Zerene Stacker, PMax und DMap

  • Liebe Fotofreunde,
    ich habe vor einiger Zeit den Zerene Stacker gekauft. Funktioniert einwandfrei. Was ich nicht verstehe, sind die beiden Verfahren PMax und DMap. Was ist er Unterschied zwischen beiden. Welches sollte man verwenden? Hängt es vom Motiv ab, welches besser geeignet ist?
    Viele Grüße - Ulrich

  • Kannst du Englisch? Dann hilft dir dieser Passus evtl. weiter:



    Quote

    DMap versus PMax


    To get the most benefit from using Zerene Stacker, it’s important to understand the differences between its two major stacking methods.
    PMax is a “pyramid” method. It is very good at finding and preserving detail even in low contrast or slightly blurred areas. It's also very good at handling overlapping structures like mats of hair and crisscrossing bristles, nicely avoiding the loss-of-detail halos typical of other stacking programs. But PMax tends to increase noise and contrast, and it can alter colors somewhat.
    DMap is a “depth map” method. It does a better job keeping the original smoothness and colors, but it's not as good at finding and preserving detail.
    The two methods complement each other. Some types of subjects look good when they are processed automatically by PMax, but not by DMap. Other subjects are just the opposite. For particularly challenging subjects like bugs and flowers shot through microscope objectives, neither method is ideal by itself. In that case the best results are obtained by using human judgment and the retouching tool to combine the best aspects of both algorithms.


    Grob formuliert:
    PMax ist prima darin, Details zu finden und zu bewahren - selbst in niedrigem Kontrast und leicht unscharfen Bereichen. Es kann auch gut mit überlappenden Strukturen umgehen wie sich überlappende Haare oder überkreuzende Borsten. Dabei werden detailvermindernde Halos vermieden, die für andere Stacking Programme typisch sind. Nachteil: mehr Rauschen und höherer Kontrast, zuweilen auch eine leichte Farbverschiebung.
    DMap erhält die Farben und die 'Weichheit' des Originals besser. Dafür findet und bewahrt es Details nicht so gut. Im Prinzip sind das also komplementäre Methoden. Je nach Motiv ist mal die Eine besser, mal die Andere. Es gibt natürlich auch Motive, da sind beide Methoden suboptimal, und dann ist das menschliche Urteil und einiges Geschick in der Retusche angesagt.


    Ich persönlich verwende aktuell (noch) meist beide Verfahren und schaue mir an, was besser aussieht. Zuweilen muss ich auch mit der Prozentangabe bei DMap etwas spielen ... und eine Retusche ist leider nicht grundsätzlich zu vermeiden. Oft ist noch etwas Nacharbeit angesagt.


    Genauers findet sich hier: Wie man Zerene Stacker benutzt (Englisch)


    Wenn es gar nicht anders geht werde ich gelegentlich für unsere anglophoben ;) Forenfreunde eine richtige Übersetzung anfertigen, so ich nichts Gutes im Netz dazu finde.

  • Das ist ja super, vielen Dank für diese ausführliche Antwort! Übersetzung wäre nicht nötig gewesen, ich kann eigentlich gut Englisch. Allerdings gibt es bei der Bildbearbeitung die Fachbegriffe, die ich u. U. nicht sofort kenne.
    Vielen Dank!