Posts by VisualPursuit

    Vieles ist früher über GB gekommen, aber da hat der Brexit nicht nur einen

    Schraubenschlüssel, sondern einen ganzen Hazet-Kasten ins Getriebe geworfen

    und ein paar Säcke Sand hinterhergekippt.


    Iloxxx/DPD haben im Januar überhaupt nichts von/nach GB befördert,

    fast alle Carrier haben ihre Preise dahin verdoppelt bis zu verdreifacht.


    Alle Hersteller haben Sourcing-Probleme.

    "Mit den Parametern spielen" hört sich für mich wie eine Meldung aus einer Filterblase an.

    Ich gebe immer mal wieder Workshops (momentan natürlich nicht), und ich vermiete zwei

    Studios, in denen "vollausgestattet" nicht mit "wir haben drei Lampen" übersetzt wird.


    Worauf ich hinauswill ist daß ich dadurch sehr engen Kontakt zu einer riesigen Bandbreite

    von Kompetenzen und Kampfklassen habe und einschätzen kann wie das mit der

    Parameterspielerei so aussieht, weil ich denen allen auf die Finger schauen kann/muss.


    Quer durch die Bank weg findet man in allen Kampfklassen einen erschreckenden

    Prozentsatz von Leuten, die nicht einmal die einfachen Zusammenhänge von Zeit

    und Blende verstehen. Einige dilettieren sich mehr schlecht als recht zum Ergebnis,

    bei anderen steckt die Kompetenz im Assistenten, der das richten muss was der große

    Meister nur mit dem Bauch ausdrücken kann.


    Vom "Spielen" mit den Parametern - womöglich noch zielgerichtet - kann keine Rede sein.


    Flächendeckend wird auch Automatik verwendet, und das Ergebnis unreflektiert

    akzeptiert. Im Zweifel schiebt man es auf die Kamera, "die das alles nicht so gut kann".

    Als ob ein Hammer schuld wäre, wenn man Nägel krumm klopft.


    Bei sehr vielen Leuten ist der Weg das Ziel. Sie erfreuen sich an der Kamera.

    Die Ergebnisse sind egal.

    Thom Hogan schrieb neulich daß Nikons Ausgaben für Forschung und

    Entwicklung gleich hoch seien wie die von Canon und Nikon (Edith sagt: Sony natürlich).

    Letztere würden aber davon auch noch die Videosparte entwickeln.
    Er rechnet seiner Aussage nach noch mit etwas Dickem, und er sagt

    Nikon habe noch Geldreserven.


    Lassen wir uns überraschen, da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

    Das muss keine Katastrophe sein. Ein großes statt dreier kleiner Werke

    kann auch effizienter sein. Ohne die Rahmenbedingungen zu kennen

    kann man schwer etwas dazu sagen.


    Das einzige was man sicher sagen kann ist daß eine Flutkatastrophe in

    Thailand oder so was wie der Tsunami damals die Geschichte von Nikon

    mit einem Einzelereignis final beenden könnte.


    Das Risiko ist nicht mehr verteilt, jetzt ist alles auf eine Karte gesetzt.

    Kann gutgehen, muss nicht. Wir werden sehen.


    Ich würde auf keines der beiden möglichen Ergebnisse wetten wollen.

    Über den Anschwall, ja. Ähnlich wie bei der Erstbeschaffungswelle bei DSLRs.

    Allerdings liegt der Peak bei Blitzen später, weil die Leute sich mit Licht immer

    erst zuletzt befassen.

    Natürlich wird insgesamt sehr viel weniger geblitzt als früher.

    Fällt mir jetzt erst auf - das kann man so eigentlich nicht stehen lassen.

    Gerade die Strobistenszene, die durch david Hobby begründet und befeuert

    wurde hat dafür gesorgt daß der Blitzmarkt geradezu explodiert ist.


    Funktechnik tat ihr übriges.

    Ach, da wird es schon Kundschaft für geben.

    Früher haben Leute Mittelformat-Makinas mit fest eingebautem Objektiv gekauft,

    und wer ein Nikon Noct oder ein Zeiss Otus kauft, für den ist das Ding auch in Reichweite.


    Das ist dann eben kein Werkzeug, sondern eher ein Statussymbol, und damit

    das auch jeder mitbekommt, kann man direkt daraus ins Internet teilen.


    Das Konzept an sich ist schon schlüssig, aber die Zielgruppe

    ist durch den Preis stark begrenzt.

    Ich hab Metz vor vielen Jahren den Vorschlag für einen Strobistenblitz gemacht, habe damals

    auch ein Funksystem beschrieben das heute fast genau so von Godox implementiert ist.


    Man bedankte sich sehr höflich für den sehr ausführlichen Vorschlag,

    man bedaure aber da keinen Markt zu sehen.


    Zu dem Zeitpunkt hatte der Strobist Blog von David Hobby monatliche Klicks in Millionenhöhe.


    Später meldeten sie daß sie einen Ringblitz entwickeln würden.

    Ich hab denen mitgeteilt, daß sowas auch für nahezu unsichtbare

    aber wirksame Aufhellung im Nahbereich verwendet werden könne,

    das aber erfordern würde an die damaligen Weitwinkelzooms der

    holy trinities der Hersteller zu passen - mithin bei allen 77mm Filtergewinde.


    Erneut bedankte man sich - und ein paar Monate später war das Ding

    auf dem Markt. Für maximal 72mm.


    Der Rest ist Geschichte.

    Den Mount Converter bemerke ich gar nicht mehr.

    Im Gegenteil, ich muss mich beim Packen konzentrieren damit alle EF-Objektive einen drauf haben.


    Ich würde freiwillig 500 Euro drauflegen, wenn es die R5 auch in einer Version ohne Stabi gäbe.


    Der RF-Mount hat einen größeren Durchmesser und mehr Kontakte,

    um den dramatisch höheren Datendurchsatz zu gewährleisten.


    Ja, das Patent gab es, aber das wäre mechanisch weniger stabil und in der

    Fertigung viel teurer als der Mount Converter.

    Die erste R von Canon war eine echte Kücke, nicht Fisch und nicht Fleisch. (...) Wo sind die ersten Rs?

    Die erste R vereint den bewährten Sensor der 5D MkIV mit einem weniger

    aggressiven Tiefpassfilter - rein von den technischen Ergebnissen ist das

    nach wie vor eine hervorragende Kamera, und nach dem Firmware-Upgrade

    muss sie sich auch mit dem AF nicht mehr verstecken.


    Sie hat zwei Pferdefüße, Begrenzungen in den Videofähigkeiten und eine

    Ergonomie, die ich persönlich als Fehlversuch ansehe.


    Ansonsten ist sie satt 500 Euro billiger als die 5D MkIV und hat weit höhere

    Verbreitung gefunden als im Netz so geunkt wird.


    Wenn die auf 1500 Euro fällt, kaufe ich eine - trotz der Ergonomie.

    Beim R-Bajonett ist auch (ebenso wie bei Nikon Z) klar, daß man nicht den Fehler von Sony wiederholen wollte.

    Da das EF Bajonett eh schon vollelektr(on)isch war, konnte man darauf aufbauen. Mechanisch größer ausgelegt, Anschlüsse und Protokoll zwar nicht direkt zu EF kompatibel aber zumindest so konzipiert, daß mit überschaubarem Aufwand eine problemlose Adaption ermöglicht wird.

    Das ist so nicht richtig. Das EF-Protokoll ist eine Untermenge des RF-Protokolls.

    Der EF auf RF Mount Converter reicht daher lediglich die Kontakte durch, alle

    Kameras der R-Serie sprechen das EF-Protokoll als Muttersprache.

    Sie können nur noch ein paar Sätze RF zusätzlich, und sie können die

    schneller sprechen.

    ... und zwischenzeitlich zu lesen ist, dass es ab 2021 keine neuen M-Cams mehr geben und das M-Bajonett eingestampft werden soll.


    Da freut sich der Kunde ...

    Naja, das ist bislang nichts als ein Gerücht. Angesichts der Verkaufszahlen der M50

    halte ich das für wenig stichhaltig.


    Erfolg kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Ich hab drei M-Serie Kameras und fünf der

    acht Objektive. Eigentlich muss man sechs von acht zählen - ich verwende das hervorragende

    EF-S 55-250mm IS STM am Adapter statt dem EFM 55-200mm, hab davon sogar zwei Stück.

    Das 18-150mm reizt mich nicht, das 1,4/32mm steht auf dem Einkaufszettel, nur nicht mit Priorität.

    Nichtraucher : Du hast vergessen die vielen Ex-Canon-User einzuflechten, die aufgrund Canons Behäbigkeit inzwischen auf Sony umgestiegen sind ... ;-)

    Sooo viele sind das nicht, und weil die Sony-Objektive entweder schlecht oder

    teuer, aber niemals gut *und* billig sind, haben viele ihre EF-Objektive behalten

    und verwenden sie an Sigma MC-11 Adaptern oder Metabones Speedboostern.


    Für die ist der Weg zurück genau einen Body entfernt. Und das scheint momentan

    mit der R5 oder R6 zu passieren.