Posts by Subjektiv

    ist die Gegend völlig frei von Touris

    Ja, auch von so Typen wie z.B. mir - ich bin im Schwangau ja auch Tourist. :o_o:.

    Aber Dein Ansatz bringt mich auf den Gedanken, vielleicht mal nach Bamberg und Rothenburg zu fahren, um dort das eine oder andere Foto von Ansichten zu machen, die in Normalzeiten vor lauter Chinesenköpfen gar nicht mehr sichtbar sind.

    So, Leute - jetzt aber in diesem Thread bitte wieder zurück zum Abstrakten. Eure Horizontal-Landschaften zeigt ihr bitte in einschlägigen Kunst-Galerien und Auktionshäusern in Hamburg und München. ;-)

    Ich hatte das Bild vor Augen.

    Sag doch einfach, du bist der Cousin von Andreas Gursky - dann kannst Du das locker für 3 Mio EUR vertickern. Ich meine, im Vergleich zu grotesken Auswüchsen wie "Rhein II" ist dein Bild immerhin handwerklich sauber und gibt genug her, um es zwei mal anzusehen. Also, eigentlich sollten da schon auch 4 Mio drin sein.

    wer beim professionellen Fotografieren (Anfertigung von Serien) immer nur ein Smartphone nutzt, bekommt halt irgendwann Gicht in den Fingern

    Und Bindehautkrebs in den Augen! Und Depressionen, wenn es um mehr geht als um gut beleuchtete Standardsituationen.

    Der Ausgangspunkt dieser grade etwas eskalierenden Diskussion war doch, ob es eine Markt "jenseits" des Handys in Zukunft noch geben könnte oder nicht. Und nicht, was nun die "bessere" Weise des Fotografierens ist - mit beiden, Handy und Profi-Cam, kann man sicher gute und grottenschlechte Bilder machen.


    aeirich und auch VisualPursuit haben einen interessanten Aspekt erwähnt: die Freude am Werkzeug, die Freude am Handgemachten, die Freude am Tun. Und genau die erlebe ich nicht mehr bei einem Werkzeug, dass alle möglichen Effekte automatisch generiert. Ist vielleicht eine Generationenfrage, meine Tochter z.B. pfeift auf Einstellrädchen und Mechanik, die pusht ihre Schnappschüsse in Snapseed & Co, und gut ist's. Ich dagegen habe z.B. in ON1 hunderte von Presets zur Verfügung, die ich NIE nutze - weil es mir Spaß macht, meine Bilder selbst zu gestalten (bei der Aufnahme), zu entwickeln und den Look selbst zu bestimmen. Doch beides ist legitim.


    Deswegen bleibe ich bei meiner Vermutung, es wird weiterhin ein Marktsegment für Werkzeuge jenseits des Handys geben. Aber der Markt wird deutlich kleiner sein als in der Vergangenheit, und möglicherweise wird man mangels economies of scale höhere Preise als heute zahlen müssen, für eine vergleichbare Leistung. Und wenn's doch anders kommt - ist es mir auch recht. ;-)

    Bei sowas stehe ich persönlich sehr auf "Ich-Aussagen"

    Aber die Trauerrahmen finde ich auch grenzwertig, sie zerstören die an sich schönen Bilder.

    /Also, das Subjekt des Hautpsatzes ist ja wohl eindeutig das Pronomen "ich", oder? Muss ich das wirklich in jedem Nebensatz wieder einzeln aufnehmen? Um Missverständissen vorzubeugen: ja, fast alles, was ich hier schreibe und auch meine Fotos sind meine subjektive (sic!) Sicht. Aber den Vorwurf, dass dies hier nicht die Bildkritik ist, kann ich weniger entkräften. Ich habe mich eben zu einer Äußerung hinreißen lassen - mea culpa. /Lehrermodus wieder aus.


    Zurück zu Bildern - Nachlese (von noch gar nicht so lange her):

    Wenn man sich diese neuartigen RAW Dateien, die aus mehreren miteinander verrechneten Bildern in iPhone 12 pro max erstellt werden, anschaut und mit arbeitet, dann ist das wirklich völlig unglaublich, was da möglich geworden ist.

    Das Affen-Fone kann ich nicht beurteilen, aber mein Smartie hat auch 3 Linsen. Was daraus gerechnet wird, ist nicht schlecht und macht sicher das Beste aus dem Quadratmillimeter-Sensor und den Mini-Lenslein, die da verbaut sind. Aber bei schwierigen Lichtverhältnissen ist mir ein Foto von einem deutlich größeren Sensor, mit Licht von einer deutlich größeren Linse doch ebenso deutlich lieber.


    Mit dem Sensorshift der Oly M1 II kann ich - auf andere Art und Weise - interpolierte Dateien von bis zu 80 MPix erzeugen, die dann aber auch gut 80-100 MB groß sind. Pro Foto! Komfortabel zu verarbeiten sind solche Klopper nicht grade; aber mit meinem übernächsten Computer in ca. 15 Jahren geht das bestimmt schon viel besser.


    Unter'm Strich: nicht alles, was man in einem Handy macht, um die Miniaturisierung der Hardware zu kompensieren, macht in einem größeren Maßstab Sinn. Manch anderes, wie z.B. Fokus-Stacking etc. durchaus. Bloß - das gibt es doch auch im Kamerasektor, oder nicht?


    Wir sind alle keine Propheten. Doch könnte ich mir vorstellen, dass sich der Markt aufteilt (oder bereits geteilt hat): die 08-15 Bilder mit dem Handy in durchaus für den Hausgebrauch angemessener Qualität, und für Amateure (= "Liebhaber") wird es weiterhin etwas leistungsfähigeres Equipment geben. Einen einfachen Turnschuh bekommst Du heute für 19 EUR, trotzdem gibt ein passionierter Läufer u.U. 150 EUR für einen etwas aufwändigeren Schlappen aus, in dem man auch nach 40 km noch keine Blasen bekommt.

    Opfer der nächsten Stufe der Digitalisierung.

    Was genau meinst Du denn damit?

    Und wenn da die nächsten Jahre kein großes Ding mehr kommt, dass die Masse zum eigenen Produkt holt, wird man sich mit der kleinen Nische abfinden müssen

    Ich denke mir, so einen Boom, wie ihn die Umstellung von analog auf digital gebracht hat, wird die Industrie schwerlich nochmal erleben. Jedenfalls fällt mir keine Killer-Applikation ein, für die Milliarden von Menschen nochmal extra Geld locker machen würden. (Wegen dieser Phantasielosigkeit habe ich auch weder das Smartphone erfunden, noch die erste Batterie, die aus CO2 in der Luft wieder Öl und Kohle macht und dabei ordentlich Energie abgibt).


    Trotdem glaube ich, dass es noch viele Jahre einen Markt für Kameras oberhalb der Smartphone Gucklöcher geben wird, einschließlich Ersatzvornahmen. Aber - dieser Markt wird auf irgendeinem Niveau stagnieren, Platz wird da für nicht mehr als zwei, max. drei Anbieter sein. Und auch die werden nicht mehr so viel verdienen, dass sie davon z.B. exotische Objektive entwickeln und anbieten können. Ich stell mir das vor wie den Markt für Plattenspieler: wer einen will, kann einen kaufen - es gibt noch ein Angebot. Aber weiterentwickelt wird da nichts mehr.


    Vermutlich werde ich irgendwann nochmal Equipment nachbunkern, und das muss dann reichen für den Rest meiner Tage. Vielleicht ist Fotografie in 20 Jahren auch nur noch eine Nische für Nostalgie-Fans. Dann bin ich eben einer von ihnen. Old but happy.

    Winter ade?



    Auch wenn es jetzt mächtig taut, Frühling ist deshalb noch lange nicht. Doch wir werden sehen. Jedenfalls waren die letzen drei Wochen fotografisch ziemlich spannend. :smile:

    Ich bin schon versucht, die schmutzigen Schneeberge mit großer Pfütze davor abzulichten und hier als Winterbild einzustellen. Aber das könnte mir glatt als Hatespeech ausgelegt werden

    Nö, wieso das denn? Das gehört zum Winter eben auch dazu. Wenn es dann noch fotografisch interessant gemacht ist, würden mich die Bilder auf jeden Fall interessieren.

    weil ich seit heute das 100-400mm Olympus-Objektiv habe

    Glückwunsch - dann sehen wir ab jetzt mehr Tierfotos (oder andere seltene Objekte wie z.B. Flugzeuge?) Viel Spaß mit dem Teil. An der OM1 (ab MK II) ist der Nachführ-AF pfeilschnell, ich habe selbst mit dem PanaLeica bei Birds in flight Trefferquoten von >70%; das Oly ist an der OM1 sicher nicht langsamer.