jpg-Illuminator: Neuerungen

  • Es ist das gleiche Problem wie beim voran gegangenen Beitrag. Ich kann mit einem Bearbeitungsprogramm keine Symmetrie herstellen, wenn ich bei der Aufnahme nicht Zentral vor dem Motiv stehe.

    Die beiden 45° Seitenwände neben dem Eingang haben nicht den gleichen Aufnahmewinkel. Das kann kein Programm entzerren.

    Bei deiner Bearbeitung steht das Gebäude jetzt am Hang.

    Gruß Uli

  • Das ist natürlich richtig. Und gleichzeitig ist es ein bisschen egal. Ich liebe die Optionen, die jpg-Illuminator für das Ver- oder Entzerren bietet weil mir das nach dem Minimax-Prinzip perfekt wirkende Aufnahmen erlaubt, ohne dass ich meinen Kamerastandort vorher geodätisch einmessen lassen muss...

    www.stefansenf.de
    Ich moderiere in grün, der Rest ist nur meine Meinung ;-)
    Ricoh Theta V | Pentax KP, 10-17, 18-300, 15, 21, 35, 55, 70 und Lensbaby | Samsung NX1000 und NX300 mit 16, 16-50, 20-50 und Altglas

  • Ich habe die Werte dieses Fensters immer dem Illuminator überlassen. Was ich jetzt mal verändert habe, das ist die horizontale Entzerrung. Das bringt eine ganze Menge. Nach einigem Probieren gelangt man tatsächlich dahin, dass das rechte Abschlussgebäude die gleiche Breite hat wie das linke. Man kann also mit ein bisschen Geduld auch ohne Verformen die Symmetrie erreichen. Beim Crop-Faktor steht bei mir nichts, und auch die willkürliche Eingabe von Werten hat keine für mich erkennbare Veränderungen zur Folge gehabt - mir ist auch nicht so recht klar, was diese Einstellung verändert.


  • Wenn ein perspektivisches Rechteck maßstabsgetreu entzerrt werden soll, solltest du die Werte für Sensorformat und Cropfaktor für die Kamera einmal eingeben (und als Vorgabe übernehmen), damit dann auch die benötige KB-Brennweite stimmt. Die Korrektheit der Entzerrung kannst du für deine Kamera überprüfen mit einem schräg fotografierten Schachbrett oder einem schräg fotografierten Din-A4-Blatt.

    Wenn die Werte nicht stimmen, ergeben sich (kleinere) Abweichungen vom realen Seitenverhältnis des Rechtecks.


    Dass du bei vermindertem Entzerrungsgrad ein "besseres" Ergebnis erhältst, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass dein Einstellviereck nicht sauber positioniert ist. Betrachte deine Referenzlinien außerhalb des Vierecks: Die waagrechte Linie an der Dachkante ist korrekt, aber die zweite Linie darunter schneidet rechts und links die Fenster in ganz unterschiedlicher Höhe. Anscheinend hast du dich unten an dem Fußweg orientiert. Dieser ist für die Entzerrung der Gebäudefront ungeeignet, weil er nicht in derselben räumlichen Ebene liegt.


    Im Handbuch auf S. 126 haben wir die möglichen Fehler aufgelistet, die sauberes maßstäbliches Entzerren eines perspektivischen Rechtecks verhindern.


    Letztendlich zählt aber, ob du mit dem erzielten Ergebnis zufrieden bist.

  • Version 5.3.3.10 ist online.


    Fehlerbeseitigung:

    Bei "Bild > Schritt zurück" werden u.a. zurückgenommene Ausrichtenparameter gesichert, sodass sie bei erneutem Ausrichten wieder zur Verfügung stehen. In der letzten Version hatten wir das auf die Funktion "Bild > Bildtransformation und Werkzeug: Zurück zu ..." übernommen und dabei einen Fehler eingebaut, sodass das perspektivische Einstellviereck bei erneutem Ausrichten falsch dargestellt wurde.

  • Bei "Bild > Schritt zurück" werden u.a. zurückgenommene Ausrichtenparameter gesichert, sodass sie bei erneutem Ausrichten wieder zur Verfügung stehen. [...]

    Das alleine ist schon ein Alleinstellungsmerkmal des JI, welches mir schon viel geholfen hat.

    Gruß softride
    Lumix GM1, GX7, GX80, GX9, G9, P 7-14, P 8, PL 1,7/15, P 12-32, O 1,8/45, O 1,8/75, P 14-140 II, PL 50-200 + TC14, PL 100-400

  • Version 5.3.4.0 ist online.


    Verbessertes Schärfen

    Wir haben das Schärfen optimiert, damit bei größeren Schärfungsstärken und -Radien weniger auffällige Säume sichtbar werden. Hier zwei Beispiele:


    a) Nachschärfen nach Verkleinerung zuerst mit dem alten und dann mit dem verbesserten Verfahren, zur Verdeutlichung auf 200% vergrößert (anklicken):


    b) Starke Nachschärfung eine Bilds mit Bewegungsunschärfe, wieder erst altes und dann das verbesserte Verfahren:


    Das neue Schärfungsverfahren ist automatisch aktiv und erfordert keine zusätzlichen Einstellungsparameter.


    Kleinere Fehlerbehebungen

    • Bei einem zweiten Aufruf von "Arbeitsfläche erweitern ..." oder von "Verformen ..." wurden die zuvor angewendeten Einstellungen nicht zurückgesetzt.
    • Der Befehl "Arbeitsfläche erweitern ..." ließ sich nicht mittels "Esc" abbrechen.
  • Top, dass Ihr den Problemen beim Nachschärfen jetzt auch an den Kragen geht. Vor allem die hellen Säume sind schon einige Jahre suboptimal und erfordern jede Menge Eingriff von Hand. Insbesondere wenn Leitungen im grauen Himmel sind und man nicht einfach alles entfernen möchte, was das Bild stört, sondern maximal durch Schneiden entfernt, dann begegnet man dem Problem.


    Als Bug würde ich das nicht bezeichnen, aber als ein Feature, das bisweilen aus dem Ruder läuft. Ich denke, da ist noch einiges an Luft nach oben, so dass man insbesondere den aufgehellten Pixel an einem schwarzen Element, Inbsondere bei schmalen schwarzen Anteil sind selbst bei geringen Schärferadien böse Artefakte sichtbar. Das soll also keinesfalls gemotzt sein, sondern eine Anregung, ob man da nicht sogar Eingriffsmöglichkeiten für den User schafft. Beispielsweise die zur Schärfung aufgehellten Pixel nach Sachlage in der Aufhellung begrenzen kann. Wäre auf das begeisternde Programm noch einen oben drauf gesetzt... um es mal so zu sagen...

    Version 5.3.4.0 ist online.


    Verbessertes Schärfen

    Wir haben das Schärfen optimiert, damit bei größeren Schärfungsstärken und -Radien weniger auffällige Säume sichtbar werden. ...

  • Beispielsweise die zur Schärfung aufgehellten Pixel nach Sachlage in der Aufhellung begrenzen kann

    Genau das passiert jetzt, allerdings nicht manuell steuerbar, sondern von einer Automatik bestimmt. In manchen Fällen könnte man durch manuelles Tuning gewiss mehr herausholen, da gebe ich dir recht.