Ein Dampf-Diesel-E-Lok Thread

  • Die Dampflock fing erst auf der Mitte des Viadukts an zu dampfen ... und Ende fuhr eine Diesellock, die den Zug angeschoben hat.
    Was für ein doofes Schauspiel :ugly:

    Auf den ersten Blick wäre mir das überhaupt nicht aufgefallen, aber die Diesellock ruiniert die Romantik auf den zweiten Blick dann doch ein bisschen :mrgreen: (schön ist die Szene natürlich trotzdem noch)

    Als ich 2014 dort war, konnte/durfte die Lock noch alleine fahren. Man merkt auch dass es früher im Jahr war, im Sommer ist dort alles durchgängig sehr grün (die wechselnden Farben finde ich auch seh reizvoll, wirkt ein bisschen rauer).

    Leute waren damals schon auch einige dort, an hunderte oder Horden kann ich mich aber nicht erinnern, bei halbwegs ähnlicher Perspektive vom Wanderweg aus. Vielleicht zu sehr zum Instagramm-Spot geworden... :kaffee:

  • Zwei betriebsfähige "Rhätische Krokodile" Ge 6/6 haben überlebt - beeindruckende Technik aus dem Jahre 1921.








    Eine dieser Lokomotiven wurde in Blau umlackiert, eine weitere, nicht betriebsfähige Ge 6/6 I steht als Denkmallokomotive im Bahnhof in Bergün.


    lg, Achim

    (Von mir eingestellte Bilder dürfen grundsätzlich bearbeitet und bei DFT gezeigt werden.)

  • Welch ansprechender Anblick :smile: an einem trüben Sonntagmorgen :ugly: auf einem BNSF Rangierbahnhof :roll: ...



    Diese beiden - ich glaube ex-GP35 -er - werden im wesentlichen nur noch auf Nebenbahnen und im Rangierdienst eingesetzt. Klasse Sound :daumenhoch: !



    lg, Achim

    (Von mir eingestellte Bilder dürfen grundsätzlich bearbeitet und bei DFT gezeigt werden.)

  • Ich wünschte, ich könnte hier auch solche Lokomotiven fahren, das wär mein Paradies.:pink:


    Stattdessen bin ich häufig mit Funkenkutschen unterwegs. Zum Beispiel am letzten Donnerstag, als ich vollkommen ungeplant auf meiner früheren Hausstrecke, der Murrbahn , unterwegs war. Im Bahnhof Gaildorf West hatte ich dabei einen kurzen Kreuzungshalt (die Murrbahn ist eingleisig) mit meinem 51713 von Nürnberg Rbf nach Kornwestheim Rbf. Für den Zug war mir eine 185 zugeteilt worden, die früher mal im Schweiz-Verkehr tätig war, zu erkennen an den zwei Stromabnehmern über dem vorderen Führerstand. Auf dem Dach über dem hinteren Führerstand sind auch nochmal zwei Stromabnehmer. Je Seite ist einer für die DB (auf dem Bild der Gehobene) und einer für die Schweiz. Letzterer hat eine schmalere Wippe. Weil die Lampen der Lok und die des Bahnsteiges so unterschiedliche Farbtemperaturen haben, habe ich ein schwarzweiß Bild draus gemacht.

    Anfang September war ich viel in meinem Paradies unterwegs, den Dieselstrecken östlich von Nürnberg. Am 3. und 5. September war ich jeweils für die Beförderung des 45368 Cheb - Nürnberg Rbf eingeteilt. Und an beiden Tagen hatte man mir die 232 589 zugeteilt. Die Lok hatte ich in diesem Jahr am allermeisten, sodass man fast von einer Planlok sprechen kann.

    Am 3.9. konnte ich den mit 1032 t Wagenzuggewicht schon recht anständig ausgelasteten Zug in Marktredwitz und in Neustadt (Waldnaab) ablichten.


    Zwei Tage später musste ich einen außerplanmäßigen halt am Einfahrsignal von Weiden in der Oberpfalz hinnehmen, der einigen Schwung kostete, waren es doch dieses Mal schon 1312 t, die am Haken der Lok hingen.

    Und auch in Großalbershof musste ich auf die Seite, ein paar Sonnenflecke hat die Fron der Lok noch abbekommen.

    In Marktredwitz konnte ich in einem kurzen Stumpfgleis die 241 338 der TRIANGULA fotografieren. Die Lok ist im Wesentlichen mit der 232 nahezu gleich, hat allerdings einen Dieselmotor mit 4000PS Leistung, die 232 hat "nur" 3000PS Leistung.

    Wo wir beim Thema bunt sind, habe ich noch eine nicht rote Lok von dieser Baureihe. Diese Aufnahme stammt vom März , aber auch aus Marktredwitz und zeigt die 232 704 der European Loco, die mittlerweile in Ungarn im Einsatz ist.

    Das war es schon wieder von mir. Die Bilder von meinem Fotourlaub aus der Slowakei und Tschechien brauchen noch ein bisschen.


    Grüße aus Crailsheim

    Oli

  • Ich habe das ja im letzten Beitrag schon erwähnt, dass man nachts mit verschiedenen Lichtquellen häufig sehr bunte Bilder hat. Einen vernünftigen Konsenz zu bekommen, erscheint mir fast zu schwierig. Je nach Farbe des Lichtes kann man die natürlich entsättigen und den Farbwert absenken, das erscheint mir häufig sehr mühselig. Ich habe am 26.6. in Schwandorf etwas Zeit (>2h) gehabt, weil zwischen Schwandorf und Weiden (Opf) Betriebsruhe herrschte(Sa->So) und habe mein Stativ mitgenommen. Das mache ich eigentlich fast nie, meist finde ich irgendwo eine Möglichkeit, um die Kamera für eine Langzeitbelichtung abzulegen. Nun, wie dem auch sei, ich habe von dem recht leichten Militärzug für den Truppenübungsplatz Grafenwöhr drei Bilder gemacht, die ich alle erstmal in Farbe entwickelt habe. Und heute bin ich auf die Idee gekommen, die Bilder doch mal monochrom zu entwickeln. Dazu habe ich mir drei Filmprofile früherer Schwarzweißfilme runtergeladen und sie auf das Negativ gelegt. Lediglich das Korn habe ich entfernt.

    Hier zuerst die Farbversion Bild 1

    Und der Schwarzweißfilm dazu war der Kodak Bw400CN Pro

    Bild zwei in Farbe

    Der Film dazu ist der Ilford XP2 400 Super

    Das dritte Bild dann noch stumpfwinkliger

    Der Film dazu ist der Kodak Tri-X 400 TX Pro

    Obwohl ich die Kodakfilme echt gut finde, ist der Ilford mein Favorit. Ich kann nicht mal genau sagen, warum. Was sagt ihr dazu?


    Grüße aus Crailsheim vom Lokknipser Oli

  • Der Ilford gefällt mir auch am besten, vor dem Tri_X 400.


    Im Übrigen finde ich die SW's sehr ansprechend und sicher mehr als eine Notlösung bei den Farbproblemen in der nächtlichen Mischlichtsituation. Das kann sehr dekorativ sein, mit so was als Prints kann man durchaus sehr gut Büroräume usw. durchstylen :smile: ..


    Ich wünschte, ich könnte hier auch solche Lokomotiven fahren,

    Ich weiß nicht, ob du schon mal solche Loks in Betrieb sehen konntest. Neben dem optischen Eindruck ist gerade der Sound echt bombastisch. Die hören sich irgendwie an wie ne Harley als 3200PS Diesel Variante: sehr voluminös, tieftönig, rund, dabei irgendwie fast sanft, aber sehr bestimmt "blubbernd"


    Die von Dir oft gezeigten Russen - :roll: - Loks hören sich im Vergleich (zumindest so weit mir das bis dato zu Ohren kam) geradezu fürchterlich an: kratzig, zu hochtourig, irgendwie unharmonisch mit (subj. für mich) grauenvollen Obertönen.


    So weit man so was verbal beschreiben kann. Es war aber nach 3 Coronajahren wieder sehr schön zu hören.

    lg, Achim

    (Von mir eingestellte Bilder dürfen grundsätzlich bearbeitet und bei DFT gezeigt werden.)

  • Hallo Achim,

    mir gefallen die monochromen Ergebnisse eigentlich auch ziemlich gut.


    Die Amidiesel konnte ich leider noch nie im echten Leben hören.


    Bei den Russenloks gibt es zwei akustische Unterschiede, die 232 und 234 haben den 16-ZylinderDieselmotor drin, da hört man eigentlich den 16-Zylinder- Motor fast gar nicht, nur das ziemlich hochfrequente Pfeifen des Angasturboladers. Bei der 233 hört man den Abgasturbolader eher weniger, dafür wummert der 12 Zylinder Diesel aufgrund des kürzeren Schalldämpfers brutal. Mir gefällt das Pfeifen der 232 und 234 viel besser. Und hochtourig würde ich jetzt nicht unbedingt sagen, mit 1000 Umdrehungen sind sie eher mittelschnell laufend.

  • Was sagt ihr dazu?

    Ich finde das wäre leichter zu beurteilen, wenn die unterschiedlichen s/w-Entwicklungen alle vom gleichen Originalbild stammen würden. Die mittlere Ilford-Entwicklung hat anscheinend am meisten Kontrast, das kommt natürlich gut. Das Bild profitiert aber auch generell von den kontrastreichen Schienensträngen im Vordergrund, darum ist der Vergleich vielleicht nicht ganz fair ...

  • Obwohl ich die Kodakfilme echt gut finde, ist der Ilford mein Favorit. Ich kann nicht mal genau sagen, warum. Was sagt ihr dazu?

    Mir gefällt das letzte SW Bild am besten, schönsten (dunklen) Grautöne. Die anderen beiden sind mir eher zu hart.

    Bei einer Lok finde ich die Farbe auch recht markant, finde ich etwas schade sie in das gleich grau umzuwandeln wie die Umgebung.


    Ich habe das ja im letzten Beitrag schon erwähnt, dass man nachts mit verschiedenen Lichtquellen häufig sehr bunte Bilder hat. Einen vernünftigen Konsenz zu bekommen, erscheint mir fast zu schwierig. Je nach Farbe des Lichtes kann man die natürlich entsättigen und den Farbwert absenken, das erscheint mir häufig sehr mühselig.

    Blau, lila und grün stark zu entsättigen ist je nach verwendeter Software nicht viel mehr Aufwand als in SW umzuwandeln, würde ich sagen.

  • Ich finde das wäre leichter zu beurteilen, wenn die unterschiedlichen s/w-Entwicklungen alle vom gleichen Originalbild stammen würden. Die mittlere Ilford-Entwicklung hat anscheinend am meisten Kontrast, das kommt natürlich gut. Das Bild profitiert aber auch generell von den kontrastreichen Schienensträngen im Vordergrund, darum ist der Vergleich vielleicht nicht ganz fair ...

    Ja, das kann schon sein, dass das die Ergebnisse beeinflusst. Das kann ich beim nächsten Mal gerechter gestalten.

  • Mir gefällt das letzte SW Bild am besten, schönsten (dunklen) Grautöne. Die anderen beiden sind mir eher zu hart.

    Bei einer Lok finde ich die Farbe auch recht markant, finde ich etwas schade sie in das gleich grau umzuwandeln wie die Umgebung.


    Blau, lila und grün stark zu entsättigen ist je nach verwendeter Software nicht viel mehr Aufwand als in SW umzuwandeln, würde ich sagen.

    Jein, manche Lokomotiven haben ziemlich teilweise

    heftige Farbflicken und ausgebleichte Stellen. Und ich habe ja geschrieben, dass ich in erster Linie wegen der Mischlichtsituation die monochrome Bearbeitung erst gestartet habe.


    Ich bin normalerweise kein großer schwarzweiß-Fotograf/Bildentwickler, meine Passion liegt schon auf den Farben. Aber gerade nachts ist es (für mich) schwierig, sich bei mehreren Lichtquellen auf einen Kompromiss zu entscheiden, weil mir immer irgendwas irgendwie zu rötlich/gelblich oder zu bläulich erscheint. Deswegen mache ich hin und wieder monochrome Bilder aus den digitalen Rohdaten. Wenn es nur eine Lichtquelle gibt, kann man nachts auch mit langer Belichtungszeit ein sehr stimmiges Farbbild hinbekommen.

  • jung Hilax, Feldbahnmuseum Oekoven.

    Lok 3 war zwei Jahre nicht in Betrieb. Der Museumsverein hat sie komplett zerlegt und neue Rauchrohre im Kessel eingezogen.

    Dabei wurde eine Nässeinrichtung für den Aschekasten und ein Funkenfänger im Schornstein nachgerüstet.

    Die Lok ist besser als vorher. Die im Museumsverein versammelte technische Kompetenz ist beeindruckend.

    https://www.gillbachbahn.de/wo…das-museum/wir-ueber-uns/



    Lothar ist definitiv der lokführerigste Lokführer den ich je gesehen habe.