neue "Monster"-Vollformatsensoren offenbar im Anmarsch

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • neue "Monster"-Vollformatsensoren offenbar im Anmarsch

      Sony: Das sind die zwei neuen Monster-Vollformatsensoren | Photografix Magazin

      Das bestätigt meine Theorie, dass das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht ist, sondern dass das Wachstum bzgl. diverser Eigenschaften (Dynamik, Geschwindigkeit) eher noch zunimmt. Ich kann mir sogar vorstellen, dass es exponentiellen Charakter besitzt, ähnlich dem Mooreschen Gesetz.
    • Liest sich für mich in erster Linie wie Marketing-Getöse. Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, dass die besten Sensoren was Empfindlichkeit angeht, heute schon in die Nähe des theoretischen Limits kommen. Sicher, Geschwindigkeit und Dynamikumfang kann man bestimmt noch weiter verbessern. Wer weiß, vielleicht "brauche" ich auch mal 8K @120fps mit 16 Stufen Dynamik. Im Moment kann ich's mir aber nicht so recht vorstellen.
    • blaues braunrotgrau schrieb:

      Ich kann mir sogar vorstellen, dass es exponentiellen Charakter besitzt, ähnlich dem Mooreschen Gesetz.
      Oder aber die Entwicklung verläuft in kleineren Schritten, weil die Technologie allmählich ihre Reife erlangt, bzw. in die Nähe der physikalischen Grenzen kommt. Who knows? Einstweilen werden die Hersteller weiterhin versuchen, sich über "Innovation" vom Rest zu differenzieren, was bleibt ihnen anderes übrig? Und nicht jede Innovation wird von jedem wirklich benötigt.

      Wenn man mal 10 Jahre zurück blickt, könnte man sich vorstellen, dass die Sensoren 10 Jahre in der Zukunft vielleicht wirklich (je nach Größe) 60-150 MP haben, trotzdem kaum rauschen, und dass sich der Dynamik-Umfang allmählich dem nähert, den das menschliche Auge verarbeiten kann. Da die optische Auflösung von Objektiven physikalisch begrenzt ist, müsste eine solche Auflösung durch die Software mit unterstützt werden. Ach ja, und man bräuchte Wiedergabegeräte (Monitoren), die dieses Potential auch wieder sichtbar machen können. Da bin ich gespannt.

      Mit etwas Phantasie könnte ich mir noch vorstellen, dass es nur noch wenige Objektive gibt und das gesamte Thema Bildwinkel UND Tiefen(un)schärfe nur noch per Software auf das gewünschte Maß oder Bokeh gerechnet wird. Damit wäre dann aber ein wesentlicher Vorteil großer Sensoren hinfällig und die Frage offen, wieso man viel Gewicht schleppen soll für ein Ergebnis, dass ich - in gleicher Qualität! - auch mit einer Handycam erzeugen kann.

      Ob die Cams noch schneller werden müssen? Viele liefern heute schon mit Silent shutter 50-60 Bilder/sek. und mehr. Noch schneller bringt vermutlich nur was, wenn man tatsächlich Gewehrkugeln etc. fotografieren möchte.

      Ach ja, und das Ganze wird weiter miniaturisiert, in den Steg einer Brille eingebaut oder gleich ins Auge selbst, und man fotografiert mit einem kurzen Zwinkern. Dann knipst endlich jeder jeden in jeder Situation, und unsere Kinder haben echt Mühe, die Billionen völlig hirnloser Fotos im Netz irgendwie wieder wegzubekommen, weil damit auch der dann leistungsfähigste Rechner in die Knie geht. Brave new world.
    • Hach ja, was gab es damals für Diskussionen, als vor genau 10 Jahren z.B. die erste Nikon Vollformat mit damals sagenhaften 24 Megapixel auf den Markt kam. Und schon damals wurde fleißig diskutiert und auch infrage gestellt, ob solche "Monsterauflösungen" sinnvoll sein können und wofür man das eigentlich braucht und welche Nachteile das mit sich bringt. Mittlerweile sind ~24 Megapixel etabliert, im KB Format inzwischen sogar noch deutlich mehr. Die Diskussionen von damals sind weitgehend verebbt und es wird eigentlich nur noch auf "Nerd-Niveau" im Grenzbereich argumentiert, das ist zumindest mein Eindruck.

      Das Ganze erinnert mich irgendwie an die Autoindustrie, wo seit Jahren "Leistungsrekorde" präsentiert werden. Dank Turbo-Doppelkupplungs-Launchcontrol-Allrad-Fahrassistenzsystemtechnik kann potentiell jeder, der die Taler übrig hat, einen Wagen fahren, dessen Fahrleistungen alles in den Schatten stellt, was man sich in den 80er/90er Jahren hat vorstellen können. Und auch hier zeigt sich, dass diese Technik selbst in den kleinsten Baureihen etabliert ist.

      Ist es wirklich der Markt, der nach diesen "Superlativen" schreit, oder sind diese Dinge das Ergebnis von "wenn es machbar ist, dann wird es auch gemacht"? Interessanterweise braucht es mit dem steigenden Leistungspotential auch immer mehr elektronische Kontrolle, um diese Mehrleistung überhaupt noch bändigen zu können.

      So oder so ist es nach wie vor eine ständige Aufrüstung, denn sobald ein Teil vom ganzen System mal wieder nach vorne prescht, muß der ganze Rest irgendwann mitziehen. Das führt dann dazu, dass bisher ausreichende Technik schlagartig veraltet und man gar nicht anders kann, als zu erneuern. Bei den KFZ hat selbst das "Downsizing" einer weiter zunehmenden Leistungsfähigkeit nicht geschadet. Und selbst physikalische Grenzen werden immer wieder aufs Neue "ausgetrickst", um noch etwas mehr aus den Dingen herauszuholen, als eigentlich geht, ausgeklügelte Elektronik und Software machen es möglich.

      Manchmal ist es frustrierend und zugleich auch begeisternd, zu sehen, dass das, was man früher mühsamst mit viel Arbeit und nötigem Knowhow realisieren konnte, heutzutage quasi mit einem Klick aus der Hand zu machen ist. Natürlich ersetzt fortschreitende Technik nicht den Geist, der sie bedient, aber mit der Technik selbst muß man sich eigentlich immer weniger bzw. in anderer Weise befassen. Für alles gibt es elektronische Helferlein, unzählige Apps und 1 Klick Automatiken, wozu also noch die Technik dahinter verstehen, um das letzte rauszuholen, wo doch Überfluss herrscht bzw. verfügbar ist? Genau das war früher anders, da hat man auch im Hobby/Amateur Bereich fast schon studiert, um der Kamera das Maximum des Machbaren zu entlocken, das waren Zeiten, wo Auflösung, Dynamikumfang, Rauschfreiheit bei hohen Iso Zahlen usw. noch sehr limitiert waren.

      Bleibt die Frage, wofür man die Leistung, die einem heutzutage zur Verfügung steht und in Zukunft zur Verfügung stehen wird, eigentlich nutzen kann. Die Frage kann man sich auch beim KFZ stellen, denn wo soll man die 0-100 in 3s und die Vmax von 250+ km/h eigentlich anwenden, schließlich werden dafür keine neuen Rennstrecken gebaut? Was also fange ich mit 60 oder 150 Megapixel Bildern an, wenn ich keine Peripherie habe (oder nicht haben will), diese sinnvoll zu nutzen? Und werden die 8K Displays nur gebaut, um den steigenden Megapixelzahlen gerecht zu werden oder ist es umgekehrt?

      Ein Teufelskreis, der sich immer schneller dreht, und wir alle machen freiwillg/unfreiwillig dabei mit. Genau da erscheinen mir dann auch solche Diskussionen fragwürdig, wo selbst bei High End Geräten noch rumgemäkelt wird.


      Aber ok, so ist das halt, würden z.B. vergangene Generationen die Möglichkeit haben, nochmal kurz in unserer Zeit zu verweilen, was würden sie wohl dazu sagen? Dass man heute in wenigen Stunden an nahezu jeden Ort der Welt gelangen kann, dass es überall in Supermärkten alles im Überfluss gibt, Strom aus der Steckdose und das Wasser aus der Leitung kommt und Fertighäuser an einem Tag hingestellt werden können, dass man sehr viele Krankheiten heilen kann, dass es Internet und Smartphones gibt, die Echtzeitkommunikation an fast jedem Ort dieser Welt zulassen? Und was würde ein Fotograf dazu sagen, der zu Zeiten der ersten Kameras gelebt hat, der schweres Gerät mit sich herumschleppen mußte und dabei mit vergleichsweise bescheidener Bildqualität auskommen mußte, könnte er sehen und erleben, wie einfach es heute ist, mit einem simplen Smartphone zu fotografieren und dabei zu unglaublich guten Ergebnissen zu kommen? Und was würde er erst zu 60/150 Megapixel Kameras und 8K Fernsehern sagen?

      Wir hier leben in einer Zeit im Überfluss und mit Luxusproblemen, die wir selbst erschaffen. Dabei denke ich oft an frühere Zeiten zurück, denn dort finde ich einen Maßstab, an dem ich mich heute orientieren kann, der mir Bodenhaftung verschafft und denke mir einfach nur, was für ein Glück ich habe, in dieser Zeit leben zu dürfen und diesen Luxus nutzen zu können. Vielleicht ist ja irgendwann mal ein Punkt erreicht, an dem man sagt: es ist gut so, wie es ist, das reicht! Wenn man diesen Punkt aber immer wieder verpasst, dann wird der sog. Fortschritt immer auch Probleme mit sich bringen, die man ohne ihn gar nicht erst hätte. Noch scheinen die Vorteile zu überwiegen, daher wird sich das Rad sicherlich noch eine Weile zunehmend schneller drehen, bis wir irgendwann mit unserer eigenen Technik nicht mehr mithalten können, denn wir selbst sind das eigentliche Limit, nicht die Technik. Und da, wo wir an unsere Grenzen stoßen, wird uns dann wiederum Technik ersetzen, die dann die Technik bedient. So wie Piloten z.B. Computer bedienen, die dann die Technik steuern, die das Flugzeug fliegen lässt.



      Wie lange ich wohl noch mit meinen 12 Megapixeln "überleben" kann? Eigentlich war und bin ich zufrieden damit ...



      Mit liebem Gruß
      Frank
      Der Augenblick ist jenes Zweideutige, darin Zeit und Ewigkeit einander berühren. Kierkegaard
    • Picturehunter schrieb:

      Ein Teufelskreis, der sich immer schneller dreht, und wir alle machen freiwillg/unfreiwillig dabei mit. Genau da erscheinen mir dann auch solche Diskussionen fragwürdig, wo selbst bei High End Geräten noch rumgemäkelt wird.
      Ich beobachte zunehmende Diskussionen die sich um genau dieses Thema drehen.
      Dabei ist es doch ganz einfach wenn ich für mich die Frage klar habe was ich will und was ich
      dazu brauche.
      Kompliziert wird es wenn solch ganz individuelle Werte eine ständigen Neuorientierung am aktuellen (/vermeintlichen/theoretischen) Maximum unterliegen.
    • Die für mich entscheidende Frage ist: kann man sich heutzutage in der Gesellschaft, in der wir leben und wie wir miteinander leben, dem technischen "Fortschritt" tatsächlich entziehen und nur für sich selbst entscheiden, wo man "stehen bleiben" möchte? Ich sehe da leider diesen Zwang der Anpassung, zum einen, weil vorhandene Technik nicht ewig hält und immer neue Standards zu Kompatibilitätsproblemen führen und zum anderen, weil der Stand der Technik, der mir persönlich vielleicht reichen würde, irgendwann einfach nicht mehr verfügbar bzw. aktuell nutzbar ist. Das zwangsläufige "aufrüsten müssen" kennen wir alle vom Computer, auch wenn sich viele an veraltete Hardware/Software klammern und versuchen, diese so lange wie irgendmöglich zu nutzen. Irgendwann kommt der Tag X, ab dem das nicht mehr geht, ob man will oder nicht ...

      Es ist gut, wenn das ein Thema für Diskussionen ist und die Menschen nicht blind dem technischen Fortschritt folgen, sondern den Mut haben, die Sinnhaftigkeit bzw. Notwendigkeit wenigstens zu hinterfragen, sich möglicher Folgen bewußt zu werden und nicht den Preis zu ignorieren, den man dafür bezahlen muß.
      Aber letztendlich ist die Masse der Kapitän, der das Schiff steuert, nicht der einzelne Matrose, und dann heißt es "mitgehangen - mitgefangen".



      Mit liebem Gruß
      Frank
      Der Augenblick ist jenes Zweideutige, darin Zeit und Ewigkeit einander berühren. Kierkegaard
    • Wir hier leben in einer Zeit im Überfluss und mit Luxusproblemen, die wir selbst erschaffen. Dabei denke ich oft an frühere Zeiten zurück, denn dort finde ich einen Maßstab, an dem ich mich heute orientieren kann, der mir Bodenhaftung verschafft und denke mir einfach nur, was für ein Glück ich habe, in dieser Zeit leben zu dürfen und diesen Luxus nutzen zu können. Vielleicht ist ja irgendwann mal ein Punkt erreicht, an dem man sagt: es ist gut so, wie es ist, das reicht!

      Mittlerweile bin ich an einem Punkt angelangt, wo ich das Meiste nur noch als technischen Selbstzweck empfinde. Neue Sensoren brauchen mehr Objektivleistung usw.. Und dann klafft die Schere zwischen dem, was der 'gemeine Handynutzer' als Bild braucht und nutzt und dem, was ein (Dank Kaufkraftschwund) immer kleiner werdender Teil der Käufer an Bildern produziert ... das Meiste uninspirierter Bilderschrott mit hohem technischen Einsatz, dann noch viele Bilder, die man auch mit einfacherem Equipment hätte machen können und schließlich noch einige wenige Arbeiten, die von den neuen Möglichkeiten profitieren. Technischer Fortschritt hat schon auch was, aber ich werte das jetzt anders als früher. Ich habe zuweilen das Gefühl, dass wir in einer zunehmend ärmer werdenden Welt (finanziell wie ökologisch) mit immer besseren Kameras herumrennen und es immer weniger gibt, was dort noch abbildbar und interessant ist (wenn man mal Endzeitstimmungen aus dem Motiv-Repertoire ausklammert) ...

      Sorry, aber irgendwie bringt mir dieses 'alle halbe Jahre mit neuen technischen Großtaten protzen' der Fotoindustrie nicht mehr wirklich etwas ...
      Ich glaube, ich werde alt ... :roll: ... (wieso eigentlich 'werde' :???: ) ... :ugly:
    • Picturehunter schrieb:

      Die für mich entscheidende Frage ist: kann man sich heutzutage in der Gesellschaft, in der wir leben und wie wir miteinander leben, dem technischen "Fortschritt" tatsächlich entziehen und nur für sich selbst entscheiden, wo man "stehen bleiben" möchte? Ich sehe da leider diesen Zwang der Anpassung...

      Ich muss mich dem technischen Fortschritt ja nicht entziehen. "Zwang zur Anpassung" darf nur dort eine
      Rolle spielen wo er zur Aufrechterhaltung elementarer Sozialfunktionen förderlich ist.
      In den Grenzen der Freiheit die eben anderen noch ihren Raum lässt.

      Angst hat meiner Ansicht nach hier gar nichts zu suchen. Kompatibilität, Zuverlässigkeit und
      Nachhaltigkeit sind messbare Größen und gehören in die rationale Betrachtung.

      Picturehunter schrieb:

      ...Aber letztendlich ist die Masse der Kapitän, der das Schiff steuert, nicht der einzelne Matrose, und dann heißt es "mitgehangen - mitgefangen"...

      Das halte ich für gänzlich falsch. Masse ist träge und - wie wir immer wieder feststellen - selten
      intelligent :pink:

      Aber vielleicht driftet das hier jetzt etwas weit ab.
    • Picturehunter schrieb:

      Wie lange ich wohl noch mit meinen 12 Megapixeln "überleben" kann?
      Sieh's einfach ein: Du bist ein Fossil! :pink:

      waldbaer59 schrieb:

      Ich habe zuweilen das Gefühl, dass wir in einer zunehmend ärmer werdenden Welt (finanziell wie ökologisch) mit immer besseren Kameras herumrennen und es immer weniger gibt, was dort noch abbildbar und interessant ist
      Das Zitat häng ich mir an die Wand!

      waldbaer59 schrieb:

      irgendwie bringt mir dieses 'alle halbe Jahre mit neuen technischen Großtaten protzen' der Fotoindustrie nicht mehr wirklich etwas ...
      Ich denke, das geht vielen so. Aber in einer offenen Marktwirtschaft - was sollen die Anbieter machen? Wenn sie sich mit dem Erreichten zufrieden geben, sind sie schnell weg vom Fenster. Also versuchen sie mit aller Macht und Verzweiflung, einen Fortschritt zu generieren, auch wenn dabei nicht selten auf der Stelle getreten wird. Das wird sich m.E. nicht ändern.

      Es gibt aber auch immer wieder Technologien, die einen Reifegrad erreichen, wo sich die Entwicklung verlangsamt. Dann stagnieren die Märkte (weil die meisten Kunden haben, was sie brauchen), es gibt einen Shake-out der Anbieter, bis auf wenige, die dann einen hohen Standard aufrecht erhalten. Ob die Foto-Technik allmählich in diese Phase eintritt, ist schwer zu sagen. Die Tatsache, dass 90% der aktuellen Innovationen keine sind, sondern nur "mehr vom Gleichen" (wenn auch auf größeren Sensoren), ist ein Indikator in diese Richtung. Andererseits denke ich, es gibt auch noch Luft nach oben, z.B. bei der Dynamik, oder eben z.B. dem Ersatz mechanischer und optischer Bauteile durch Software (siehe oben: das elektronische Universalobjektiv).

      Aber man muss das nicht haben. Und ich kann gut verstehen, wenn jemand mit einem guten, alten Werkzeug einfach gern hantiert - das ist ein wesentlicher Aspekt des "Amateurs", was ja soviel bedeutet wie Liebhaber. Ich liebe es z.B., an meinem Laowa Entfernung und Blende ganz klassisch selbst einzustellen. Das ist unpraktisch, fehlerbehaftet und unmodern - aber schön.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Subjektiv ()

    • Ich denke diese Diskussion wurde ganz allgemein schon in jeder Generation der letzten 200 Jahre geführt.

      Auf die Fototechnik bezogen dreht sich das Rad doch schon seit einigen Jahren deutlich langsamer. Große technische Sprünge gab es nur im Lager der Spiegellosen, die aber langsam auch einen hohen Reifegrad entwickelt haben.
      Wenn da nicht auch bald neue Ideen und Innovationen einfließen, wird es auch in dem Bereich bald langweilig.

      Ich habe jetzt auch endlich den Schritt zu einem.4k Monitor vollzogen und fand das für mich einen Quantensprung bei der Bildbearbeitung und vor allem Betrachtung. Ob 8k da nochmals ein so großer Schritt wird, wage ich allerdings wegen dem Betrachtungsabstand in Relation zur Pixeldichte stark zu bezweifeln.
    • ach naja Picturehunter

      Ich finde jeder kann sich für oder gegen die Technik entscheiden, und in welchem Maß er damit leben will. Sicher bei einigen Sachen gibt es heute keine Wahl mehr, ich bin 38 und habe sogar noch das schnarchlangsame Modem miterlebt und den Streit darüber ob man jetzt telefoniert ODER ins Internet gehen darf :mrgreen: die Zeiten möchte ich zum Beispiel nie mehr zurück!


      Die heutige Generation wächst eben mit einem anderen Verständnis auf, die kennen es nicht anders, ich glaube die jetzige Generation ist sogar die erste die den "alten Hasen" nochwas beibringt, Jahrhunderte war es anders, da haben die Jungen die Alten gefragt wie was geht. Durch den rasanten Aufstieg der Technik isses heute glaube ich ein wenig anders, ich habe das auf diversen Arbeitsstellen gemerkt, technisches Verständnis der Leute die dort arbeiten war gleich 0, Wo der Rechner anging wussten alle, das wars dann aber auch.


      ABER ich muss gestehen ich liebe die Technik! Ja ich mag mein Smartphone, ich liebe es Whats App zu nutzen usw. ich finde man sollte nicht immer in Alten Zeiten verweilen, ich bin ja Ossi und ich hasse es zum Beispiel wenn Leute heute noch sagen "in der DDR war alles so viel besser" <X dort war sicher nicht alles schlecht, aber es war so unfassbar viel eben NICHT gut!


      Ich kann trotz der Technik aber heute noch Briefe schreiben, ich kann mir Analoge Kameras kaufen, es gibt auch Handys(wenn auch wenige) mit denen ich NUR telefonieren kann... usw...


      Da wir übrigens gerade bei Technik und mangelnder Haltbarkeit sind, mein Fernseher läuft seit 8 Jahren mängelfrei, Toaster/Kaffeemaschine/Wasserkocher seit 7 Jahren, Telekomrouter seit 8 Jahren und die Waschmaschine seit 9Jahren :whistling: also es kann auch lange halten wenn man Glück? hat. :D


    • @Demo

      Mir geht es ja gar nicht darum, zwanghaft an alter Technik festzuhalten, geschweige denn, mich der neuen Technik zu verweigern. In meiner Kinderzeit gab es 3 Programme im TV, umschalten lohnte da kaum und wenn doch, hieß es: aufstehen, zum Fernseher gehen und einen der 3 mechanischen Knöpfe drücken, das Telefon hatte eine Wählscheibe und 'ne Schallplatte war modernes "Hifi-Zeug" ... :mrgreen:

      Den Wandel von Analog zu digital habe ich in den darauffolgenden Jahren sowohl privat als auch beruflich mitgemacht, und das war ein ständiger "Kampf" mit der Technik, weil immer viel zu schwach, zu langsam, zu wenig ausgereift usw., so dass man eigentlich immer den Wunsch nach mehr Leistung (quantitativ als auch qualitativ) verspürt hat. Aber heute(!) leben wir in einer Zeit, wo die Technik einen so hohen Standard erreicht hat, dass mir schon die Frage in den Sinn kommt, ob das ständige Drehen an der Leistungsschraube tatsächlich einer Notwendigkeit oder eher der Machbarkeit geschuldet ist.

      Ich habe dabei auch weniger Toaster, Kühlschränke oder Waschmaschinen im Sinn, sondern Computer, Smartphones, Tablets usw., eben all der Kram, der zunehmend unser privates als auch berufliches Leben bestimmt. Es geht dabei nicht darum, sich für oder gegen diese Technik zu entscheiden, diese Technik ist längst Teil unserer Gesellschaft und unserer Lebensweise, und in vielen Bereichen ist sie gar nicht mehr wegzudenken. Und ja, die aktuell junge Generation (heute wie damals) hat vermutlich die geringsten Probleme damit und vermutlich den größten Nutzen, aber es leben halt mehrere Generationen gleichzeitig und da sind einfach unterschiedliche Voraussetzungen gegeben. Gerade viele ältere Menschen haben mächtig damit zu kämpfen, den Anschluß nicht völlig zu verlieren. Da merkt man ganz schnell, welche Konsequenzen es hat, wenn man irgendwann "stehenbleibt", ein paar entscheidende Entwicklungen vielleicht nicht so mitgemacht hat, wie die jüngeren Menschen.

      Ich persönlich habe mir immer sehr gut überlegt, wann und welche Hardware ich mir zugelegt habe, sei es nun das Auto, ein Computer, Smartphone, was auch immer. Und das hat dazu geführt, dass ich meine Gerätschaften i.d.R. recht lange verwende und auch über lange Zeiträume nutzen und mit aktueller Technik mithalten kann. Ich gehöre nicht zu denen, die ständig das Neueste und beste haben müssen. Wer sich quasi in Echtzeit permanent aktueller Technik verschreibt, der wird sicherlich eine andere Wahrnehmung der Dinge haben, als jemand, der nur alle paar Jahre mal aktualisiert. Aber gerade dieses "alle paar Jahre mal" wird zunehmend problematisch, denn wie ich in Beitrag 7 schon schrieb: es sind meist Kompatibilitätsprobleme, die die Nutzungsdauer von bestimmter Hardware limitieren. Genau das kennen wir von TV, Smartphone, PC und vielem mehr. Wer nicht mitzieht, bleibt irgendwann draußen.

      Mir geht es aber vor allem um diese "Superlativen", immer mehr und noch mehr und noch mehr. Schon bald können Elektroautos 400km/h schnell fahren und danach 500km/h. Aber ist das wirklich praxisrelevant? Ist das wirklich notwendig? Das erinnert mich an Leute, die einen High End Turbo PC zu Hause stehen haben, mit dem man Hollywood Blockbuster produzieren könnte, und diesen dann zum Email schreiben benutzen. Oder SUV Fahrer, die ihr 3t schweres Power-Gerät durch Innenstädte zwängen, für Fahrten, die man auch mit einem Smart erledigen könnte. Aber hey, die leistungsfähige Technik ist ja verfügbar, da muß man das doch auch nutzen, und sei es nur zu 5% ...

      Lange Zeit konnte man in den Foto-Foren dem Hunger nach immer mehr Auflösung lauschen, doch das ist schon lange kein Thema mehr. Im Gegenteil, viele nervt es sogar, dass sie mit Kanonen auf Spatzen schießen und dass dabei riesige Dateigrößen generiert werden, für deren Verarbeitung selbst leistungsstarke Rechner manchmal in die Knie gezwungen werden. Aber die Kameras haben nunmal aktuell und über alle Modellreihen hinweg sehr hohe Auflösungen, also "friss oder stirb". Ich sehe einfach nicht, dass die Menschen insgesamt(!) tatsächlich diese ewige Steigerung fordern, egal auf welchem Gebiet. Es sind ganz andere Dinge auf den Wunschzetteln zu lesen, mehr Sicherheit, einfachere Bedienbarkeit, kleiner, leichter, längere Nutzbarkeit (Akku), mehr Dynamikumfang, weniger Bildrauschen, automatische Fehlerkorrekturen usw., um mal bei den Kameras zu bleiben.

      Von daher bin ich einfach gespannt, wohin die Reise gehen mag, oder sollte ich sagen "gegangen werden wird"? ;-)



      Mit liebem Gruß
      Frank
      Der Augenblick ist jenes Zweideutige, darin Zeit und Ewigkeit einander berühren. Kierkegaard