Pixeldichte bei Smartphone Kameras

  • Mal 'ne Frage zu Smartphone Cams. Die haben sich ja auch kontinuierlich weiter entwickelt und liefern mittlerweile bei normalen Beleuchtungssituationen ganz brauchbare Bilder ab. Was ich nicht kapiere, ist folgendes: KB Sensoren werden heute mit bis zu 36 MP ausgerüstet; APS-C schaffen 24 MP; mFT tut sich schwer, mehr als ca. 20 MP aufzupacken, ohne Qualitätseinbussen zu risikieren. Es scheint doch so einen gewissen Zusammenhang zu geben zwischen Sensorfläche und einer technischen vernünftigen Pixeldichte.


    Viele kleinere Sensoren packen aber ebenfalls 20-24 MP drauf. Und nun gibt es schon eine Reihe von Smartphones mit Sensoren in Konfetti-Größe, die ebenfalls 24 MP aufweisen.


    Mir ist schon klar, dass mehr MP nicht alles sind. Aber wie bekommt man auf ein Mini-Sensörchen die gleiche Menge Rezeptoren drauf, die bei einem KB-Sensor noch bis vor Kurzem Standard waren? Erkauft man sich das mit erheblichen Qualitätseinbußen, z.B. beim Rauschen, der Empfindlichkeit o.a.? Sieht man das als Normal-User?


    Und wenn diese Dichte ohne gravierende Nachteile realisierbar ist - warum gibt's dann keine 1-Zöller mit 40 MP oder KB mit 120? (Nicht, dass ich nach dem Urlaub gerne 1.500 Dateien a 120 MP bearbeiten möchte, aber es gibt ja auch Hochleistungs-PC's, die das vielleicht könnten).

  • Smartphones unterscheiden sich diesbzgl. sicher nicht von DigiCams, und hier gilt zunächst folgendes:
    Pixelpitch – Wikipedia


    Unabhängig davon denke ich, dass hohe Pixelzahlen nach wie vor vor allem ein Verkaufsargument sind, wobei ich denke, dass die Signalaufbereitung natürlich in den letzten Jahren Fortschritte gemacht hat. Also höhere Pixelzahlen machen vielleicht heute schon etwas mehr Sinn als noch vor 10 Jahren. Zumal neuere Objektive höhere Auflösungen erfordern.


    Nicht ganz vergessen werden sollten dabei andere Aspekte, wie z.B. die "förderliche Blende". Geschätzt (ich habe das jetzt nicht nachgerechnet) dürfte die Passage bei MFT von 12 auf 16 MP und bei MFT von 16 auf 24 MP ca. 0,5 Blende ausmachen. Das kann bei den Minisensoren mit so hohen Pixelzahlen ganz schnell grausig werden...


    Wo jetzt der optimale Kompromiss bzgl. Pixelzahlen und sonstiger Parameter liegt, weiß ich natürlich nicht, er dürfte aber so einiges unter dem im Handel Angebotenem sein. Unverständlich in dem Zusammenhang blieb für mich immer der Umstand, dass z.B. die 1" Sensoren bei Sony (RX100..) gleich mit 20 MP angefangen haben, was zwar für einige Verwunderung, unterm Strich wegen der tatsächlich erzielten BQ zu keiner echten Infragestellung geführt hat.

    lg, Achim

    (Von mir eingestellte Bilder dürfen grundsätzlich bearbeitet und bei DFT gezeigt werden.)

  • Nicht, dass ich nach dem Urlaub gerne 1.500 Dateien a 120 MP bearbeiten möchte, aber es gibt ja auch Hochleistungs-PC's, die das vielleicht könnten

    Vielleicht, aber ich glaube ich wollte nicht die Objektive dafür schleppen und bezahlen. Ein weitere Frage: aktuelle Smartphone-Sensoren haben ISO 25 oder ISO 32 als Grundempfindlichkeit. Warum ist das nicht bei mFT oder Fuji möglich?