Der extreme Bildbearbeitung - Thread

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Also, hey, das ist beeindruckend. Es ist - das schreibe ich jetzt frei weg - nicht mein Ding weil Farbe ist Farbe und Foto ist Foto. Aber es sieht klasse aus, ist toll gemacht und ich finde die Bilder haben Ausstrahlung. Toll. Hut ab und so!
      www.stefansenf.de
      Ich moderiere in grün, der Rest ist nur meine Meinung ;-)
      Ricoh Theta V | Pentax KP, 10-17, 18-300, 15, 21, 35, 55, 70 und Lensbaby | Samsung NX1000 und NX300 mit 16, 16-50, 20-50 und Altglas
    • @Franz @le spationaute

      Danke für's Feedback! :daumenhoch:

      Keine Frage, Fotografie und Malerei kann man nicht einfach so über einen Kamm scheren, das sind schon noch 2 unterschiedliche Welten, die allerdings mehr oder weniger große Schnittmengen gemein haben können.
      Vielleicht kennt Ihr das, dass man ein Motiv entdeckt, im selben Augenblick ein fertiges Bild vor seinen Augen sieht und dann macht man Fotos, werkelt daran herum und bekommt es einfach nicht hin. Technisch alles prima, Bildwinkel, Brennweite, Schärfe, Bokeh, Perspektive usw. alles optimal und doch fehlt irgendwie das gewisse Etwas. Für mich mit ein Grund, mich umso mehr mit Bildern zu beschäftigen, die mich sofort packen und genau dieses Feeling erzeugen, dass mir manchmal in den Fotos fehlt. Und da ist mir einfach aufgefallen, dass es oftmals gemalte Bilder sind, die diesen "Effekt" bei mir erzeugen. Also habe ich mal den digitalen Pinsel bemüht und mich dabei ein wenig an den gemalten Vorbildern orientiert. Da wird ja gerne mit Spachteltechniken gewerkelt, mit dicker Farbe und strukturverstärkter Leinwand für Plastizität gesorgt und teilweise mit zusätzlichen Strukturen aller Art ergänzt, was digital nur sehr schwer nachzuahmen ist. Dennoch hat sich für mich bei manchen Motiven gezeigt, dass gerade dieser "malerische Look" den ursprünglichen Fotos genau das geben kann, was mir persönlich noch gefehlt hat. Natürlich ist das keine klassische Malerei sondern eher freie Interpretation, aber sei es drum.

      Hier ist noch so ein Bild, wo ich viel probiert habe und wo ich letztendlich bei dieser Version angelangt bin. Das Foto ohne weitere Bearbeitung (ein Panorama mit Belichtungsreihen) ist irgendwie zu nüchtern und wirkt zu sehr nach Postkarte/Bildband. Aber in dieser Variante, auf Strukturleinwand in entsprechender Größe gedruckt und mit einem Spotlight beleuchtet entsteht genau das, was ich damals beim Fotografieren empfunden und gesehen habe. Es fehlt vielleicht noch ein wenig Lebendigkeit, vielleicht eine Flasche Rotwein und 2 Gläser auf dem Brückensims, davor ein eng umschlungenes Pärchen ..., könnte aber auch schnell zu kitschig werden. :smile:




      Mit liebem Gruß
      Frank
      Der Augenblick ist jenes Zweideutige, darin Zeit und Ewigkeit einander berühren. Kierkegaard
    • @Belastungstester

      Das kann ich gut verstehen, besonders deshalb, weil Du ja erwähnt hast, dass Du auch real malst. Dabei wirst Du sicherlich Techniken verwenden, die auf bestimmten Grundlagen basieren, Stile definieren usw., so dass es Dir vermutlich recht willkürig erscheinen mag, was ich da gemacht habe. Und da hast Du auch vollkommen recht, denn ich handle da rein aus dem Bauch heraus, ohne mich um bestimmte Vorgaben, Regeln usw. zu kümmern. Von daher ist mein Maßstab ganz simpel: wenn es für mich optisch gut aussieht, dann bin ich zufrieden. An einem anderen Maßstab gemessen kann man z.B. auch von der visuellen Wirkung angesprochen werden und gleichzeitig gemessen an den "Regeln" klassischer Malerei enttäuscht sein. Oder man erwartet schlichtweg authentische Malerei ohne wenn und aber, dann kann das Bild noch so sehr gefühlsmäßig ansprechend sein, es hätte dennoch keine Chance.

      Tatsächlich finde ich genau diesen Part, wo fotorealistische Bildteile mit "gemalt anmutenden Bereichen" gemischt/kombiniert werden, sehr reizvoll. Meine Herangehensweise ist ja auch eher eine Art "reverse engineering", also vom fertigen, hochaufgelösten Foto zum malerischen Look. Ich fange also nicht mit einer leeren Leinwand an, sondern gehe ja genau den umgekehrten Weg, lasse Teile weg, pinsele hier und da, verschmiere hier und dort, füge diesen und jenen Strich hinzu usw. usf., um ein "ähnlich anmutendes"(!) Ziel zu erreichen. Dabei kann ich z.B. den Blick dadurch führen, dass ich wichtige Bildbereiche eher realistisch lasse, während das Beiwerk durch stärkere Bearbeitung in den Hintergrund tritt (nur mal so als Beispiel).

      Wie bereits gesagt, für mich ist das freie Interpretation und keine Malerei im klassischen Sinne, ich könnte auch einfach sagen, dass mir meine Unwissenheit bezüglich klassischer Malerei genau diese Freiheiten läßt, die ich brauche, um einfach intuitiv zu werkeln. Würde ich mich mehr mit realer Malerei beschäftigen, wäre das vielleicht anders und ich würde solche Motive von Grund auf mit echter Farbe auf echter Leinwand malen und Fotos bestenfalls als Vorlage benutzen. :smile:




      Mit liebem Gruß
      Frank
      Der Augenblick ist jenes Zweideutige, darin Zeit und Ewigkeit einander berühren. Kierkegaard
    • @Picturehunter: Gut, dass Du Dich nicht verunsichern lässt.
      Ich hatte nur meinen subjektiven Eindruck geschildert.
      Auf dem heimischen Bildschirm sieht es übrigens besser aus als auf meinem Handy...
      Was gut kommt sind die Brüstung, die Bank, die Straße und der Fluss.
      Die Striche im Himmel in der Mitte passen nicht ganz ins Bild.
      Ebenso Details wie die Querstangen und die Metallbügel an den Lampen,
      im Hintergrund die sehr exakten, beleuchten Fenster.
      Gerade letztere würden in der Ferne eher verwischt dargestellt.
      Aber wie gesagt, nur meine unmaßgebliche Meinung.
      In erster Linie muss es Dir gefallen ;-) .
      Von mir eingestellte Bilder dürfen bearbeitet und bei dft gezeigt werden.
    • @Belastungstester

      Ich danke Dir für Deine konstruktive Kritik. Genau deshalb zeige ich die Bilder ja auch, um zu sehen, was anderen Usern daran vielleicht gefällt oder auch nicht gefällt und vor allem, warum.
      Deine Kritikpunkte kann ich nachvollziehen, ich werde mal schauen, ob ich das noch etwas besser hinbekomme. :smile:


      Mit liebem Gruß
      Frank
      Der Augenblick ist jenes Zweideutige, darin Zeit und Ewigkeit einander berühren. Kierkegaard
    • Belastungstester schrieb:

      Das obere Schloss in Füssen
      So ähnlich müssen im Mittelalter die Kirchenfenster entstanden sein. Nur haben sie natürlich früher nicht durch eine Digi-Cam sondern durch mundgeblasene Flaschen geschaut. Nach der 5. Flasche Wein, hatten die bestimmt den gleichen Anblick. :twisted:
      Gruß aus Berlin
      Thomas

      NEU: Eisspeedway hier:

      OM-D E-M5 Mk II + E-PL 5; 12-40/2,8; 14-42; 8/3,5 FT; 20/1,7; 25/1,7; 45/1,8
      und
      Sony Alpha a7; 28-70; 70-300; 50/2,8 Macro





    • Edit

      @Ponti
      :danke: (sorry, hatte Deinen Beitrag übersehen)

      Für solche Bildbearbeitungen wäre ein "Making of" Video sicherlich eine sinnvolle Variante, damit man dem Entstehungsprozess zusehen kann. Mal schauen ... :smile:



      Mit liebem Gruß
      Frank
      Der Augenblick ist jenes Zweideutige, darin Zeit und Ewigkeit einander berühren. Kierkegaard

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Picturehunter ()