Posts by PhilippV3

    Fand ich richtig gut! :daumenhoch:


    Und dafür, dass das dein erstes Video dieser Art ist und es relativ spontan entstanden ist, wirkt das schon recht professionell, Hut ab!


    Ein externes Mikro und die Einblendung der Exif-Daten bei den Bildern wäre dann noch die Vervollkommnung... :mrgreen:


    Nur interessehalber: Welches Schnitt-Programm hast du verwendet?

    Wer braucht oder kauft heute noch Blitzgeräte?

    Und wenn - warum dann von "Metz"?

    Natürlich wird insgesamt sehr viel weniger geblitzt als früher. Aber es gibt immer noch einen beträchtlichen Bedarf. Aber diese Nachfrage geht aktuell ganz klar in Richtung kreativere Blitz-Lösungen, wo zuverlässige Funksysteme grundlegend wichtig sind.


    Und diese Entwicklung haben nicht nur Metz, sondern im Wesentlichen auch die Hersteller-eigenen Blitz-Sparten ziemlich verschlafen oder erst sehr spät erkannt.


    Und wenn dann heute tatsächlich noch jemand einen Blitz kauft, um den einfach nur auf der Kamera aufzustecken, dann kauft er vermutlich gleich das "Original" vom Hersteller (obwohl die Dinger ja alle nur zugekauft und umgelabelt werden...). Daher kommt das Aus für Metz natürlich überhaupt nicht überraschend, trotzdem ist es halt sehr bedauerlich, finde ich. Hätte nicht sein müssen...

    Nikon hat jahrzehntelang so viele Altlasten mitgeschleppt daß ihnen das nun auf die Füße fällt.

    Canon und Minolta/Sony haben den Schritt zum zukunftsfähig(er)en Anschluß vor über 30 Jahren gemacht.

    Diesen Zusammenhang kann ich persönlich jetzt nicht wirklich nachvollziehen. Klar gab es da die ein oder andere Inkompatibilität, aber das interessiert derzeit schlicht niemanden. Und als der F-Mount bei Nikon noch im Mittelpunkt stand, konnte man jederzeit an jeden aktuellen (hochwertigen) Nikon-Body nahezu jedes beliebige Nikon-Objektiv der letzten 50 Jahre anschließen und sinnvoll benutzen. Der Rest war ehrlich gesagt Meckern auf hohem Niveau und betraf nur eine sehr kleine Anwender-Gruppe. Klar könnte man natürlich noch über alle möglichen weiteren Fehler von Nikon philosophieren, z. B. über die diversen Projekte, die sie angefangen, aber nicht zu Ende gedacht/gebracht haben, siehe DL-Serie, Nikon 1, die Action-Cams, usw.


    Aber das eigentliche Problem ist doch die dabei zugrunde liegende Arroganz, die Nikon seit einiger Zeit an den Tag legt und die ihnen jetzt, in der aktuellen Marktsituation, vielleicht endgültig zum Verhängnis wird.


    Nikon ist mit dem neuen Mount fast zeitgleich wie Canon an den Start gegangen, sie waren sogar ein bisschen früher dran. Aber als sie mit dem Z-System gestartet sind, sind sie das in einer Art und Weise (Preisgestaltung, Abschottung von Dritt-Anbietern), die man sich vielleicht als Marktführer erlauben kann, aber nicht, wenn man einen Rückstand aufzuholen hat. Da hätte es entweder eine aggressive Preisgestaltung gebraucht oder eine Öffnung der Protokolle, um das System möglichst schnell am Markt zu etablieren, indem man die Dritthersteller mit ins Boot holt. Aber Nikon machte weder das eine noch das andere. Sie orientierten sich preislich selbstbewusst an der Sony-Konkurrenz, ohne beim AF mithalten zu können und sie schotten sich mit ihren Mount-Protokollen ab, ohne beim Objektiv-Angebot mithalten zu können. So kann man halt allenfalls die hausinterne Kundschaft am Ball halten.


    Aber da kommt das nächste Problem: Gleichzeitig führt Nikon formal noch den F-Mount fort. Es fällt mir schwer das zu sagen, aber eine klare Ansage wie bei Canon, die offiziell verlauten ließen, dass sie keine weiteren EF-S Objektive mehr entwickeln werden, wäre hier besser gewesen. Stattdessen gab es Versprechungen, beide Systeme fortzuführen, es gab noch eine D780 und eine D6, zuletzt wurde über einen D850-Nachfolger gemunkelt. Gleichzeitig wissen alle, weil es einfach offensichtlich ist, dass Nikon natürlich nicht die Möglichkeiten hat, auf Dauer beide Systeme fortzuführen. Was macht da also nun ein D850-Kunde, der demnächst umsteigen möchte? Genau, gar nichts. Er wartet weiter ab, wie sich die Dinge entwickeln. Und das ist in der aktuellen Situation einfach tödlich. Nikon weckt mit seiner Strategie aktuell keine Begeisterung, sondern wirft nur jede Menge Fragezeichen auf.


    Die Z5 ist auch so ein Beispiel. Warum das Ding nicht gleich für 1100,- Euro am Markt platzieren? Sie landet dort doch sowieso in spätestens einem halben Jahr. Aber wäre man gleich so gestartet, hätte man die positive Presse, Youtuber, Influencer & Co auf seiner Seite gehabt, die nun aber alle unisono dazu raten, noch abzuwarten, bis die Preise merklich sinken. Nur: In einem halben Jahr interessiert die Z5 keinen mehr...


    Sorry, das mag jetzt wie ein zynischer Abgesang klingen, aber tatsächlich steht es um Nikon vielleicht sogar noch viel schlimmer als befürchtet, wenn man diesen Quellen Glauben schenken kann:


    Sieht im Nachhinein so aus als hätte ausgerechnet Canon, denen man in Sachen Spiegellose lange Zeit Schlafmützigkeit nachsagte, doch so ziemlich alles richtig gemacht.


    Nämlich: ...

    Kann man natürlich so sehen, aber ich sehe da auch eine Menge Aktionen/Entscheidungen, die schlicht von starker Konkurrenz getrieben waren und auch viel Zufall.


    Oder warum besteht sonst diese völlige Inkompatibilität des M-Systems mit dem R-System? Und wenn Canon schon so viel Know-How angesammelt hatte, warum war die EOS R dann im Vergleich zu den Mitbewerbern bestenfalls eine mittelmäßige Alternative und wurde bspw. beim AF erst durch mehrere FW-Updates konkurrenzfähig? Warum gab es anfangs für das R-System fast nur Profi-Linsen, aber keinen Profi-Body?


    Für mich stellt sich das eher so dar, als ob Canon von der Entwicklung des Marktes quasi überrollt wurde und sie relativ schnell reagieren mussten, dadurch so manche Hopplahopp-Entscheidung getroffen wurde und in der Eile dann auch noch das M-System als Bauernopfer fallen gelassen wurde.


    Innovationen wie den Dual-Pixel-AF hatte man sicher nicht mit der Intention eines künftigen spiegellosen Systems entwickelt. Zu dem damaligen Zeitpunkt war noch überhaupt nicht klar, ob DSLR oder spiegellose Systeme das Rennen machen und Canons Statement zur DSLR war damals noch eindeutig. Das war eher ein Ausrufezeichen nach dem Motto: "Seht her, auch in DSLRs können wir moderne LV-Features verbauen, es besteht also kein Grund, zu Sony zu wechseln."


    Klar ist natürlich: Wenn Canon etwas anpackt, dann machen sie es in der Regel auch richtig und wenn sie dann eben ihre gesamten Entwicklungs-Ressourcen in das R-System stecken, dann kommt auch was gescheites dabei heraus, siehe R5/R6. Aber bei einer von langer Hand geplanten Strategie hätte Canon sicher das ein oder andere von vornherein anders geplant und entschieden...

    Da das für die wenigsten Leute der klassische Anwendungsfall sein dürfte, müssen Vollformat-Objektive so konstruiert werden, dass sie das Vollformat auch voll ausleuchten, Schärfe bis in die Ecken - und das geht einstweilen nur mit viel hochwertigem, schwerem Glas und einer aufwändigen Umlenkung der Randstrahlen durch Mikroprismen vor dem Sensor.

    Oder man umgeht das eben durch verhältnismäßig lichtschwache Linsen, das ist ja genau das, was ich oben meinte. Und das ist genau der Trend, den man in den letzten Monaten beobachten kann. Canon hat dahingehend ja eine regelrechte Breitseite abgeschossen: RF 24-105mm/F4-7.1, RF 100-500mm/F4.5-7.1, RF 600mm/F11, RF 800mm/F11, Nikon setzt mit dem Z 24-50mm/F4-6.3 oder dem Z 24–200mm/F4–6,3 ähnliche Akzente.


    Sicher, die sind jetzt noch nicht alle auf Randschärfe ab Offenblende durchgetestet worden, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass man sich hier eine extreme Blöße geben wird, wenn man sich nur mal die MTF-Werte des bisherigen Standard-Kits im Z-System anschaut:

    https://www.cameralabs.com/nikon-z-24-70mm-f4s-review/2/


    Zum anderen: Spezielle Mikro-Linsen auf dem Sensor, die die Randbereiche verbessern, waren ein wichtiges Thema, als noch viele für Analog gerechnete KB-Objektive im Umlauf waren, die gerade im WW-Bereich schräge Lichtstrahlen auf den Sensor warfen, mit denen digitale Sensoren im Gegensatz zum Film nicht gut zurecht kamen. Das ist aber schon seit Jahren kein wirkliches Thema mehr. Sämtliche Objektive, die in den letzten 10, 15 Jahren auf den Markt kamen, haben entsprechend große Hinterlinsen und sind so konstruiert, dass die Lichtstrahlen möglichst gerade auf den Sensor treffen, soweit das mit Spiegelkasten eben möglich war. Ein weiterer Sprung in der Hinsicht war ja nun die Einführung spiegelloser KB-Systeme. Deren geringes Auflagenmaß kombiniert mit deutlich vergrößerten Mounts ermöglichen nun quasi telezentrische Objektiv-Konstruktionen. In dem Punkt hat mFT mittlerweile kein Alleinstellungsmerkmal mehr.

    bis auf die absoluten High-End Objektive muss man die tollen, lichtstarken KB-Objektive 1-2 Blenden abblenden, um die volle optische Leistung zu bekommen. Das brauche ich bei dem kleineren mFT Objektiv nicht, womit sich der theoretische Lichtstärke-Vorteil von 1 Blende beim KB-Objektiv auch wieder relativiert.

    Auch hier tue ich mich mit so einer Pauschal-Aussage schwer. Mangelnde Randschärfe ab Offenblende ist bei nur sehr wenigen neuen KB-Objektiven noch ein Thema. Natürlich gibt es Gurken in jedem System. Aber die gibt es ja offenbar auch bei mFT:

    https://www.opticallimits.com/…lympus1250f3563ez?start=1


    Dass daher nicht jedes Objektiv die Möglichkeiten eines Mounts immer voll ausschöpft, liegt auf der Hand und ist dann doch meistens dem günstigen Preis geschuldet, irgendwo müssen dann halt Kompromisse gemacht werden. Aber ich sehe da kein systematisches Problem, weder bei mFT noch bei KB.


    Und gerade die "tollen, lichtstarken KB-Objektive", sind mittlerweile derart gut ab Offenblende, dass es definitiv keine qualitativen Gründe mehr gibt, abzublenden, das macht man mittlerweile eigentlich nur noch aus gestalterischen Gründen...

    Mir ging es nur drum darzustellen, dass es im Kameraweltmarkt (sic!) m.E. durchaus ein Marktsegment, einen Bedarf an einem hochwertigen System gibt, das signifikant kleiner als KB und deutlich größer als 1" ist.

    Ich denke, niemand bestreitet, dass es dafür einen Bedarf gibt. Die entscheidende Frage ist aber letztlich, ob dieser noch groß genug ist, sodass er die Kosten für die Hunderten/Tausenden Angestellten deckt, für Entwicklungsressourcen, Produktion, Marketing und Vertrieb, und ob er obendrein noch einen (kleinen) Gewinn abwirft.


    Wenn man den Absturz der letzten Jahre anschaut, würde ich persönlich da aktuell einfach für gar keinen Hersteller mehr (abgesehen von Canon) und auch für genau gar kein System meine Hand ins Feuer legen wollen. Nur mal ein paar Fakten, die mir aus den letzten Jahren/Monaten in Erinnerung geblieben sind:


    - Sony: Die Kamerasparte ist vor einiger Zeit umgeschichtet worden und nun versteckt in einer Sparte zwischen diversen Unterhaltungsprodukten. Genaue Zahlen gibt es also nicht mehr, aber die Sparte als ganzes ist aktuell defizitär. Bei einem riesigen Misch-Konzern liegt es immer im Bereich des Möglichen, dass defizitäre Sparten einfach geschlossen werden, wenn sie nicht wie erwartet laufen, siehe Samsung. Die Sensor-Sparte muss man ja völlig losgelöst davon betrachten, die ist mittlerweile ein eigenes, profitables Unternehmen, das aber auch gar nichts mehr mit der Kamera-Sparte gemein hat.


    - Nikon schreibt seit kurzem tiefrote Zahlen, der Druck dort dürfte enorm sein, weil Nikon wie kaum ein anderer Hersteller noch regelrecht abhängig von seinen Imaging-Produkten ist. Aber eine echte Strategie, wie man aus diesem Tief wieder rauskommen will, kann ich aktuell kaum erkennen.


    - Fuji: Ein sowieso schon minimaler und aktuell noch weiter schrumpfender Marktanteil und das in einem in sich zusammenfallenden Markt. Die Imaging-Sparte ist ein winziger Teil des Gesamt-Konzerns, siehe Sony, der hier aber lange Zeit rote Zahlen geschrieben hat. Fuji selbst ließ vor einiger Zeit verlauten, dass die kleinen Gewinne, die sie dann zeitweise erwirtschaften konnten, im Grunde nur dem Erfolg der Instax geschuldet waren. Der interne Druck dürfte enorm sein.


    - usw.


    So könnte man noch munter weiter machen. Der Markt steuert auf eine Situation zu, in der letztlich nur ein Bodensatz des Umsatzes von anno 2011/12 übrig bleiben wird. Und das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Kosten der Modell-/Systemvielfalt gehen.


    Die Frage ist meiner Einschätzung nach daher nur noch, wen es zuerst trifft. Wie weiter oben ja schon ausgiebig erklärt, gebe ich persönlich da am ehesten noch KB die Chance, einfach aufgrund der möglichen Vielfalt, die sich nun auch immer mehr herauskristallisiert. Aber auch hier würde ich (wieder abgesehen von Canon) für keinen der aktuellen Player die Hand ins Feuer legen, weder für Sony, noch für Nikon, und schon gar nicht für Panasonic mit dem neuen L-Mount. Das ist alles so unsicher momentan und dadurch auch ein Stück weit eine sich selbst beschleunigende Abwärtsspirale, denn so eine Situation der Unsicherheit wirkt ja noch zusätzlich kaufhemmend...

    Man sollte mMn akzeptieren, dass es im umfassenden Sinne keine Äquivalenz gibt. Ein 55/1.4 @ APS entspricht im Bildeindruck etwa einem 85/2.0 @KB, ja. Und es wird bei ähnlicher optischer Qualität ähnlich groß sein. Und gleichzeitig bleibt das APS-Glas in diesem Vergleich eine Blendenstuf lichtstärker und die Belichtungszeit halbiert sich bei sonst gleicher Bildwirkung.

    Aber doch nur, wenn man den ISO-Wert außer Acht lässt. Wenn man von Äquivalenz spricht, gehört dieser Wert neben der Umrechnung von Blende und Brennweite als dritte Variable eben auch dazu. Überhaupt ist ja Äquivalenz bekanntlich mein Lieblingsthema...:mrgreen:


    Tatsächlich finde ich persönlich, dass der Äquivalenz-Gedanke noch nie so deutlich zum Tragen kam wie heute, siehe oben Thema lichtschwache KB-Objektive. Vor ein paar Jahren hat man (auch hier) noch argumentiert, dass Äquivalenz auch deshalb nur reine Theorie sei, weil es bspw. entsprechend lichtschwache Linsen für KB ja gar nicht gebe. Jetzt sind sie eben da.


    Auch bei den Sensoren wurde argumentiert, dass die kleineren Sensor-Formate tendenziell innovativer seien und daher oft einen gewissen technologischen Vorsprung haben, was solche Äquivalenz-Vergleiche schwierig macht. Aber auch hier haben wir mittlerweile eine recht homogene Situation, denn die Sensoren sind formatübergreifend seit ein paar Jahren technologisch quasi auf demselben Stand angekommen, nahezu überall hat sich als letzter Meilenstein noch die BSI-Technik durchgesetzt, seither ist wenig passiert.


    Aber das schafft eben auch eine recht gute Vergleichbarkeit, nur mal zwei Beispiele:


    Nikon Z7 - Z50

    Der Größenvorteil des KB-Sensors schlägt sich in dem Fall in der ca. verdoppelten Auflösung nieder. Und dies führt erwartungsgemäß zu einem sehr ähnlichen Rauschverhalten auf Pixel-Ebene. Man könnte anders herum auch sagen, dass eine Z7 im Crop-Modus quasi die Z50 schon integriert hat.


    Sony A7III - A6500

    Hier liegt bei beiden Sensoren die gleiche Auflösung vor und daher beträgt erwartungsgemäß der Vorsprung auf Pixel-Ebene ca. 1 ISO-Stufe.


    Also um bei dem Beipsiel zu bleiben: Mit der KB hat man nur solange die halbe Belichtungszeit, wie der ISO-Wert nicht um eine Stufe hochgestellt wird. Und das kann an der KB eben jederzeit getan werden, um dasselbe Ergebnis wie mit der APS-C Kombination zu erhalten (Dann ist das Ergebnis natürlich auch nicht mehr besser, aber darum geht es ja bei Äquivalenz auch gar nicht).

    Bei der Variante mit der doppelten Auflösung des KB-Sensors gelangt man zu demselben Ergebnis, wenn man die Bilder auf die gleiche Ausgabegröße bringt, bei der Variante mit gleicher Auflösung ist die Äquivalenz bereits direkt durch das um eine Stufe bessere Rauschverhalten auf Pixel-Ebene gegeben. Und natürlich gibt es dazwischen auch noch einige Zwischen-Stufen...


    Und ich glaube tatsächlich, dass diese abstrakte Diskussion auch reale Auswirkungen auf den Markt haben könnte, denn KB ist dahingehend im Vorteil, dass man das System als solches eben einfach breiter aufstellen kann. Man kann Profis und wohlhabende Amateure mit extrem lichtstarken Linsen glücklich machen, man kann es andererseits aber auch für Nutzer kleinerer Sensorformate attraktiv machen, indem man die Objektive lichtschwächer und damit kleiner/leichter/günstiger designed...

    Bezüglich der grundsätzlichen Kritik an dem Autor gehe ich da gerne mit. Ich meine mich zu erinnern, dass wir hier in der Vergangenheit schon einmal einen seiner Artikel diskutiert hatten, in dem teils krude Ansichten zum Vorschein kamen. Sieht man in dem Fall aber von der Art der Präsentation ab (Vermutungen werden als Fakten dargestellt), bleibt es letztlich eine von vielen möglichen Zukunfts-Prognosen, die ich persönlich aber nicht als die unwahrscheinlichste einstufen würde.

    Natürlich: Wie sich der Markt tatsächlich entwickeln wird, kann aktuell niemand mit absoluter Sicherheit sagen, aber dafür, dass sich langfristig KB als Quasi-Standard durchsetzen könnte, spricht tatsächlich das ein oder andere:

    • Konkurrenz von unten: Das Smartphone
      Zwar kann von mFT bis MF kein einziges Sensorformat der Entwicklung in Sachen Computational Photography momentan etwas entgegensetzen, jedoch wird dies vor allem den kleineren Formaten zum Verhängnis.
    • Konkurrenz von oben: KB wird immer günstiger
      Es gibt eine immer größer werdende Auswahl an KB-Kameras, die im knapp vierstelligen oder sogar dreistelligen Euro-Bereich angeboten werden. Für eine Kamera mit kleinerem Sensor mehr Geld zu bezahlen, ist prinzipiell immer schwer vermittelbar. Nicht, dass das nicht gerechtfertigt sein mag, aber die wiederkehrenden Diskussionen, wenn ein neues APS-C / mFT Top-Modell vorgestellt wird, wonach dieses wieder mal viel zu teuer sei, weil man dafür ja schon die KB-Kamera XY bekommt usw., zeigt doch, dass solche Preisgefüge nur schwerlich akzeptiert werden.
      Nur um das klarzustellen: Ich persönlich halte es für absolut gerechtfertigt, dass das Top-Modell eines mFT-Systems teurer ausfällt als bspw. das Einstiegsmodell eines KB-Systems. Aber es bleibt dennoch schwer vermittelbar, selbst in den Fach-Foren ist das ein ständig wiederkehrendes Thema, obwohl man hier ja eben ein "fachkundiges" Publikum hat.
    • Lichtschwache KB-Objektive Linsen, die die Vorteile kleinerer Systeme kannibalisieren
      Als Beispiel nehme man mal die jüngsten Vorstellungen bei Canon, also das 600mm/f11, 800mm/f11 oder das 24-105mm mit f7,1 am langen Ende, usw. Diese Linsen werden von eingefleischten Fans natürlich nur recht spöttisch kommentiert, aber im Grunde kann man sie auch als Bausteine sehen, die KB mehr und mehr zum System für jedermann machen, denn sie bieten faktisch die gleiche Leistung wie entsprechend lichtstärkere Linsen kleinerer Sensorformate (Stichwort Äquivalenz), sind größen- und gewichtstechnisch auf ähnlichem Level und dabei noch bezahlbar. Da bröckeln die Argumente für das „kleinere“ System…

    Wie gesagt: Das ist nur eins von vielen denkbaren Zukunfts-Szenarien, für andere Prognosen mag es ebenfalls schlüssige Argumente geben, wir stochern da alle nur im Nebel. Auf jeden Fall kommen da spannende und wohl auch schmerzhafte Jahre auf uns zu...

    Ich habe gar noch 2 SanDisk 32 GB mit 95 MB/s Lese-und Schreibgeschwindigkeit.

    Dito... :smile:



    Außerdem könnte auch der interne Buffer der limitierende Faktor sein.

    Ja, das ist so, das würde nur das Leeren des Buffers etwas beschleunigen, aber die Serienbilder würden erstmal nach derselben Anzahl von Bildern anfangen, ins Stocken zu geraten. Von daher bleibe ich auch noch eine Weile dabei, die reichen mir persönlich völlig aus...

    Sehr interessant. Und das sind ja die Zahlen von 2019, d. h. vor Corona (was natürlich alle getroffen hat, aber die Hersteller, die ohnehin schon auf dem absteigenden Ast waren, dürfte dies noch etwas härter treffen) und noch vor der Canon R5/6, von daher dürfte Canons Dominanz auch in 2020 eher noch zunehmen.


    Dass Sony aber in 2019 noch nicht mal die Hälfte der Menge an Kameras absetzt wie Canon, war für mich persönlich aber doch überraschend. Die gefühlte Präsenz in youtube, Instagram, usw. könnte einem zum gegenteiligen Schluss führen, da sieht man mal wieder, wie konträr die Wirklichkeit zur Internet-/Foren-/Insta-Welt manchmal ist...


    Und für Nikon wird es ganz, ganz schwierig, denke ich mittlerweile. Nicht weil sie schlechte Kameras bauen. Aber sie öffnen sich bei dem Z-System zum einen nicht für Fremdhersteller, was das System unnötig unattraktiv macht (ohne Sigma und Tamron), auch wenn es beachtlich ist, was sie in den letzten 2 Jahren aus dem Boden gestampft haben. Zum anderen haben sie aber auch weder das Standing bei professionellen Fotografen wie Canon es hat, noch den "Coolness-Faktor" von Sony.


    Ebenso überraschend für mich ist übrigens auch der Verlust an Marktanteilen bei Fuji bzw. dass dieser überhaupt nur bei mageren 4,7% liegt, auch hier hätte ich aufgrund der gefühlten Präsenz im Netz mehr erwartet.


    Also das wird dieses und nächstes Jahr wohl noch eine spannende Zeit werden. Ich persönlich gehe davon aus, dass wir nach Samsung und Olympus auch bei weiteren Herstellern noch einschneidende und radikale Entscheidungen sehen werden...



    Ein Grund warum ich mir letztes Jahr das Nikkor 70-200/2.8 VR I angeschafft hatte, ist dessen recht gute Naheinstellgrenze und die moderate Brennweitenverkürzung im Nahbereich. Zusammen mit etwas Zuschnitt ergibt das zwar noch keine echten Makros, aber für meine Zwecke bin ich ehrlich gesagt vollauf zufrieden...:smile: