameras

    gekauft weil alle darauf (und auf die R6) warten.


    Das betrifft ausdrücklich auch Leute mit aktuell anderen Systemen.


    Sowie die beiden raus sind, werden auch wieder Kameras verkauft.

    Allerdings könnte Corona ein Wörtchen mitreden.


    Hier bei uns sind alle Jobs weg. Der Terminkalender ist seit

    heute für die nächsten zwei Monate leer. Weitere Absagen

    sind nicht unwahrscheinlich.


    Wir leben in spannenden Zeiten.