Posts by PhilippV3

    Pentax USA wird rudern können so viel sie wollen, entschieden wird sowas sicher in Japan.

    Darum ging es glaube ich in dem Beitrag vorher gar nicht. Sie mussten zurückrudern, weil sich diese Nachricht derart rasant verbreitet hat bei gleichzeitig unvollständiger oder ungenauer Übersetzung der eigentlichen Pressemitteilung, siehe z. B. hier: https://photorumors.com/2022/0…usiness-imaging-division/


    Das klang erstmal so, als ob Ricoh jetzt seine komplette Imaging-Sparte umstrukturiert, dabei geht es (erstmal) nur um geänderte Vertriebsstrukturen in Japan. Ein kleines, aber wichtiges Detail, welches den diversen News-/Rumors-Seiten offenbar zugunsten einer Klick-freudigeren Schlagzeile durch die Lappen gegangen ist...:ugly:

    Gut, die Haptik kommt da sicher nicht ran (auch wenn ich selber noch keine Leica in der Hand hatte), aber so rein von der Optik hätte ich z.B. bei der Nikon Df / Z fc mehr Verkaufspotential erwartet (gut, das schwarze Plastik bei der Nikon müsste man durch Leder ersetzen!). Aber wahrscheinlich sind die, wie auch die Fuji X100V nur für 50+ interessant. Bessere Bilder machen die jedenfalls nicht. Und auch wenn ich manchesmal auf die Nikon Df geschielt habe, hab ich mich damals doch für die D750 entschieden (und das nicht bereut).

    Wobei sich nach allem was man so liest die Zfc sogar ausgesprochen gut verkauft, und zwar gerade bei der jungen Kundschaft. Überhaupt schreibt Nikon nach dem Gesundschrumpfen der letzten Jahre wieder deutlich schwarze Zahlen und hat eine Umsatzrendite wie seit vier oder fünf Jahren nicht mehr, aber das nur am Rande. Wobei ich eine Z fc nie und nimmer mit Leica vergleichen würde. Nikon bedient hier einfach den Retro-Trend, der momentan gerade bei der jungen Kundschaft ganz gut ankommt. Aber Retro als reiner Selbstzweck ist auch gefährlich und es gibt nichts schlimmeres als billiges Retro, wo mit silber lackiertem Plastik ein Messing-Body vorgetäuscht werden soll...

    Mal zurück zum Thread, das ist auch eine interessante Schlagzeile, oder?


    https://www.digitalcameraworld…frames-no-dslrs-no-nikons

    Schon kurios: Eigentlich will die Masse keine teuren Kameras jenseits der 1000 Euro - Marke, aber weil diese "Masse" gerade immer kleiner wird, wird es automatisch immer schwieriger, in dieser Preisklasse noch profitabel zu sein. Trotz der noch verhältnismäßig großen Nachfrage gab es in dieser Klasse die wenigsten Neuvorstellungen in den letzten Jahren. Wohl ein sich selbst verstärkender Prozess...

    Die meisten Fotogeräte sind doch nur noch seelenlose Software und virtuelle Funktionsvielfalt im Überfluss, mit endlosen, verschachtelten Nerd-Menüs, verpackt im Plastikkleid (selbst wenn ein halber Millimeter Aluminium oder Magnesium drum herum ist), haptisch unsexy und dominiert vom Rotstift.

    Das sehe ich auch so und deshalb wundert mich der Erfolg von Leica auch kein bisschen, trotz der extrem hohen Preise. Aber wenn man mal mit einer M spielen durfte, kommen einem alle anderen Kameras wie billiges Spielzeug vor. Dieses einmalige Gefühl eines soliden, satt in der Hand liegenden und aus einem Guss gefertigten Gehäuses, das macht so viel Freude, dass die Technik dahinter zur völligen Nebensache wird.


    Trotzdem sehe ich persönlich auch das eher als Nebenschauplatz. Selbst wenn es einem der großen Hersteller gelingen würde, in dem Bereich mal wieder ein paar Akzente zu setzen, könnte das ja allenfalls dafür sorgen, dass sich Marktanteile innerhalb dieses immer kleiner werdenden Kuchens verschieben. Aber das seit Jahren ungebremste Schrumpfen des Gesamtmarktes kann nichts aufhalten momentan, das hat seine Ursache einfach in der Konkurrenz durch das Smartphone...

    Ich wollte das auch ausprobieren, aber da mir bei meinen Installationsversuchen immer wieder versucht wurde mir noch eine andere Software unterzuschieben, habe ich abgebrochen.

    Weil du jetzt schon der zweite bist, der von solchen Problemen berichtet: Natürlich darf man das ganze nicht über die Seite von Chip herunterladen/aktivieren. Chip will einem bekanntlich neben seinem eigenen (sehr fragwürdigen) Installer immer noch allen möglichen weiteren Schrott andrehen.


    Geht einfach über den im Chip-Artikel erwähnten Link, der direkt zu der Skylum-Aktionsseite führt: https://skylum.com/de/chip-luminar4


    Dort Name und Email-Adresse eingeben (der Haken für Werbe-Mails darunter ist nicht verpflichtend!) und gut ist. In der Mail, die daraufhin eintrudelt, ist außer dem Aktivierungsschlüssel noch ein direkter Download-Link enthalten, der ohne weitere Umwege zur entsprechenden Installer-Datei führt.

    ich habe mir die Testversion angesehen und komme zu dem Schluss, dass mir dieses Programm keinen Fortschritt bringt. Wenn man aber Spaß daran hat, seine Bilder weit weg vom Original zu manipulieren, künstliche Sonnen, Nebel und alles mögliche einzufügen, aus trübem Wetter per Mausklick einen strahlenden Sonnentag zu machen etc., da bietet Luminar m.E. einiges.

    Habe mir Luminar jetzt auch ein bisschen näher angesehen und komme zu einem ähnlichen Schluss, das Programm ist einfach sehr Effekt-lastig. Und obwohl der Funktionsumfang auch abseits dieser Effekte mittlerweile deutlich gewachsen ist (und bspw. bei der Ebenen-Technik Lightroom sogar voraus ist), sehe ich da für mich persönlich keinen vollwertigen Lightroom-Ersatz.


    Aber man muss Luminar 4 trotzdem zwei Dinge zugute halten: Zum einen ist die Stabilität deutlich verbessert, mir ist das Programm bisher nicht einmal abgestürzt, im Gegensatz zu früheren Versionen. Und das andere sind die Möglichkeiten zur Beauty-Retusche. Das ist damals bei dem ganzen Aufschrei wegen den Funktionen zur Manipulation des Himmels usw. fast ein wenig untergegangen. Aber die Tools dort sind richtig gut und komfortabel. Die Regler für Haut-Verbesserung, Augenring-Entfernung oder Gesichts-/Augen-/Zähne-Aufhellung, usw. erkennen und maskieren sehr zuverlässig die jeweiligen Objekte im Bild und so hat man wirklich innerhalb weniger Sekunden ein tolles Ergebnis, für das ich in Lightroom mit den manuellen Masken sicher einige Minuten gebraucht hätte. Das hat mich jetzt tatsächlich beeindruckt.


    Von daher: Gekauft hätte ich mir das Programm wohl ziemlich sicher nicht, aber für umsonst lasse ich es gerne auf der Platte und werde es ab und zu gezielt für Portraits einsetzen. Idealerweise ließ es sich bei der Installation ja schon direkt als LR-Plugin installieren... :smile:

    Ich fürchte, du bist zu optimistisch.

    Na ja, echten Optimismus kann ich in meinem Post jetzt nicht wirklich erkennen, der ganze Markt wird sich meiner Vermutung nach halt irgendwann auf einem niedrigen Level einpendeln. Ich sehe nur nicht so schwarz, dass ich von einem völligen Kollaps und einem Ende der aktiven Weiterentwicklung dieser Sparte in absehbarer Zeit ausgehe.


    Deinen Pessimismus kann ich allerdings auch nicht nachvollziehen. So sehr man den Erfolg des Smartphones anerkennen muss und insbesondere die Möglichkeiten der Computational Photography, die mittlerweile recht beeindruckend sind, so darf man trotzdem eines nicht außer Acht lassen: Nur weil ein Smartphone etwas (gut) kann, heißt das noch lange nicht, dass es für Profis (oder die, die es gerne wären) interessant wäre.


    Für das Smartphone gibt es bspw. mittlerweile recht gute Videoschnitt-Apps. Ein Freund von mir schneidet seine Drohnen-Videos ausschließlich mit dem Smartphone und da muss ich mich als Hobbyist am PC mitunter ganz schön strecken, bis ich das so hinbekomme. Aber kein professioneller Video-Cutter käme jemals auch nur im Ansatz auf die Idee, seine Video-Produktionen auf einem Smartphone zu schneiden.

    Anderes Beispiel: Auch grafisch recht anspruchsvolle Spiele sind mittlerweile auf einem Smartphone gut und flüssig spielbar. Aber auch das führt nicht dazu, dass die ganzen Gamer ihre PC-/Konsolen-Ausrüstung aufgeben. Weil die keinerlei Interesse daran haben, an so einem kleinen Gerät mit null haptischem Feedback an ihren Fingern ihr Spielerlebnis zu trüben. Und das könnte man noch fortführen, gerade auch was Bildbearbeitung und anderen Anwendungen angeht.


    Überall da, wo professionelles Werkzeug (vermeintlich oder wirklich) benötigt wird, kommt man mit dem Smartphone einfach schnell an seine Grenzen. Und dabei lasse ich den technologischen Vorsprung und die bessere Qualität von Systemkameras mal ganz bewusst außen vor. Da genügt allein schon das, was aeirich geschrieben hat. Das hat etwas mit Werkzeug, Bedienung, Haptik, Ergonomie, Workflow, Schnittstellen zu tun.


    Sobald Hobby/Spaß im Vordergrund stehen, spielt das Smartphone natürlich seine Stärken aus. Und deshalb ist es ja auch gerade in diesen Bereichen so erfolgreich, in der Gelegenheits-Fotografie, im Gelegenheits-Videoschnitt, beim Musikhören, für soziale Medien, für Gelegenheits-Spieler, usw.


    Eine klassische Kamera mit oder ohne Wechselobjektiv wird zukünftig evtl. das Äquivalent zu einem Cabrio sein. Braucht man nicht, ist aber schön wenn man's mag und hat.

    Ich stimme dir ansonsten voll und ganz zu, aber hier denke ich wie gesagt, dass es für klassische Kamera, also Geräte, die speziell für diesen Zweck entwickelt/gebaut werden, immer auch einen tatsächlichen Bedarf geben wird und nicht nur einen eingebildeten.