Alles über Pentax

    • Pentax / Ricoh

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    • Alles über Pentax

      Da ich noch keinen allgemeinen Pentax-Thread gefunden habe, mache ich mal einen auf.

      Ich stoße bezüglich Pentax immer wieder auf Berichte über Ausfälle in der Spiegelsteuerung, das sog. Spiegelklappern.
      War iher im Forum auch schon jemand betroffen?
      Tritt der Fehler oft auf oder betrifft nur sehr wenige Exemplare?
      Von mir eingestellte Bilder dürfen bearbeitet und bei dft gezeigt werden.
    • Der Fehler tritt relativ selten auf und lässt sich dann mit Ausschalten und kurzzeitiger Entnahme des Akkus beheben. Ich hatte diesen Effekt noch niemals, und ich habe einige Modelle durch ...
      Inwieweit das durch die Betriebsart bedingt ist (Serienbild verwende ich z.B. fast nie) kann ich nicht sagen. Ich weiß aber, dass ein bei der K-3 und Serienbild auftretende Häufung dieses Effektes per Firmware Update behoben wurde.

      Kurzum:
      1.) das Problem kann auftreten, muss aber nicht, denn ...
      2.) ... es ist relativ selten.
      3.) es gibt einzelne Exemplare (nicht Modelle), die stärker 'heimgesucht' werden. Das ist dann ein Fall für den Service.

      Die Foren spülen natürlich immer das Besondere (auch im negativen Sinne) nach oben. Das ändert die Gewichtung eines Problems zuweilen. Im Gegensatz zum Problem mit der Blendensteuerung bei den kleineren Modellen, das weiter verbreitet ist, halte ich das Spiegelklappern für marginal.
    • Was hat es mit der Blendensteuerung auf sich? Obwohl ich Pentaxianer bin, Weiss ich darüber nicht mehr, als dass ich das Wort schon mal irgendwo gelesen habe.
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      Ich moderiere in grün, der Rest ist nur meine Meinung ;-)
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    • Bisher hatte ich K100D, K200D, K-7, K-5 und zweimal die K-3. Fehler sind bei mir noch nie aufgetreten, die kenne ich nur vom Hörensagen.

      Insgesamt scheint das Speigelschlagen ein nicht so häufiges Problem zu sein, auch wenn es in den Foren öfter mal diskutiert wird. Das liegt aber imho daran, dass sich Betroffene hilfesuchend dorthin wenden, die sonst gar nicht in Foren schreiben würden. Wenn man das Thema googelt, findet man außer Forendiskussionen (teilweise rein akademisch) eigentlich nichts zu dem Thema. Ein flächendeckender Bug wäre vermutlich auch mal von Fotoportalen aufgegriffen worden.

      Ansonsten ist noch ein Unschärfeproblem bei 1/125 bei der K-r bekannt, die sog. Perlenkette bei den ersten Modellen der K-5 (Bläschenbildung durch fehlerhafte Verklebung von Sensor und Filter - von Pentax kostenlos behoben), Fehlfokus der K-5 (ohne II) bei schummrigen Kunstlicht (hatte meine aber nur in wirklich kritischen Lichtsituationen bei warmen Kunstlicht - also äußerst selten) und eben die defekte Blendensteuerung bei K-30, K-50, K-70 und K-S2. Da werden dann die Bilder zappenduster. Das neueste der kleinen Modelle, die KP, scheint aber frei davon zu sein. Das ist eigentlich der schlimmste Schnitzer, den sich Pentax erlaubt hat, weil er mehrere Modellreihen betraf, obwohl nicht jedes Exemplar davon befallen wird. Was dabei genau passiert, kann ich aber auch nicht sagen. Offensichtlich tritt der Fehler bei Objektiven mit elektronischer Blendensteuerung nicht auf, auch wenn die Kamera sonst betroffen ist.
      Gruß
      Peter


      []ô] PENTAX K-3 - Objektive siehe Profil
    • Dass Du jetzt die KP zur 'kleinen' Modellreihe zählst, @ice-dragon, lässt mich etwas erschrecken. Denn die hab ich immer noch auf der Liste und natürlich will ich mir auf keinen Fall eine Kamera mit Serienfehler kaufen. Meine K-5 ist zumindest zickig, was den AF angeht. Von daher ist eine Hauptmotivation überhaupt zu wechseln das Ziel, sich von Malaisen zu befreien. Nicht neue hinzuzukaufen.
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    • Im Prinzip können alle ab der K-r bis zur KS-2 betroffen sein. Angeblich wurde bei der K70 ein anderes Solenoid eingebaut (ist das so?)... und die K-P ist definitiv sowieso 'eine andere Liga'.
      Der Fehler mag lästig sein, aber ich habe selbst nur einmal ein solches Problem (bei einer gebraucht gekauften K30) erlebt - das wurde dann aber auf Garantie behoben.
      Ich stehe zu diesem Problem wie folgt:

      1.) Möglicherweise wurde Pentax von einem Zulieferer mit einem (im Vergleich zu den Modellen bis hin zur K200D) weniger wertigen Solenoid beliefert.
      2.) Das Problem wurde erst relativ spät offenbar, und es trat besonders häufig bei der K30 auf.
      3.) Pentax gewährt auf eine Reparatur nach Ende der Garantiezeit einstweilen (ohne Anspruch auf immerwährende Gültigkeit) eine gewisse Kulanz. Das macht nötigenfalls eine Reparatur finanziell erträglicher, auch wenn es dennoch ärgerlich ist.
      4.) Es gibt Firmen (und damit meine ich nicht den eigentlichen Service), die eine Reparatur durchführen und dabei ein vom Kunden beigestelltes (und in der Bucht relativ günstig verfügbares) Solenoid früherer Bauart einbauen. => Thema gegessen.

      Leider treten solche Serienfehler - egal bei welchem Hersteller - durchaus auf. Nicht immer gewährt der Hersteller Kulanz oder komplette kostenfreie Abhilfe ... meist nur bei den Profimodellen und wenn der Fehler relativ frisch aufgetaucht ist. Ich denke bei solchen Fehlern etwa an die Kunststoffachse am Stellrad der Finepix S9500, die häufig gebrochen ist, oder auch an die Kunststoffritzel in der Spiegelsteuerung der ansonsten genialen analogen Pentaxen der MZ-Reihe. Es gibt noch mehr solcher Beispiele, die sich quer durch alle Hersteller ziehen ...

      Ich werde weiterhin unverdrossen mit meiner kleinen K30 unterwegs sein. Und wenn es mich 'erwischt', dann werde ich ein Solenoid des ersten Typs besorgen und einbauen lassen. Wenn ich ansonsten mit einer Kamera 100% froh bin, dann tut es mir auch nicht weh, einen solchen Schwachpunkt beheben zu lassen. Das kann man natürlich auch anders sehen.

      Glücklicherweise sind mir ansonsten keine Fehler in den digitalen SLR Produktreihen von Pentax aufgefallen. Ich hoffe, dieser Thread dient nicht nur zur Geißelung der Marke sondern wird gelegentlich auch andere Aspekte behandeln.
    • le spationaute schrieb:

      Dass Du jetzt die KP zur 'kleinen' Modellreihe zählst, @ice-dragon, lässt mich etwas erschrecken. Denn die hab ich immer noch auf der Liste und natürlich will ich mir auf keinen Fall eine Kamera mit Serienfehler kaufen.
      Tut mir leid, dass ich als Geist daher komme, aber es ist halt so, dass die KP eine "Kleine" ist. Definitiv steht die Aussage von Pentax, dass es sich bei ihr nicht um den Nachfolger der K-3 II handelt. Und eine dritte Reihe hat Pentax nicht aufgemacht - drei parallele Cams nebeneinander gab es meines Wissens im Digitalzeitalter nur dreimal und es war jedes mal ein drittes Modell, das unterhalb der kleinen Modellreihe lief: K-m, K-500 und K-S1. Die Kp liegt dagegen sehr genau im kleinen Segment - Leistungen wie eine große, aber z.B. kein Schulterdisplay.

      Allerdings ist in der KP meines Wissens die Blendesteuerung nicht anfällig - lass sie also ruhig auf deiner Liste. Und kaufe bald, bevor der Nachfolger der K-3 II herauskommt. Bei der Vorgabe durch die KP muss die neue aus dem oberen Segment schon etwas bieten, sozusagen eine K-1 mit APS-C-Sensor werden - Orientierung so zwischen Nikon D7500 und D500. Wenn die da ist, verlierst du vielleicht schlagartig dein Interesse an der KP ;-) :lol:
      Gruß
      Peter


      []ô] PENTAX K-3 - Objektive siehe Profil
    • Mal ne blöde Frage: Gibt es eigentlich einen aktiven AF-Adapter von Pentax Glas auf irgend einen spiegellosen Body? Also ausser auf die K-01? Irgend ein Metabones oder China Ding?
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    • New Pentax K-1 Mark II DSLR camera rumored online | Pentax Rumors

      Das untermauert meine These und Auffassung, dass es (soweit absehbar) keine K-3II-Nachfolgerin ausser der KP geben wird. Die K-1 wird im Februar 2 Jahre alt, also wäre das ein turnusmäßiges Update. Die K-70 wird Mitte des Jahres 2, von daher erwarte ich da im Sommer auch ein Update. Die KP ist jetzt 1 geworden, ist also erst 2019 dran. Und frühestens dann werden vielleicht die Wünsche derer erhört, die an der KP herumnörgeln. Ich hoffe, dass man ihre Einzigartigkeit dabei nicht kaputt macht. Aber bis dahin ist ja noch Zeit.

      Ein Update für 645 und GR wäre noch wichtig. Dass in Sachen Q und/oder spiegellos was geht, erwarte ich eigentlich nicht.
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    • Die KP ist nach ausdrücklicher Verlautbarung von Ricoh nicht der Nachfolger der K-3II. Und das Ricoh in Zukunft nur noch eine APS-C Linie anbietet, kann ich nicht glauben. Dann hätten sie zumindest den großen Akku, die zwei Kartenschächte und das Schulterdisplay beibehalten. Ich erwarte, dass - so wie nach 30, 50 und 70 die KP ein völlig neues Konzept hatte - jetzt auch nach 7, 5 und 3 eine neu konzipierte Oberklasse APS-C kommen wird. Letztes Jahr gab es dazu auch schon Gerüchte, dass 2018 in der Richtung was kommen soll. Ich glaube allerdings, dass sich bei dieser Neuen das Konzept der K-1 (beweglicher Monitor, zusätzliche Funktionsräder auf der Cam) wiederfinden wird.

      Einen Wechsel bei der K-1 sehe ich auch noch nicht als notwendig an (und bin ob der Rumors skeptisch), Canon wechselt ja z.B. die 5D auch nur alle 4 Jahre aus (auch wenn die Besitzer ständig nach Neuerungen schreien). Die K-1 kann sich derzeit im Wettbewerb noch behaupten und kann durchaus noch ein Jahr länger am Markt bleiben.
      Gruß
      Peter


      []ô] PENTAX K-3 - Objektive siehe Profil
    • Ich kenne die Nachricht über diese Äußerung. Ich interpretiere sie nur ganz anders. Die KP ist nicht die Nachfolgerin der K-3 II weil die K-3 II überhaupt keinen direkten Nachfolger hat und auch keinen bekommt. Stattdessen gibt es jetzt die K-1 als Topmodell und die KP mit ganz anderer Ausrichtung.

      Darunter gibt es dann die K-70. Dass die KP ein Ersatz für dieses (zweifellos gute) Einsteigermodell wäre, hab nun wiederum ich noch nie gehört. Es macht auch weder preislich noch von der Bauart und Positionierung Sinn. Die KP ist aus dem Vollen gefrästes (ok: spritzgegossenes) Magnesium. Die K-70 steht in der Tradition der Polycarbonatgehäuse wie die 10, 20, 30 und 50. Außerdem ist sie kein Jahr älter als die KP.

      Das Gedöns um die kleinen Akkus kann ich sowieso nicht nachvollziehen. Zwei Ersatzakkus (Markenware, Ansmann) kosten unter 40,- Euro. Und die hab ich zwar in der Tasche, brauche sie aber bisher nie. Aber ich bin kein Maßstab.

      Nee, ich glaube tatsächlich eher, dass der dieses Jahr fällige Nachfolger der K-70 (nennen wir ihn mal K-9, wie 3x3 ;-) oder meinetwegen auch K-90, was ich aber nicht erwarte) sich technisch sozusagen wieder enger an die K10D anlehnt und als voluminösere Outdoor Kamera daher kommt. Werkzeugartig. Kunststoff, Schulterdisplay, großer Griff und Akku. Klassisch. Aber eben auch keine K-3III.

      Dazu kommt die K-1II mit 40 plus x Megapixeln und 4K Video. Und die 645 mit 100 MP und frischerem Design (vielleicht ein bisschen Retro? Holzgriff?)

      Und alle werden schimpfen und jammern und Pentax wird wieder mal totgesagt werden. Aber wir beide machen nicht mit, wie immer, oder? :)
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    • Wenn Pentax wieder auf den Weg der K10D zurückkehrt, schreie ich als erster: Pentax is doomed! :twisted:

      Vom Gehäuse her die schlimmste Entgleisung, die sich Pentax je erlaubt hat (noch schlimmer als die K-01). Zur Zeit der K100D und K10D bin ich auf digitale Fotografie umgestiegen. Trotz meiner langjährigen Erfahrung mit SLR und einem schönen Bestand an Pentaxlinsen bin ich in die Unterklasse eingestiegen, weil die 10er indiskutabel war - gerade auch als Oberklasse mit Poly (ich hatte vorher 27 Jahre lang die schönen Vollmetallgehäuse der M-Serie). Erst der weniger voluminöse Nachfolger K-7 hat mich dann ins gehobene Segment aufsteigen lassen - klein und fein (K-3 ist fast schon wieder zu groß) und (sic!) klare Linien, wie es sich für Pentax seit jeher gehört und natürlich Edelstahlchassis und Magnesiumgehäuse. Es ging ja sogar das Gerücht, dass zunächst eine K30D geplant war, Hoya dann aber das Ruder im letzten Moment herumgerissen hat und eine anständige Kamera bauen ließ - der einzige Pluspunkt für Hoya in der Pentaxgeschichte, wenn das Gerücht denn so stimmt ;-)

      Ich geb dir recht, dass das nächste APS-C Gehäuse wieder größer wird - so wie die Nikon D500 auch größer ist als eine Nikon D7x00. Und du hast auch recht, dass die KP nicht als Ersatz für die K-70 gebaut wurde, sie ist konzeptionell der Beginn einer völlig neuen Linie von Einsteigermodellen. Und genauso wird ein konzeptionell völlig neues Oberklassegehäuse kommen, praktisch eine K-1 mit APS-C-Sensor. Die alten Linien enden damit. So seh ich jedenfalls die Entwicklung.

      Und die Erneuerung ist auch vonnöten. Eine kleine Einsteigercam bringt es bei der rasanten Entwicklung der Smartphones nicht mehr. Ich schüttel schon immer den Kopf, wenn ich eine Nikon D3x00 oder eine Canon 1x00D sehe, denn die Handyknipsen haben das Kompaktsegment aufgerollt und treiben die verbliebenen Edelkompakten und Bridges qualitativ unaufhaltsam in das DSLR Einsteigersegment hinein (bis sie das Segment in ein paar Jahren selber übernehmen). DSLR (und auch DSLM) werden sich auf längere Zeit nur noch da behaupten können, wo sie ein ausgereiftes Werkzeug sind. Schau dir mal die Argumentationen in diesem aktuellen Beratungsthread an, vor ein paar Jahren noch hätte jeder sofort für die genannten Aufgaben zu einer DSLR (Einsteigermodell im Abverkauf bei Vorstellung des Nachfolgers) geraten, weil im Kompaktsegment nichts Adäquates zu finden gewesen wäre. Heute gibt es im Kompaktsegment echte Alternativen und der eigentliche Einstieg in die DSLR Fotografie findet auf dem Level der KP statt. Und schau dir mal die Fotoabteilungen von Elektronikmärkten an, da werden die letzten drei Generationen der Einsteiger-DSLR nebeneinander verramscht und keiner nimmt sie mit, weil sie nicht mehr bieten als die Edelkompakte nebenan und größer und schwerer sind.
      Gruß
      Peter


      []ô] PENTAX K-3 - Objektive siehe Profil
    • Im fraglichen Thread ist der Preis das Problem. Ansonsten hätte ich schon lange K-70 oder K-5II/K-3 plus Sigma 18-300 C geschrieben.

      Was die KP angeht, so tu ich mich schwer mit der Vorstellung, sie sei der kommende Einstieg in die Pentax Welt. Aber vielleicht liege ich ja falsch und Du liegst richtig. Wir werden sehen. In meiner Version der Realität kommt Pentax nicht ohne Einstiegsklasse in der 600-Euro-Liga aus. Einfach weil die Schwelle sonst zu hoch ist. Und der Preis der KP ist meiner Meinung nach unten. Da geht nicht mehr viel. Ich nehme an, Du weißt, zu welchem Preis ich sie bekommen habe.
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    • Ja, der Preis spielte in dem Thread auch eine Rolle. Ich war letztens in einem Elektronikmarkt, da stand eine Nikon D5300 (mit 18-55) für etwas über 300 Euro im Abverkauf rum - und das ist nicht mal die einfache Einsteigerklasse von Nikon. Klar liegt die noch über dem was der Eröffner des Threads ausgeben wollte, aber bei seinem Budget waren auch schon die Kompakten, die vorgeschlagen wurden, recht ausgesucht. Entscheidend ist jedoch, dass überhaupt Kompakte für die genannten Aufgaben ins Visier gerieten. Sie erfüllen eben schon die Anforderungen - trotz des niedrigen Preises. Das war vor fünf bis zehn Jahren noch anders, da hatten die, bis auf einige sauteure Ausnahmen, noch einen nicht so leistungsstarken (Format, Auflösung, Dynamik etc.) Sensor. Heute können sich Kompakte im bezahlbaren Segment bereits mit den Anforderungen an eine DSLR einfachen Formats messen.

      Dass die Einsteiger-DSLR kaum noch einen Markt haben, kann man auch an meinem genannten Beispiel sehen. Neben der Nikon D5300 standen noch die D5500 und die D5600, die eine Serie noch nicht verkauft, obwohl schon der Nach-Nachfolger im Angebot ist. Smartphones und Kompakte hinken heute nicht mehr bei der Kameratechnik hinterher - jedenfalls was verkaufsfördernde Schlagworte wie Megapixel, ISO-Fähigkeiten, Serienbildgeschwindigkeit etc. betrifft. Damit geht der DSLR das Alleinstellungsmerkmal verloren. Mit den komplexeren Unterschieden beschäftigen sich viele Interessenten erst gar nicht. Hier wurde letztens beklagt, dass bei flickr und Co immer mehr Smartphonefotos eingestellt werden. Ich glaube das liegt zu einem Gutteil daran, dass Smartphones und Kompakte inzwischen die Anforderungen eines Großteils der Bevölkerung an die Qualität von Bildern vollauf befriedigen. Vor ein paar Jahren war die Auflösung bei diesen Geräten noch weit von guter Qualität entfernt, die Farbdarstellung war teilweise grottig. Das ist nicht mehr.

      Dazu kommt, dass ich mit einem Smartphone im Bereich von 600-800 Euro ein Kommunikationsgerät, eine ordentliche Kamera und einen MP3-Player bekomme. Was soll ich da mit einem Gerät zum gleichen Preis, das "nur" Fotos machen kann, die auch nicht viel besser sind (jedenfalls erkennen viele den Unterschied nicht, zumal sie sowieso nur die Kitlinse benutzen). HiFi-Anlagen sind - um mal ein in meinen Augen vergleichbares Beispiel aufzugreifen - auch nur noch Spielzeug für gutverdienende Freaks, für 600-800 Euro bekomme ich von sonoro oder Tivoli audio ein kompaktes all-in-one Musiksystem, dass bereits eine sehr ordentliche (für die meisten Hörer ausreichende) Klangqualität liefert. Früher überragte eine einfache HiFi-Anlage die gängigen Radios, Monoplattenspieler oder Kompaktanlagen um Welten, das hat man sich halt drei oder vier Geräte und zwei voluminöse Boxen hingestellt. Einsteiger-HiFi-Anlagen gibt es heute aber auch kaum noch.
      Gruß
      Peter


      []ô] PENTAX K-3 - Objektive siehe Profil
    • ice-dragon schrieb:

      Entscheidend ist jedoch, dass überhaupt Kompakte für die genannten Aufgaben ins Visier gerieten. Sie erfüllen eben schon die Anforderungen - trotz des niedrigen Preises. Das war vor fünf bis zehn Jahren noch anders, da hatten die, bis auf einige sauteure Ausnahmen, noch einen nicht so leistungsstarken (Format, Auflösung, Dynamik etc.) Sensor. Heute können sich Kompakte im bezahlbaren Segment bereits mit den Anforderungen an eine DSLR einfachen Formats messen.


      Ich neige dazu, Dir noch mal zu widersprechen @ice-dragon : Als ich selbst vor - äh - 11 Jahren bei Penum meine erste Frage stellte, war ich auf der Suche nach einer neuen - meiner zweiten - Digitalkamera. Ich suchte nach einer Spiegelreflex mit einem lichtstarken Zoom, so etwa 28 bis 200 mm schwebten mir vor. Mit 2.8er Lichtstärke. Ich hatte keine Ahnung, noch nicht mal so recht von Sensorgrößen und Co. Meine Fotoleidenschaft hatte davor ein paar Jahre Pause gehabt.

      Die erste Antwort kam von Radium, Daniel Kotzsch. Er hat mich ein bisschen eingenordet, hat mir den Zahn gezogen, dass mein altes Nikon-Glas irgendwas taugt und damit den Weg bereitet für das was (von anderer Seite) folgte: Am Ende ging ich aus der Beratung mit dem Kauf einer Fuji S6500fd Bridgekamera. 28-200 mm (äquivalent), Lichtstärke 2.8 und dramatisch preiswerter als etwa eine Nikon D50. Aber wie diese mit 6 Megapixeln.

      Das war damals genauso naheliegend wie heute. Ich behaupte sogar, dass es noch viel naheliegender war. Und ganz ehrlich: Die Kamera war gut. Ich bezweifle, dass meine Lernkurve mit der Nikon steiler gewesen wäre. Ich habe damit eine für mich sehr wichtige Reise dokumentiert: Kambodscha 2007 | Stefan Senf – Motivprogramm
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    • Ich denke es kommt dabei sehr darauf an, welchen Punkt der Zeitachse man sich herauspickt. Vor ca 10 Jahren setzte sowas wie der vorübergehende Untergang der Kompaktkameras ein. Nach der FZ50, S6500fd oder S9600 kamen von den meisten Herstellern keine allzu ernstzunehmenden hochwertigen Kompaktkameras, bzw. Bridges mehr, die es auch nur ansatzweise mit den DSLRs ihrer Zeit hätten aufnehmen können.

      Meine K-x, die ja damals als eine der ersten ISO Performer gefeiert wurde, ist 2009 erschienen. Allerspätestens von dort an trennten Einsteiger DSLRs und kleinsensorige Kompaktkameras wirklich Welten.
      Geändert hat sich das tatsächlich erst mit der Einführung der letzten Ausbaustufen der 1" Sensorern ab ca 2014. Erst seitdem werden Kompaktkameras wieder ernsthaft betrachtet und für voll genommen. Von den einen mehr, von den anderen weniger.
    • Ja, Du beschreibst die Phase des DSLR-Booms. Die Preise der SLRs fielen und fielen und (Henne oder Ei) plötzlich wirkte alles andere inakzeptabel. Durch den 1"-Sensor wurde das wieder eingefangen. Gleichzeitig haben weiter steigende Megapixelzahlen viel an Reiz verloren. Wenn 6 MP nicht schon 'genug' waren, 16 waren es auf jeden Fall. Meine neue KP hat nun 24. Ich weiß bloß nicht wirklich wozu. Sie schaden nicht, immerhin. Aber mit den 20 MP der 1"-Sensoren ist man ja auf alle Fälle auch schon auf der sicheren Seite.

      Hier sind wir ja bei 'Alles über Pentax'. Pentax hat den Markt für 1"-Kameras mal wieder von Herzen verpennt obwohl die Gene (Q) vielleicht da gewesen wären. Auch spiegellos hat man sich nur in äusserst exotischer Weise gezeigt. Nun ist Pentax auf dem Weg einer der letzten DSLR-Klassiker zu werden. Womöglich ist das gar nicht blöd. Hoffentlich.
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