Firmenkamera für Sportveranstaltungen

  • in der Vergangenheit habe ich für die Firma mal ein Fußballturnier und diverse kleinere Events geknipst. Mit meiner privaten Ausrüstung, unentgeltlich. Das möchte ich nun aus verschiedenen Gründen nicht mehr. Ich habe vorgeschlagen, eine Firmenkamera anzuschaffen, mit der ich oder Kollegen bei Bedarf fotografisch tätig werden können. Aktuell steht wieder ein Fußballturnier an. D.h. Tele und AF-Geschwindigkeit sind nötig. Was in Zukunft auch anfallen kann, sind Porträts von Kollegen oder Aufnahmen von Maschinen in zuweilen dunkleren Hallen, Betriebsfeiern...
    Meine erste Wahl für die sportlichen Events wäre eine NX1 mit dem 50-150mm, möchte die Firma aber nicht wegen fehlendem Service. Verständlich.
    Meine 2. Wahl wäre Sony A7, meinetwegen auch die erste Generation. Vorschlag der Firma ist eine RX10. Ich fände einen Kleinbildsensor aber halt spannender. Was meint ihr ? Wenn's eine A7 wird, welches Objektiv wäre fürs Turnier empfehlenswert? Wenn's nach mir geht, gern eine lichtstarke Festbrennweite mit schnellem AF im mittleren Telebereich. Darf natürlich auch gern in Richtung hochlichtstark gehen.
    Oder Alternativen ?
    Budget ist nicht festgelegt, aber unter 2000 EUR müsste es (zunächst) wohl schon bleiben.

  • Meine 2. Wahl wäre Sony A7, meinetwegen auch die erste Generation. Vorschlag der Firma ist eine RX10. Ich fände einen Kleinbildsensor aber halt spannender. Was meint ihr ?

    Weder noch, ehrlich gesagt. Bei Sportveranstaltungen kommt es auf einen guten AF an, insbesondere was den AF-C und den Tracking-Modus betrifft. Beides leider keine Stärken bei den beiden genannten Modellen, insbesondere nicht bei der A7, auch wenn sie als Einstieg in KB derzeit verlockend günstig ist. Aber gerade im Tele-Bereich fährt man mit Crop-Sensoren eigentlich besser bzw. preiswerter.


    Mein Tipp wäre eine Nikon D7200 (gibt es bis Ende August noch mit 100,- Euro Cashback) zusammen mit dem Tamron 70-200mm/2.8 USD (die G2-Variante muss es nicht unbedingt sein). Die D7200 ist in Sachen BQ noch voll auf der Höhe der Zeit, das bis zu -3 LW empfindliche AF-Modul Multi-CAM 3500 II stammt aus der D4 und erntet eigentlich nur großes Lob. Und bis zu 7fps sind für die meisten Sportarten i. d. R. völlig ausreichend, zumal der Puffer auch großzügig dimensioniert ist. Und das Tamron in der neueren USD-Version ist ausreichend flott und optisch sehr gut. Unter Berücksichtigung des Cashbacks bei Nikon wärst du dann deutlich unter den angepeilten 2000,- Euro und hättest noch Luft für ein gutes Einbein-Stativ, einen BG oder sonstiges Zubehör, das bei Sport-Fotografie nützlich ist...

  • Danke für eure Einschätzungen.


    Ich würde die Entscheidung sehr davon abhängig machen wer das künftige Aufnahmegerät bedienen wird.

    Das ist ein guter Gedanke. Wenn ich mir vorstelle, ich mache Fotos damit und vorher hat vielleicht jemand fest ISO6400 eingestellt oder auf den Sensor gehustet, würde ich wohl schlechte Laune kriegen.



    Mein Tipp wäre eine Nikon D7200

    Hm, das letzte Mal, dass ich in einen Spiegel geschaut habe, ist rund 17 Jahre her. Ich habe irgendwie Hemmungen, 2017 der Firma noch eine DSLR vorzuschlagen. Selbst wenn die vielleicht auf einzelnen Gebieten noch Vorteile bieten sollte - das, was ich neulich über Optimierung von DSLR-AF gelesen habe, macht mir Angst. Also ich meine damit sowas, wie in diesem Artikel hier angerissen wird, das geht dann ja noch weiter, ich habe das nicht komplett gescannt: Vollformat Sony A7 und A7r
    Vielleicht sehe ich das zu negativ.

  • Die Sony RX10 hat keinen überragenden Ruf bez. des AF.
    Von der Panasonic FZ1000 hörte man da viel Gutes. Ob die aber auch Sport kann, sollten Leute berichten, die sie näher kennen.


    DSLR finde ich bei wechselden, evtl. nicht sehr sachkundigen Nutzern nicht optimal.

    Von mir eingestellte Bilder dürfen bearbeitet und bei dft gezeigt werden.

  • Ich habe irgendwie Hemmungen, 2017 der Firma noch eine DSLR vorzuschlagen.

    Auch wenn die Präferenz dann bei den Spiegellosen liegt, würde ich von der A7 abraten, die ist wirklich alles andere, nur keine Sportkamera. Viel eher würde ich da die Sony A6000er-Reihe in Betracht ziehen, die haben wohl mit den besten AF-C bei den Spiegellosen. Leider sieht es bei den Objektiven dann aber eher schlecht aus. Die besseren Tele-Objektive im Hause Sony, auch die lichtschwachen, würden allein schon das genannte Budget größtenteils sprengen oder nahezu komplett aufbrauchen. Eine Alternative wäre noch die Fuji X-T1, mit einem für Spiegellose ebenfalls recht ordentlichen AF-C. Problem ist aber auch hier: Das würde bspw. zusammen mit dem 50-140mm/2.8 ebenfalls das Budget sprengen und wäre für Sportfotos noch immer die schlechtere Lösung als der schon genannte DSLR-Vorschlag. Als weitere (und letzte) Möglichkeit bei den Spiegellosen würde mir noch eine Olympus E-M1 samt 40-150mm/2.8 einfallen. Die Kamera ist zwar nicht mehr die jüngste und insbesondere der AF-C der E-M1 braucht einiges an Einarbeitungswillen, wenn man ihren Fans glaubt, aber das könnte sonst event. passen?


    Grundsätzlich ist es aber schon noch so, dass auch 2017 Sport-Fotografie eine Domäne der DSLR-Systeme ist. Nicht nur was den Body/AF anbelangt, sondern insbesondere auch was die Verfügbarkeit bezahlbarer, lichtstarker Tele-Objektiv anbelangt. Was den reinen AF angeht, hätte die Technik, die in der A9 steckt, wohl das Potential, an diesen Kräfte-Verhältnissen etwas zu ändern, aber bis diese Technik in dem von dir genannten Preisrahmen (samt Objetkiv) ankommt, dürfte es noch eine Weile dauern...


    Was Anwender/Bedienung anbelangt: Es sollte klar sein, dass insbesondere in diesem Gebiet immer Einarbeitung und Lernbereitschaft vorhanden sein sollte, egal mit welcher Kamera. Einfach eine super Kamera in die Hand nehmen und mit der Vollautomatik dann tolle Sportfotos schießen, wird mit keiner Kamera funktionieren...

  • Ich würde auch und gerade 2017 als Firmenkamera eine DSLR nehmen. Ein Sigma 18-300 C dran, Auto-ISO einstellen und gut. DSLR sind nunmal viel verbreiteter und gelten gerade auch bei älteren Kollegen (40+) als die 'gute Kamera' schlechthin. Du kannst ja den Knopf für Liveview mit einem Kleber hen hervorheben...


    Ob ich eine Nikon nähme, weiß ich nicht. Ich mag Nikon sehr, finde aber persönlich Canon und Pentax intuitiver bedienbar. In diesem Fall also vielleicht Canon weil Pentax ist ja seit 20 Jahren doomed. :-D


    Wenn es das nicht sein soll, dann nimm eine FZ2000 und fertig.


    Bei einer solchen Geschichte kann man ja als Angestellter eigentlich nur die Finger reinkriegen, wenn die lieben Kollegen später nicht mit der Kamera zurecht kommen oder wenn die Bilder nicht perfekt aus der Kamera kommen. Da ist es hilfreich, wenn man sich nicht auf (von außen gesehen) 'obskure' Sonderlösungen einlässt sondern guten Standard wählt (Canon, Nikon). Oder wenigstens ein in sich abgeschlossenes System (FZ).

    www.stefansenf.de
    Ich moderiere in grün, der Rest ist nur meine Meinung ;-)
    Ricoh Theta V | Pentax KP, 10-17, 18-300, 15, 21, 35, 55, 70 und Lensbaby | Samsung NX1000 und NX300 mit 16, 16-50, 20-50 und Altglas

  • PS: Die Firma schreibt die Kamera über fünf Jahre ab. Nimm was, das in fünf Jahren noch 'gültig' ist. Und nimm ein solides aber gerade noch Konsumentenorientiertes Gerät, das im Zweifel sogar einen Drehschalter für Sport, Portrait oder Landschaft bietet. Ich bleibe bei einer DSLR von Canon oder Nikon. Die spiegellosen Varianten werden in fünf Jahren vermutlich längst auf einem wiederum deutlich anderen Stand sein. Schau mal 5 Jahre zurück... ;-)

    www.stefansenf.de
    Ich moderiere in grün, der Rest ist nur meine Meinung ;-)
    Ricoh Theta V | Pentax KP, 10-17, 18-300, 15, 21, 35, 55, 70 und Lensbaby | Samsung NX1000 und NX300 mit 16, 16-50, 20-50 und Altglas

  • Mein Tipp wäre eine Nikon D7200

    Also ich bin auch bei PhilippV3!
    Ich habe viele Jahre für unseren Hockeyverein die Aufnahmen gemacht. Meine Ausrüstung damals = Nikon D200 mit Batteriegriff und einem Sigma 70-200 2,8 = über 2,5 Kg.


    Ich kann Dir nur sagen, dass "unser" Feldhockey erheblich schneller ist, als euer Fußball. Mit dieser Kombination habe ich sowohl draußen, als auch in Hallen fotografiert und habe (Mitziehen und Feuer frei) sehr schöne scharfe Aufnahmen damit gemacht. Die D200 war schon damals nicht mehr auf der Höhe der Zeit, aber sie hat artig ihrem Job gemacht. Wenn man so eine Optik mit einer D7200 kombiniert, hast Du eine echt brauchbare Ausrüstung. Dazu brauchst Du auf jeden Fall ein Einbeinstativ. Die D200 hatte ein Vollmetallgehäuse und die Linse war auch nicht auf Diät. Man bekommt sonst irgendwann "Hals", weil das alles zu schwer wird. Achja, einen Klapphocker solltest Du Dir zulegen. So kannst Du am Spielfeldrand sitzen und kannst länger durchhalten.


    Die Nikon-Bajonette sind sehr präzise und einen Objektivwechsel müssten die meisten hinbekommen, ohne das da etwas verkantet oder kaputt gemacht wird. Außerdem hat die D7200 eine Sensoreinigung in Form eines "Abschüttelns" des Sensors. Wenn da wirklich einer reinhustet, wird erstens der Sensor gereinigt und zweitens bekommt der HUSTENMENSCH eine "einstweilige Erschießung".


    Als letztes noch ein 35er dazu und die ganze Mannschaft oder einzelne Personen sind bestens abgelichtet. Es ist ja auch fraglich, wo das ganze abgebildet wird. Webseite, Flyer etc. Vollformat ist da m. E. nicht so wichtig. Lieber APC in "schnell". Das Thema Spiegel oder nicht Spiegel ist da m. E. nachrangig. Hauptsache schnell und robust.

  • OK, danke noch einmal für eure Einschätzungen.


    Mein Tipp wäre eine Nikon D7200

    Die habe ich mir nun mal angeschaut. Sie hat sensortechnisch bei dxomark ja immerhin so gut abgeschnitten wie die NX500. Kann also nicht ganz schlecht sein ;)
    Und über das Tamron 70-200mm/2.8 USD liest man ja auch gutes, über die G2 Variante noch besseres (Bildstabilisator 5 Blendenstufen). Ich denke, ich werde die Kombi wohl vorschlagen.


    P.S:
    Müsste ich mich dann mit DSLR-AF Optimierung, wie oben kurz angesprochen, auseinandersetzen ?

  • Ich hab das Tamron und das einzig schlechte was ich darüber sagen kann ist, dass man bei "Stativschelle auf Handbetrieb", das ist (wohl nicht nur) bei mir um 90° nach rechts gedreht, nicht mehr gut an die Schalter für AF/MF und Wackeldackel ein/aus kommt...
    Die D7200 "Body only" ist momentan scheinbar etwas schwerer zu bekommen, Lieferzeit von 1-3 Monaten, aber als Kit mit dem 18-105 (welches dann auch für die Mannschaftsfotos taugt) gibt es sie noch auf Lager (Foto Gregor). Die Herde scheint also zur D7500 getrieben werden zu sollen.


    Schöne Grüße
    Stefan

  • Was ich noch nicht ganz verstehe ist das 70-200. Da ist der Ärger vorprogrammiert, wenn die Kamera sauber schwer wird und dann immer nicht alle aufs Bild passen. So lange Dein Fußballturnier nicht im Keller statt findet, kannst Du einer 7200 oder 7500 doch auch ISO 6400 zutrauen. Und dann reicht plötzlich auch ein 18-300.

    www.stefansenf.de
    Ich moderiere in grün, der Rest ist nur meine Meinung ;-)
    Ricoh Theta V | Pentax KP, 10-17, 18-300, 15, 21, 35, 55, 70 und Lensbaby | Samsung NX1000 und NX300 mit 16, 16-50, 20-50 und Altglas

  • reicht plötzlich auch ein 18-300.

    Ja, das stimmt. Ich hatte damals nur das Sigma 70-200 2,8 weil die D200 keinen Wackeldackel hatte und die Optik auch nicht. Wenn da was wackelte, war ich das. Und eine D200 über 1.600 ISO machte keinen Spaß mehr. Die rauschte im Vergleich zu heutigen Kameras wie Hölle. Also brauchte ich mehr Licht. Heute ist das mit den moderneren Sensoren kein Thema mehr. Und 300 mm ist dann natürlich die bessere Wahl.

  • Was ich noch nicht ganz verstehe ist das 70-200. Da ist der Ärger vorprogrammiert, wenn die Kamera sauber schwer wird und dann immer nicht alle aufs Bild passen. So lange Dein Fußballturnier nicht im Keller statt findet, kannst Du einer 7200 oder 7500 doch auch ISO 6400 zutrauen. Und dann reicht plötzlich auch ein 18-300.

    Freistellen ist halt mein Hobby.
    Was mir jetzt allerdings zu denken gibt - das Tamron 70-200mm/2.8 USD ist eigentlich sogar ein Kleinbildobjektiv, oder ? Also von dem Gesichtspunkt her dann ja tatsächlich unnötig schwer.

  • Ich war überrascht wie stark auch ein Superzoom freistellt...


    Kennst Du? [angedockt] Ein Doppeltest | Stefan Senf – Motivprogramm


    Und das ist eine 5 Jahre alte Kamera. Übrigens soll der Stabi im Sigma (für Canikon) gut funktionieren.

    www.stefansenf.de
    Ich moderiere in grün, der Rest ist nur meine Meinung ;-)
    Ricoh Theta V | Pentax KP, 10-17, 18-300, 15, 21, 35, 55, 70 und Lensbaby | Samsung NX1000 und NX300 mit 16, 16-50, 20-50 und Altglas

  • Ich war überrascht wie stark auch ein Superzoom freistellt...

    Am langen Ende, ja - aber der Bereich davor, wo es quer durch die Sensorformate und Lichtstärken eben nicht gottgegeben ist, ist doch der interessantere. Wir hätten z.B. enormes Potential bei den Mitarbeiterfotos. Im Moment werden die noch außerhaus bei einem Fotografen gemacht, sehen aber überhaupt nicht danach aus (Weitwinkel auf Bauchnabelhöhe - dadurch Riesenbrustkorb und winziger Kopf oben drauf). Wenn das zukünftige Equipment also auch im Porträtbrennweitenbereich freistellen könnte, fände ich das schon schön. Ob ich das dann durchsetzen könnte - also für weniger Geld in weniger Zeit bessere Fotos abliefern zu dürfen - steht auf einem anderen Blatt ...

    Kennst Du? [angedockt] Ein Doppeltest | Stefan Senf – Motivprogramm

    Nein, kannte ich noch nicht. Jetzt schon mal überflogen, schaue ich mir morgen noch mal genauer an. Mir fallen gerade die Augen zu vom Lesen der ganzen Testberichte. Bei denen macht übrigens die FZ1000 auch eine gute Figur, gerade AF-technisch.

  • Bei einer APS-C kannst Du doch dafür, wenn es wirklich wichtig ist, für minimalrs Geld noch ein 50er dazu nehmen. Das gibt doch eine ordentliche Portraitbrennweite. Wobei ich klar sagen muss: gerade für Businessbilder ist zu steile Unschärfe eher nix. Da sollte doch schon mehr als nur ein Auge scharf sein.


    Ich hab das auch mal probiert. Noch was anschauen? Ich müsste lügen, um etwas über die gewählten Blendenwerte zu schreiben. Bin auch nicht sicher ob die EXIFs dran sind (schreibe gerade am Smartphone, da kann ich das nicht sehen) aber ich weiß noch, dass ich versucht hatte, üblicherweise das ganze Gesicht scharf zu halten. [i.A.] geschäftlich | Stefan Senf – Motivprogramm


    ;-)

    www.stefansenf.de
    Ich moderiere in grün, der Rest ist nur meine Meinung ;-)
    Ricoh Theta V | Pentax KP, 10-17, 18-300, 15, 21, 35, 55, 70 und Lensbaby | Samsung NX1000 und NX300 mit 16, 16-50, 20-50 und Altglas

  • Am langen Ende, ja - aber der Bereich davor, wo es quer durch die Sensorformate und Lichtstärken eben nicht gottgegeben ist, ist doch der interessantere. Wir hätten z.B. enormes Potential bei den Mitarbeiterfotos. Im Moment werden die noch außerhaus bei einem Fotografen gemacht, sehen aber überhaupt nicht danach aus (Weitwinkel auf Bauchnabelhöhe - dadurch Riesenbrustkorb und winziger Kopf oben drauf). Wenn das zukünftige Equipment also auch im Porträtbrennweitenbereich freistellen könnte, fände ich das schon schön...

    Du schreibst es ja schon. Portraits muss man üben und können. Nichtmal allen gut ausgebildeten, gelernten Kollegen
    gelingt das. Im Gegensatz zur Event- und Sportfotografie "passieren" solche Mitarbeiterfotos nicht sondern man kann und
    sollte sich - so wie Stefan es in seinen blog beschreibt - Ort, Perspektive und Licht suchen. Ein paar Gedanken machen
    vorher.


    Das hochlichtstarke 50er z.B. ist einfach nix für Leute die keine Übung im Umgang damit haben.
    Bis Du denen die Grundregeln für gelungene Portraits erklärt hast können die das auch mit anderen Kameras.
    Der Vorteil, den ein Superzoomobjektiv oder eine Superzoomkamera mitbringt ist eben der, daß mit zunehmender
    Telebrennweite die Schärfe- und Unschärfebereiche unkritischer werden.


    Ich rate nach wie vor zu einer guten kompakten Superzoom oder einer APS-C mit 18-xxx. Je nach Geldvorgabe könntest
    Du dann auch z.B. eine Fuji mit 18-135 wählen. Wenn Fuji was kann sind das Hauttöne in allen möglichen Lichtlagen ;-)


    Ich habe lange Zeit fotografisch eine Grundschule in ihrer Entwicklung begleitet. Als Fotograf kannst Du Dich in solchen
    Feldern richtig austoben, Equipment ausreizen, Spezialtechnik ausprobieren.
    Bei der Anschaffung von Kameras für die Mitarbeiter aber hat sich dann nichts anderes bewährt als solide Technik und
    einfach(st)e Handhabung!
    Sonst benutzen sie es entweder nicht oder Du darfst deren fotografische Experimentalphase begleiten und kannst letztendlich
    doch auch alles selbst machen. Also: einfach denken und solide Qualität kaufen. So viel Spaß uns hier auch die Testberichte,
    Charts und Daten machen - wenn Du als Ratgeber und evtl. Entscheider nachher in der Praxis auch gute Ergebnisse willst
    setz mehr auf fotografisches know-how und weniger auf Daten...

  • mit 18-135

    Das würde ich aber als zu "kurz" für die weitere Aufgabe ansehen. Fußball mit einem 135er? Er soll doch am Spielfeldrand bleiben. Also APS-C, ein 70-200 (meinetwegen auch mit 2,8) und ein 35er für die Portraits. So habe ich zumindest alles bei meinem Hockeyclub erledigt und ich glaube, dass das die beste Wahl für diese Aufgabengebiete war.


    Irgendein Zoom für eventuelle Firmenveranstaltungen kann man ja später dazu holen. Unser Firmenfotograf (ja ja, so etwas haben wir) ist mit Canon und einem 24-70 bei Personalversammlungen, Hoffesten etc. unterwegs. Wenn er Mitarbeiter für die internen Wege (Betriebszeitung, Webseiten etc.) aufnimmt, hat er auch ein 35er drauf. Ob man ihm etwas längeres bis 200 oder sogar 300 genehmigt hat, weiß ich nicht, aber bei uns finden keine (nicht mehr) Fußballturniere statt.

  • Müsste ich mich dann mit DSLR-AF Optimierung, wie oben kurz angesprochen, auseinandersetzen ?

    Würde ich mich jetzt mal nicht verrückt machen lassen. Das Thema wird gerne mal ein wenig überdramatisiert. Ich hatte bisher mit zwei Bodies und vermutlich dutzenden Objektiven bisher genau ein AF-Problem und das war ein reines Objektiv-Problem (Sigma). Wenn du sicher gehen willst, dann mach mit der Kombi einfach ein paar Testaufnahmen bei Offenblende bei unterschiedlichen Distanzen und Brennweiten. Wenn dann etwas auf den Bildern nicht passt, kann man immer noch reagieren. Aber es ist unwahrscheinlich, dass überhaupt etwas getan werden muss. (Deshalb übrigens auch meine Empfehlung zum Tamron statt zum Sigma, Sigma hat bis heute mit einigen Nikon-Bodies Probleme mit den außermittigen AF-Feldern, die selbst mit dem Dock nicht zu beheben sind...).
    An Sport-Fotos könntest du dich dann herantasten mit dem AF-C 3D und Auslösung mit Schärfepriorität. Das ist zwar rechenintensiver und etwas langsamer, bringt aber recht verlässlich scharfe Ergebnisse. Wenn du etwas mehr vertrauen in das Equipment gesammelt hast und es schneller gehen soll, dann mal den normalen AF-C mit bspw. 9 Feldern probieren und auf Auslöse-Priorität stellen. Da geht dann richtig die Post ab, aber ein wenig Ausschuss kann dann durchaus mal dabei sein. Sehr hilfreich sind hier übrigens die User-Presets der D7200. Hier könntest du bspw. ganz einfach eine entsprechende "Sport"-Einstellung (event. noch mit Zeiten-Priorität und ISO-Automatik) auf U1/U2 legen und könntest so die Kamera auch mal jemand anderem anvertrauen.


    Was mir jetzt allerdings zu denken gibt - das Tamron 70-200mm/2.8 USD ist eigentlich sogar ein Kleinbildobjektiv, oder ? Also von dem Gesichtspunkt her dann ja tatsächlich unnötig schwer.

    Ja, das stimmt. Allerdings gibt es für Canon/Nikon keine lichtstarken Tele-Objektive, die nur für APS-C gerechnet sind. Pentax hat mit dem 50-135mm/2.8 sowas und die spiegellosen Systeme natürlich auch. Die für APS-C gerechneten Fuji 50-140mm/2.8 und Samsung 50-150mm/2.8 bspw. wiegen aber jeweils auch knapp 1 kg, das Tamron für KB hingegen etwa 1,5 kg. Wenn man jetzt noch gegenrechnet, dass das Tamron ja einen echten Mehrwert durch das Plus an Brennweite bei gleichbleibend hoher Lichtstärke bietet, nimmt sich das also gar nicht mehr sooo viel. Und bei einem 18-300er hätte ich (abgesehen von dem Thema Freistellung) auch Zweifel, ob der AF für Sportfotos schnell genug ist. Das ist ja nicht nur eine Sache der Kamera, sondern inbesondere auch der Objektive.
    Die Kamera aber gleich im Kit bspw. mit dem 18-105mm zu kaufen, ist sicher kein Fehler. Dann ist man für alle anderen Anwendungen schon sehr ordentlich aufgestellt.


    Wir hätten z.B. enormes Potential bei den Mitarbeiterfotos. Im Moment werden die noch außerhaus bei einem Fotografen gemacht, sehen aber überhaupt nicht danach aus (Weitwinkel auf Bauchnabelhöhe - dadurch Riesenbrustkorb und winziger Kopf oben drauf). Wenn das zukünftige Equipment also auch im Porträtbrennweitenbereich freistellen könnte, fände ich das schon schön.

    Ja, dafür ist ein 70-200/2.8 durchaus empfehlenswert. Ansonsten kann ich das von @Axel gesagte da aber nur unterstreichen. Mit gutem Equipment kauft man sich noch keinen guten Fotografen. Wenn du das künftig selbst machen wirst, wird das mit deiner Erfahrung sicher was, aber einfach jemandem eine gute Kamera in die Hand drücken funktioniert im Portrait-Bereich noch viel weniger als im Sport-Bereich. Da kannst du nicht einfach ein User-Preset erzeugen, da braucht es schon richtig Erfahrung mit Bildgestaltung, Hintergründen und vor allem mit Lichtsetzung. Ich habe das für Freunde auch schon gemacht und bin da letztlich bei einem kleinen Selbstbau-Studio mit einer Aurora Firefly II 65 gelandet, in der ein Nikon SB-700 steckt, der mit dem internen Blitz der Kamera ausgelöst wird. Eigentlich bräuchte ich zwei davon, aber für den doch eher seltenen Fall tut es momentan dann noch ein einfacher Faltreflektor für die Beleuchtung von der anderen Seite. Und das ist noch lange kein Profi-Niveau, ist mir durchaus bewusst...