DSGVO - Was bedeutet das für Fotografen?

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  • DSGVO - Was bedeutet das für Fotografen?

    Ein interessanter Artikel zum Thema DSGVO mit Tipps für Fotografen.
    Wissen zur DSGVO – 7 Tipps für Fotografen – IPCL Rieck und Partner Rechtsanwälte

    Ist wohl erstmal abzuwarten, wie sich das alles in der Praxis entwickelt, wo kein Kläger, da ist ja auch erstmal kein Richter.
    Streetfotografie war ja bisher schon immer als rechtliche Grauzone zu sehen, aber durch die neue Verordnung wird die Menschenfotografie - selbst im privaten Umfeld - zum Risikofaktor für den Fotografen.
  • In Zeiten einer ständig exzessiveren kommerziellen Erhebung von personenbezogenen Daten, einer fortschreitenden Überwachung des öffentlichen Raum inklusive schon bereitstehender Gesichtserkennung und voll vernetzten Haushalten/Automobilen/Gebrauchsgegenständen usw. der blanke Hohn. Mir erscheint diese Verordnung eher zum Schutz der Privilegien von Behörden, Institutionen sowie der Werbewirtschaft generiert zu sein.
    :daumenrunter: :daumenrunter: :daumenrunter:

    Ständig lese ich, die Sensoren meiner Kameras seien veraltet. Nur merke ich selbst nichts davon...
  • kleiner_Hobbit schrieb:

    wo kein Kläger, da ist ja auch erstmal kein Richter.
    Man kann nur hoffen, dass sich nicht gleich wieder hunderte von Abmahnanwälten an die Arbeit machen. So richtig schlauer bin ich jetzt aber durch diesen Artikel auch nicht.
    Müsste ich jetzt z.B. aus Sicherheitsgründen in meinem Flickr-Account alle Fotos löschen, auf denen ich zufälig mir unbekannte Passanten mit aufgenommen habe?
    Ich kenne Accounts, die müssten dann fast alles löschen. Oder was ist mit Deinen privaten Webangeboten? Da ist bestimmt der eine oder andere ja auch mit auf´s Foto gelangt.
    Ob ich nur die Bilder bei Flickr oder Du auch auf privaten Webseiten habe/hast, sie sind dadurch ja "veröffentlicht".
    Gruß aus Berlin
    Thomas

    Seligenstadt / Flughafen
  • Das wird auch für Blogger und Foren blöd. Ich kenne jetzt schon ein paar, die aus Rechtsunsicherheit Funktionen ihrer Blogs lahm legen oder gleich offline gehen. Und ich selbst sehe das für mich auch kommen. Ich hab gar nicht die Zeit, meinen Blog vor dem Stichtag rechtlich wasserdicht zu machen. Schon allein, weil es mir da an juristischem UND an technischem Background fehlt.
    www.stefansenf.de
    Ich moderiere in grün, der Rest ist nur meine Meinung ;-)
    Ricoh Theta V | Pentax KP, 10-17, 18-300, 15, 21, 35, 55, 70 und Lensbaby | Samsung NX1000 und NX300 mit 16, 16-50, 20-50 und Altglas
  • ...das ist doch alles nicht mehr normal! Wer bitte denkt sich so einen Schwachsinn aus?

    Mit all diesen kleinkarierten Regelungen, der dauernden Angstmache vor irgendwelchen eingebildeten Bedrohungen und dem Mist, der uns täglich gebetsmühlenartig eingetrichtert bzw. noch schlimmer mittlerweile in allen Lebenslagen gesetzlich vorgeschrieben wird, kriegt man doch keine Luft mehr zum Atmen.
    Haben wir als Menschheit keine anderen Sorgen oder Visionen mehr? Was nutzt der ganze technische Fortschritt, wenn wir immer unfähiger werden, unseren Hausverstand zu gebrauchen und das Leben miteinander zu genießen.

    Wie Manolo geschrieben hat, errichten unsere gewählten Vertreter, unsere "Eliten" gerade Überwachungsstaaten, dass es nur so schnalzt und wir als Volk schauen nur zu wie die Lämmer, die immer mehr eingezäunt werden und warten auf...worauf eigentlich?

    Ich denke, wir müssen unsere Werte ganz schnell grundlegend überdenken, weg von den Lebensinhalten Kapital + Macht hin zu Empathie, Respekt, Vertrauen, Gelassenheit, usw, sonst seh ich schwarz... :(

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kojote ()

  • ...damit's uns hier nicht alle gleichzeitig mühlsteinartig auf den Meeresboden zieht, schmeiß' ich zur Auflockerung noch was Heiteres nach:
    Meine Frau kommt gerade gut gelaunt vom Mädelsabend heim. Wir plaudern kurz über den Tag, weil wir heute noch gar keine rechte Zeit dafür hatten...unter anderem erzähl' ich Ihr nebenbei noch von diesem Thread, von DSGVO und dass mich das alles unsagbar wurmt und von den
    möglichen Konsequenzen für die digitale Fotografie an sich und Streetfotografie, Blogs, Foren usw...Ruf zur Untermauerung meines Ärgers den Link auf und lese ihr ein paar Zeilen vor und stelle mit einer gewissen Selbstironie fest, dass ich tendentiell mehr Likes fürs Schreiben als für meine Fotos bekomme, was in einem _Foto_Forum ja auch irgendwie zu denken gibt... ;-)
    Sie mit breitem Grinser retour: "Ist eh besser, weil fürs Schreiben kann man dich schwerer verklagen als für deine Fotos!"

    Ich liebe (auch) Ihren trockenen Humor - sie ist eine echte Frohnatur und ist mir in vielen Belangen um Lichtjahre voraus. *hehe*
    Gute N8 da draußen! :))
    LG
    Jürgen
  • Kojote schrieb:


    Mit all diesen kleinkarierten Regelungen, der dauernden Angstmache vor irgendwelchen eingebildeten Bedrohungen und dem Mist, der uns täglich gebetsmühlenartig eingetrichtert bzw. noch schlimmer mittlerweile in allen Lebenslagen gesetzlich vorgeschrieben wird, kriegt man doch keine Luft mehr zum Atmen.
    Haben wir als Menschheit keine anderen Sorgen oder Visionen mehr? Was nutzt der ganze technische Fortschritt, wenn wir immer unfähiger werden, unseren Hausverstand zu gebrauchen und das Leben miteinander zu genießen.
    Ist doch ganz einfach. Wir sollen klein gehalten und immer mehr verdummt werden. Ja nicht über den Tellerrand gucken um zu erkennen was die für einen Sch.... machen.
    Gruß Jürgen :winke:

    Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
    Über meine Bilder darf gerne gesprochen werden
  • Die malen maximal schwarz. Klar - als Anwälte wollen sie von der Rechtsunsicherheit,
    die unsere unfähige Regierung geschaffen hat profitieren.

    Tatsächlich findet das Gesetz in weiten Teilen nur Anwendung auf juristische Personen,
    nicht auf natürliche Personen. Die allermeisten Privatanwender können sich also eher
    entspannt zurücklehnen.
    Visual Pursuit - 2 Mietstudios, Hensel Rentstation, Fotografie, Workshops - visualpursuit.de
  • Gesetzgebung und Rechtsprechung sind keine unveränderlichen, statischen Gegebenheiten, sondern sie entwickeln sich, ähnlich einem Biotop. Diese Entwicklung geht auch nicht linear in eine Richtung, sondern "eiert" durch die Weltgeschichte. Will sagen: diese Verordnung ist nur ein Schritt in einem Prozess, der noch lange nicht zu Ende ist, man muss jetzt erst mal sehen, wie sich das Gesetz auswirkt, wie sich die Rechtsprechung dazu entwickelt, wo es schützt und wo es mehr schadet.

    Aus Sicht von Fotografen ist es natürlich erstmal eine Erschwernis. Man muss aber auch im Blick behalten, welchen Schutz das Gesetz entfalten soll: es soll Menschen, die ungefragt fotografiert wurden, in Szenen oder an Orten, an denen sie vielleicht nicht unbedingt abgelichtet sein wollten, und deren Bilder dann auch noch öffentlich gemacht werden, die Möglichkeit geben, sich zu wehren. Das gilt übrigens nicht nur für Fotos, sondern für alle Formen der Erhebung personenbezogener Daten. Wenn sich also kein Hochzeitsgast mit Rechtsmitteln dagegen wehrt, dass sein Konterfei im Hochzeitsalbum oder auf der Website des Hochzeitspaares landet, dann spricht nichts gegen Fotos von der Hochzeitsfeier.

    Aber wenn jemand in der Öffentlichkeit Personen "abschießt" (ich denke da an einschlägige Street-Fotografen) und die Bilder veröffentlicht, damit vielleicht sogar in Stefan-Raab-Manier Geld verdient, dann sollte man sich dagegen wehren können. Finde ich jetzt nicht so grundfalsch.

    Ob das Gesetz nun über das Ziel hinaus schießt oder nicht, wird man eine zeitlang beobachten und auswerten müssen. Und dann gegebenfalls novellieren. Aber versteht mich nicht falsch: ich finde es richtig, dass sich viele Menschen überlegen, was so ein Gesetz für Auswirkungen hat und sich kritisch zu Wort melden. Ich warne nur davor, pauschal politische Gier oder juristische Blödheit zu unterstellen. Ganz so einfach ist es meistens nicht.
  • Ich sehe das anders. Wir hatten eben erst durch die untypischerweise ausführlich begründete Ablehnung des Bundesverfassungsgerichts, den Fall Espen Eichhöfer Verfassungsgericht: Neues Gesetz für Straßenfotografen zu verhandeln die Hoffnung, am Status der Streetfotografie könnte sich etwas ändern. Das ist nun schon wieder Makulatur und es stellt sich die neue Situation ein, dass allein schon die digitale Fotografie (mit Aufzeichnung der EXIF-Daten) tendenziell gegen den Datenschutz verstößt. Uncool. Und zwar, weil das (erneut) eine Portion schlecht abwägbare, potentiell aber gewichtige Risiken auf den Einzelnen auskübelt, nur weil der Gesetzgeber keinen Bock hat (oder es ihm an der Expertise fehlt), etwas richtig zu Ende zu denken.
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  • VisualPursuit schrieb:

    Die malen maximal schwarz. Klar - als Anwälte wollen sie von der Rechtsunsicherheit,die unsere unfähige Regierung geschaffen hat profitieren.

    Tatsächlich findet das Gesetz in weiten Teilen nur Anwendung auf juristische Personen,
    nicht auf natürliche Personen. Die allermeisten Privatanwender können sich also eher
    entspannt zurücklehnen.
    Ach wenn es doch so wäre. Ist es aber wohl nicht. Tatsächlich scheint es so zu sein, dass selbst hobbymäßig betriebene Blogs auf dieses Gesetz reagieren müssen. Ich habe mich ganz sicher zu spät damit befasst, in der Konsequenz läuft das aber eventuell darauf hinaus, dass ich zumindest vorübergehend meinen Blog abschalten werde. Das empfindet vielleicht ausser mir nur wenige Vertraute als Verlust. Ich allerdings um so mehr. Mir war und ist mein Blog der liebste Ort, um meine Bilder zu zeigen. Gerade im persönlichen Umfeld 1.0 werde ich immer wieder positiv darauf angesprochen. Und eine Hand voll lieber Mitblogger habe ich darüber auch kennengelernt. Mist alles.
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    Ich moderiere in grün, der Rest ist nur meine Meinung ;-)
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  • Ich hab gestern meine Webseite von meinen Freunden die die Seite auch erstellt haben DSGVO Sicher gemacht. Zumindest hoffen wir das.
    Wir haben das Impressum und den Datenschutzbereich mit so einem Generator von eRecht24 abgearbeitet.
    So genau hab ich da nicht zugesehen, da mein Kumpel da sich so schnell durchhackt, aber der Generator fragt einem alles möglich ab, was man dann abhakt und am Ende kommt der fertige Text raus.

    Was z.B. wichtig ist, was ich auch nicht wusste: wenn auf der Webseite ein Kontaktformular ist, muss die Webseite sicher sein, also "https" vorneweg stehen haben.
    Dann für jeden Pups den man nutzt, wie z.B. Amazon Partnerprogramm, Facebook Plugin...und so weiter und sofort. Mein Datenschutzbereich ist nun der längste Text auf der Seite :lol:
    Wer in JPG fotografiert hat die Kontrolle über seine Kamera verloren.
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